Kleinkind mit Down-Syndrom sichert sich Modelljob nach Mamas großer Internet Kampagne

Epoch Times14. Oktober 2019 Aktualisiert: 14. Oktober 2019 10:25
Der 15 Monate alte Asher Nash wurden im Netz gefeiert, nachdem eine Talentagentur seiner Mutter mitgeteilt hatte, dass sie seine Fotos nicht verwenden würden. Der Grund war klar: Der Auftraggeber hätte ein normales Kind gesucht.

Bereits vor der Geburt ihres Sohnes, war die werdende Mutter Meagan Richter Nash aus Buford, Georgia, fest entschlossen, für ihr Kind mit Down-Syndrom zu kämpfen. Auslöser war ein Gespräch mit ihrer Frauenärztin, dass sie völlig schockiert hatte.

Nach Routineuntersuchungen teilte man ihr mit, dass ihr Sohn an Trisomie 21 litt und dass „große gesundheitliche Probleme haben könnte, mit denen er sich auseinandersetzen muss, wenn er größer wird.“ Schließlich fragte die Ärztin: „Möchten Sie trotzdem mit der Schwangerschaft fortfahren?“, so, als ob ihr Sohn ein Mensch minderer Qualität wäre. Von diesem Moment an war für die Mutter klar, sie würde alles für ihren süßen Jungen tun.

„Wenn ich jetzt an diesen Moment zurückdenke, kann ich nicht anders, als mich zu fragen, warum sie uns nicht gesagt hat, wie viel Freude und Glück Asher uns bringen würde. Oder wie viel dichter unsere Familie zusammen halten würde. Warum hat sie uns nicht gesagt, dass es ein glückliches Ende sein würde und dass Asher die Welt verändern würde?“, so Meagan.

Die unglaubliche Geschichte begann aber erst, als Meagan im Juli 2016 auf eine öffentliche Casting-Ausschreibung von OshKosh B’gosh reagierte. Sie war jedoch fassungslos darüber, dass die Agentur Ashers Fotos nicht an den Auftraggeber weiterleiten würde. Die Begründung lautet, man hätte „nicht um ein Baby mit besonderen Bedürfnissen gebeten.“

Kleinkind mit Down-Syndrom bewirbt sich bei Werbeagentur

„Ich war völlig überrascht von dieser Aussage, weil er doch alle aufgeführten Kriterien erfüllte“, schrieb Meagan und teilte ihre Geschichte mit Love What Matters.

Meagan erinnerte sich an das Gefühl von Schock und Ärger, als sie erfuhr, dass Asher von den Talentscouts abgelehnt worden war. „Ich war wütend und fühlte mich verletzt und ich dachte, das ist eine Form der Diskriminierung“, erklärte Meagan. „Ich habe mich gefragt, wie viele andere Babys und Kinder und Erwachsene abgelehnt oder nicht eingeladen werden, weil sie eine Behinderung haben.“

Schock und Ärger für Meagan

Asher erfüllte alle Anforderungen und so schrieb Meagan ihrerseits eine Antwort an die Talentagentur. Sie fragte, ob in den Anforderungen explizit stand, dass die Teilnehmer „normal“ sein müssten. Als sie nach einigen Wochen noch immer keine Antwort erhalten hatte, half ihr eine Freundin die ganze Geschichte auf Facebook zu veröffentlichen.

Meagan postet Bilder von ihrem Jungen, die von einer professionellen Fotografin aufgenommen wurde. Der Titel lautete: „Wir geben nicht auf! Dieser hübsche Junge ist bereit, der Welt zu zeigen, was #changingthefaceofbeauty ist! Wir würden gerne für OshKosh B’gosh arbeiten.“

Am nächsten Morgen war etwas passiert, womit sie nie gerechnet hatte. Ihr Sohn war sprichwörtlich über Nacht zum Star geworden. Sein wurde Foto über 100.000 Mal geteilt. Innerhalb von 24 Stunden, haben sich die ursprünglichen Auftraggeber gemeldet und Meagan und Asher in das Firmenhauptquartier eingeladen.

Vor dem Besuch in der Zentrale erklärte Meagan, was es für sie bedeuten würde, Asher in der neuen Kampagne zu sehen: „Ich denke, dies würde die Wahrnehmung gegenüber Menschen mit Behinderungen auf der Welt verändern.“ Sie möchte, dass Menschen wie ihr Sohn akzeptiert werden, damit sie unter Gleichaltrigen normal und glücklich leben können.

Das Treffen war ein voller Erfolg. Die Marke war begeistert von dem kleinen Jungen und Asher wurde offiziell eingeladen, für die neue Kollektion des Bekleidungsunternehmens zu modeln. Meagan erzählte später, dass Ashers Fotoshooting fantastisch war.

Meagan enthüllte auch, dass Asher erneut gebucht worden war – nicht nur für OshKosh B’gosh. Auch andere namhafte Marken wie Toy „R“ Us und andere waren an Asher interessiert.

Bewusstsein schaffen für Menschen mit Down-Syndrom

„Ich wollte das Bewusstsein für ein Problem verbreiten, mit dem wir heute in der Welt konfrontiert sind. [Aber] ich möchte nicht, dass OshKosh ihn benutzt, weil wir im Internet so viel Publicity machen“, sagte Megan gegenüber Daily Mail. „Ich möchte, dass sie ihn fördern, weil sie ihn schätzen und sehen, wie viel er zu ihrer Werbung beitragen kann.“

„Asher wurde geboren, um vor der Kamera zu stehen“, fügte sie hinzu. „Seht euch doch nur seine Bilder an!“ Heute arbeitet Meagan für die „Down Syndrome Association of Atlanta“ und Asher ist der Star auf der Instagram-Seite der Familie. Warum weiß seine Mutter genau: „Wohin wir auch gehen, für jeden, den er trifft, erleuchtet er sofort die Welt.“ (cs)

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