Junger Mann trifft einstigen Schultyrannen wieder – seine Worten berühren ihn tief

Epoch Times4. Januar 2018 Aktualisiert: 4. Januar 2018 11:31
„Retrofuturist“ litt in der High School unter Depressionen und Minderwertigkeitsgefühlen. Und das alles wurde noch durch einen unerbittlichen Tyrannen verschlimmert. Nach Jahren treffen sie wieder aufeinander, doch mit diesen Worten von seinem ärgsten Feind, hat er niemals gerechnet.

Er war der „König“ der Schule. „Entweder du hast ihm gehuldigt, oder du wurdest niedergeschlagen, während alle anderen hilflos zusahen“, schrieb Retrofuturist. Auf Reddit berichtete er über seine Geschichte, wobei er den Namen des High School-Tyrannen in Sid änderte.

„Ich dachte, ich könnte es ertragen. Und anfangs konnte ich das auch. Ich behauptete mich und gab nicht nach“, so der  Reddit Nutzer. Trotz Beleidigungen, Drohungen und der Entfremdung gab er nicht nach.

„Doch Tag für Tag, Woche für Woche musste ich um mein Leben kämpfen. Ich musste nicht mehr nur von Sid Beleidigungen ertragen, sondern von der ganzen Schule. Denn alle machten, was Sid sagte. Das war einfach zu viel für mich, und ich brach emotional zusammen.“

Die Erlebnisse schnitten ihn von seinen Gleichaltrigen ab. Und jetzt, da er seelisch angeschlagen war, schottete er sich auch von Familie und Freunden ab. „Ich war wie ein Zombie, der irgendwie durchs Leben schlurfte“, berichtete er.

Doch die Dinge wurden besser: Er fing an zu schreiben und seine seelischen Wunden heilten. Schließlich machte er das Schreiben zum Beruf. Nachdem er seine Arbeiten bei mehreren Stellen eingereicht hatte, bot ihm eines Tages ein Magazin einen Job als Journalist an.

Die Welt hatte ihn wieder!

„Als Journalist verschrieb ich mich zwei Dingen: nach der Wahrheit zu suchen und den Unterdrückten zu helfen“, schrieb Retrofuturist weiter.

Durch diese Reise kam er auch mit seinem Glauben wieder in Einklang. „Ich konzentrierte mich ganz darauf, mich von meiner Vergangenheit zu erholen und in der Gegenwart zu reifen.“

Aber ihm war klar, dass er noch einen weiten Weg vor sich hatte. Aufgrund seiner Erlebnisse in der High School sah er sich als Opfer. Deshalb hegte er viel Ärger und Groll.

„Ich musste mich mit der Vorstellung auseinandersetzen, dass es wohl auch Tage gab, an denen ich derjenige war, der auf Streit aus war“, gab er zu. Aber als er seine Mängel erkannte, war er entschlossen, sie zu überwinden.

„Um es mit einem Zitat von Rocky zu sagen: ‚Wenn ich mich ändern kann, dann könnt ihr euch auch ändern.‘ So ließ ich meinen Ärger und meinen Schmerz los. Ich fand meinen Frieden. Ich betete sogar für Sid!”

Er hätte nie gedacht, Sid noch einmal gegenüberzustehen.

Einige Jahre später zog er um und ging in eine neue Kirche. Als er eines Tages gerade hineinging, hörte er eine vertraute Stimme. War das möglich?

Er drehte sich um und da stand er: Sid – mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Reflexartig ballte er seine Hände zu Fäusten. Sid begrüßte ihn: „Es ist schön, dich wiederzusehen.“

Er war erschüttert. Doch nach einem Augenblick hatte er sich wieder gefasst und erwiderte den Gruß. Und er meinte es ernst.

„Ich weiß, wir konnten das früher nicht sagen“, sagte Sid. „Es tut mir leid.“ Sid sagte noch mehr, aber Retrofuturist konnte nicht alles verarbeiten. Sids Lippen fingen an zu beben und er hatte Tränen in den Augen. Dann seufzte er lange und entschuldigte sich noch einmal.

„Die Dinge, die ich dir, die ich allen damals angetan habe, tun mir wirklich leid. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich damit noch einmal auseinandersetzen muss. Aber hier stehst du und siehst mir direkt ins Gesicht. Ausgerechnet in der Kirche”, sagte Sid weiter und schmunzelte halbherzig.

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„Da wurde mir klar, dass er sich noch einmal damit befassen musste, weil ich es musste. Das war mein letzter Schritt.“

Er ging auf Sid zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Was er dann sagte, brachte seinen einstigen Peiniger zum Weinen:

„Ich habe mich seit damals sehr verändert. Und ich sehe, du hast dich auch verändert.“

Dann unterhielten sie sich über die High School, über ihre Reisen, ihren Glauben und vieles andere mehr.

„Ich hätte in einer Million Jahren nicht gedacht, dass unsere damaligen High School-Erlebnisse Sid sogar noch mehr mitgenommen haben als mich“, schrieb er. „Früher hatten wir nur Hass füreinander übrig, aber jetzt waren wir wie Brüder.“

„Präsident Lincoln hat es am besten ausgedrückt: ‚Vernichte ich meine Feinde nicht, wenn ich sie zu meinen Freunden mache?’“

Quelle: Boy was tormented every day by school ‘king.’ Years later, sees him again. 6 words put him in shock