Krebskranke junge Nonne wird wieder gesund und kehrt ins weltliche Leben zurück, nachdem sie eine uralte Meditationsmethode fand

Epoch Times7. Oktober 2017 Aktualisiert: 9. Oktober 2017 8:21
Aus dem Erfahrungsbericht einer Nonne: "Das Leben in der Pagode war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich sah, dass manche Nonnen und Mönche sich wie alltägliche Menschen ineinander verliebten und manche hegten Groll gegeneinander. Wie kann man sich in einem solchen Umfeld kultivieren und zur Erleuchtung kommen?"

Als ich 26 Jahre alt war, beschloss ich, eine Bhikkhuni, eine buddhistische Nonne zu werden. Ich traf diese Entscheidung, nachdem meine Großmutter gestorben war.

Meine Großmutter wurde Nonne, als sie Mitte 60 war. Im Alter von 78 Jahren starb sie an Krebs. Ich bewunderte ihre Einstellung zum Tod. Sie beklagte sich auch nie über die Schmerzen, die sie durch ihre Krebserkrankung erleiden musste. Bis zur letzten Minute betete sie zu Buddha.

Drei Tage nach dem Tod meiner Großmutter hielt unsere Familie eine große Trauerfeier für sie ab. Viele bekannte Mönche waren zugegen. Die Beerdigungskosten überstiegen das, was sich unsere Familie leisten konnte. Und so gaben viele Menschen, die auch an den Buddhismus glaubten, uns Geld zur Unterstützung.

Mein Weg ins Leben einer Nonne

Nach der Beerdigung ging ich zur Pagode und bat die oberste Nonne dort mich aufzunehmen. Mit 26 Jahren begann dann dort mein neues Leben. Zuerst rasierte ich mir den Kopf und begann damit, mich vegetarisch zu ernähren. Die sehr strenge vegetarische Ernährungsweise widerstrebte mir damals. Aber dann sagte die oberste Nonne zu mir: „Es ist doch nur Essen, das ist doch keine große Sache.“

Sie hatte recht und so aß ich ab dem nächsten Tag einfach vegetarisch, ohne dass es mich noch störte. Ich habe die oberste Nonne der Bhikkhuni sehr bewundert. Sie war ein lebender Buddha für mich.

Als ich Nonne wurde, studierte ich gerade Jura im achten Semester und war in einer festen Beziehung. Meine Familie war dagegen, dass ich in die Pagode gehe. Ich war jedoch fest entschlossen Nonne zu werden, diese weltlichen Dinge hinter mir zu lassen und meinen eigenen Weg zu gehen. Meine Entschlossenheit wurde noch stärker, als mir die oberste Nonne der Bhikkhuni erklärte, dass wenn es ein einziges Familienmitglied gäbe, das die heiligen Orden annehme, die ganze Familie viele Vorteile davon bekommen würde.

Schwierigkeiten in der Pagode

Ein vietnamesisches Sprichwort besagt: „Nur der Träger weiß, wo der Schuh drückt.“ Das Leben in der Pagode war nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich sah, dass manche Nonnen und Mönche sich wie alltägliche Menschen ineinander verliebten und manche hegten Groll gegeneinander. Wie kann man sich in einem solchen Umfeld kultivieren und zur Erleuchtung kommen?

Ich war in einem Dilemma und fühlte mich gefangen, aber ich wusste nicht, wie ich dort rauskommen sollte. Alles, was ich in der Pagode tun konnte, war Tag und Nacht zu Buddhastatuen und Statuen von Bodhisattva Avalokitesvara zu beten. In dieser Zeit fühlte ich mich sehr einsam und kam in meiner Kultivierung nicht mehr voran.

Meine Aufgabe bestand darin, jeden Tag für 250 Nonnen und Mönche zu kochen. Den Rest der Zeit betete ich, dass ich eines Tages einen echten Lehrer treffen würde, der mir einen Weg zur Erleuchtung zeigen würde. In solch einem hoffnungslosen Zustand wartete ich auf ein Wunder.

Einen wahren Kultivierungsweg finden

Ein Jahr nach meinem offiziellen Eintritt als Nonne in die Pagode wurde bei mir Magenkrebs diagnostiziert. Der Krebs hatte sich bereits auf meinen Darm und meine Gebärmutter ausgebreitet. Das Aufstehen war sehr schmerzhaft, aber trotzdem versuchte ich mein Bestes, um meine täglichen Aufgaben in der Pagode zu erfüllen. Als ich mit der Zeit zu schwach wurde, musste ich zur Behandlung nach Hause.

Zu Hause angekommen, empfahl mir eine Freundin verschiedene Behandlungsmethoden, die ich auch alle ausprobierte. Sie war so gut und freundlich zu mir. Zudem schickte sie mir auch regelmäßig Medikamente. Während der ganzen Zeit stand sie mir zur Seite.

Als all unsere Versuche nicht halfen, probierten wir es zum Schluss bei jedem Arzt und Qigong-Meister, von dem wir gehört hatten, dass er Krebs behandle. Aber es war alles umsonst. Meine Krankheit wurde immer schlimmer. Ich hatte keine Angst zu sterben, aber ich war besorgt um meine Eltern und dass sie leiden würden, wenn ich so jung sterben müsste.

Als ich keine Hoffnung mehr hatte, empfahl mir meine Freundin etwas vollkommen anderes. Sie erzählte mir von einem Kultivierungsweg, bei dem man meditiert und sich selbst in der Gesellschaft kultiviert. Sie empfahl mir Falun Dafa. Dann sagte sie mir, dass ich in den Park gehen sollte, wenn ich die Übungen lernen wolle. Dort würden sich die Praktizierenden zum Üben treffen und sie könnten mir die Übungsbewegungen beibringen.

Anfangs war ich sehr zurückhaltend und skeptisch. Aber meine Freundin war innerlich davon überzeugt, dass mir das helfen und ich dadurch gesund werde könne. Sie wollte nicht, dass ich sterbe und bestand darauf, dass ich es versuchen sollte. Dann erzählte sie mir mehr über Falun Dafa und von den positiven Effekten auf den körperlichen und geistigen Zustand, den viele Praktizierende erlebt hatten.

Die Aufrichtigkeit ihrer Worte berührten mich und ich entschied mich, es auszuprobieren.

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Damals lebte ich noch in der Pagode, sodass es schwierig für mich war, das Gebäude zu verlassen und in den Park zu gehen. Ich musste lügen und sagen, dass ich rausgehen musste, um medizinisch behandelt zu werden. Unter diesem Vorwand zog ich dann erst einmal in das Haus meiner Freundin ein, um im Park üben gehen zu können. Nach nur einem Monat hatte ich überraschenderweise durch das Üben schon viel weniger Schmerzen und es ging mir schon sehr viel besser.

Später kehrte ich zur Pagode zurück, und las nachts „Zhuan Falun“, das Hauptwerk des Falun Dafa. Die Übungen machte ich heimlich, weil ich nicht wollte, dass andere mitbekamen, dass ich einen neuen Weg ging.

Kultivierung im weltlichen Leben

Einige Zeit, nachdem ich mit dem Praktizieren der Übungen und dem Lesen des Buches begonnen hatte, beschloss ich, die Pagode zu verlassen und ein neues Leben zu beginnen – ein Leben in der normalen Gesellschaft.

Falun Dafa ist eine Kultivierungsmethode, die zur buddhistischen Schule gehört. Sie unterscheidet sich von anderen Schulen dadurch, dass sie die Praktizierenden dazu anleitet, sich in der menschlichen Gesellschaft zu kultivieren. Während sie ihrer Arbeit nachgehen und ein normales Familienleben beibehalten. So sollen sie es schaffen, sich in dieser schwierigen Umgebung zu kultivieren.

Als ich mich entschied die Pagode zu verlassen, gab es von verschiedenen Seiten Einwände dagegen. Die oberste Nonne der Bhikkhuni sprach mit mir über meine Entscheidung und stellte mir viele Fragen, ließ mich aber am Ende gehen. Auch meine Familie irritierte meine Entscheidung.

Sie hofften, dass ich jetzt wie meine Tante werden würde, die eine Pagode in Binh Duong leitet. So wie sie sollte ich nun auch nach Indien gehen, um meine Kenntnisse über den Buddhismus zu vertiefen und auf meinem Weg weiterzukommen. In ihren Augen waren meine „Karriereaussichten“ in diesem Bereich sehr vielversprechend und für sie war das wichtiger als meine spirituelle Entwicklung.

Aber ich war so entschlossen Falun Dafa zu kultivieren, dass mich niemand aufhalten konnte. Es war aber nicht nur, weil ich durch die Kultivierung des Falun Dafa wieder gesund geworden war. Ich wusste einfach, dass es der wahre Kultivierungsweg war, nachdem ich gesucht hatte. Als ich das Buch „Zhuan Falun“ las, konnte ich viele Dinge verstehen und fühlte mich „erleuchtet“. Ich erkannte, dass es ein Buch der wahren Kultivierung war. Alles, was ich über das Leben, das Karma und die Kultivierung bisher nicht verstehen konnte, wurde in dem Buch auf klare und einfache Weise erklärt. Ich fühlte, dass es sehr tief gehenden Inhalt hatte.

Als ich das erste Mal die Übungen machte, spürte ich bereits einen warmen Strom durch meinen ganzen Körper fließen. Ich fühlte mich wohl und war innerlich ganz ruhig. Dieses wunderbare Gefühl ist schwer zu beschreiben. Ich erlebte enorme körperliche und geistige Veränderungen. Ein halbes Jahr nach Beginn des Praktizierens von Falun Dafa waren alle meine Krankheiten geheilt.

Nun bin ich vollkommen gesund und verdiene meinen Lebensunterhalt als Englischlehrerin. Nach jeder Unterrichtsstunde sitzen meine Schüler mit mir zusammen und wir lesen das „Zhuan Falun“. Als die Eltern meiner Schüler erfuhren, dass ich durch das Praktizieren von Krebs geheilt worden war, wollten sie alle, dass ihre Kinder Falun Dafa lernten.

Ich erinnere mich immer noch an den Tag, als ich das Kloster verließ; ich sah mich so vielen Schwierigkeiten gegenüber – kein Geld, keine Arbeit und keine Wohnung. Nun lebe ich mit anderen Praktizierenden zusammen und bin sehr glücklich. Ihre Freundlichkeit und Ehrlichkeit lassen mich wissen, dass ich die richtige Wahl getroffen habe. Ich bin gesund und innerlich sehr ausgeglichen. Auf den langen Weg der Kultivierung bin ich mental vorbereitet. Ich weiß, dass ich bei allen Schwierigkeiten und Herausforderungen auf meinem Weg beständig und beharrlich vorwärtsgehen werde.

Ich glaube, dass ich es schaffen kann, weil ich einen aufrichtigen und orthodoxen Weg gehe.

Meine Eltern unterstützen mich nun beim Praktizieren von Falun Dafa. Als sie sahen, dass ich gesund und zufrieden bin, waren sie sehr froh. Irgendwann erfuhr ich, dass meine Tante, die seit 30 Jahren Bhikkhuni ist, mich zurück zur Pagode bringen wollte. Doch die oberste Nonne meiner früheren Pagode sagte zu ihr: „Mach dir keine Sorgen um sie und suche sie nicht auf. Sie geht jetzt den richtigen Weg. Sie ist der Mensch, der mich am meisten versteht. Und es ist ihr bewusst, dass der Schlüssel zur Kultivierung im Buddhismus darin besteht, den eigenen Geist und die innere Welt zu ändern. Das Praktizieren des Buddhismus im Alltag ist daher der schwierigste, aber dadurch auch der erfolgreichste Weg.“

Ich bin so dankbar, dass der barmherzige Buddha meine Gebete erhörte und mir einen echten Weg zur Kultivierung gezeigt hat. Vielleicht können nur diejenigen, die dem Tod gegenübergestanden und Leiden durchgemacht haben, verstehen, wie glücklich ich bin, jetzt gesund zu sein und einen aufrichtigen Weg zur Kultivierung gefunden zu haben.

Ich glaube, alles geschieht aus einem bestimmten Grund und ist vorherbestimmt. Sollten Sie meine Geschichte lesen, hoffe ich, sie wird Sie inspirieren und Ihnen Nutzen bringen.