Mutter für „verstörendes“ Foto mit ihrem Baby verachtet – Das Internet kennt die Wahrheit nicht

Epoch Times11. Oktober 2017 Aktualisiert: 1. Juli 2019 14:27
Das Internet kann ein gefährlicher Ort sein, wenn Dritte anhand eines Fotos urteilen, ohne die ganze Geschichte zu kennen. Das passierte einer Mutter aus Illinois, die unter Beschuss geriet, nachdem ein Fremder ein Foto von ihr gemacht hatte, als sie am Flughafen auf ihr Smartphone blickte während ihr Baby auf dem Boden lag.

Im Jahr 2016 wartete Molly Lensing mit ihrer jüngsten Tochter Anastasia, die damals zwei Monate alt war, auf einem Flughafen in Colorado. Sie hatten die Familie besucht und kehrten nach Hause zurück.

Nach über 20 Stunden Wartezeit braucht Anastasia dringend etwas Bewegung – und ihre Mutter den Kontakt zu ihrer Familie. In eben jenem Moment schoss ein Unbeteiligter ein Foto und lud es auf Social Media hoch. Das Foto von Molly mit ihrem Smartphone und Anastasia auf dem Boden wurde sehr schnell und sehr scharf kritisiert.

Über das Foto von Molly und ihrer Tochter schrieb der Mann auf Facebook ein Zitat von Albert Einstein: „Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem die Technologie unsere Menschlichkeit übertrifft. Auf der Welt wird es nur noch eine Generation aus Idioten geben.“

Molly erfuhr von der Kritik erst, nachdem sie viral geworden war.  Als sie anschließend mit dem Internetportal Today Parents sprach, offenbarte sie, was wirklich geschehen war.

„Eine Generation von Idioten“, die die Wahrheit nicht kennen (wollen)

„Wir erlitten das unglückselige Schicksal, nach einem Computerausfall von Delta Airlines mitten am Flughafen stecken geblieben zu sein. Anastasia lag viele Stunden lang in meinen Armen. Meine Arme waren müde. Sie musste sich strecken und ich musste mit meiner Familien kommunizieren und mich fragen, wo wir eigentlich waren“, erklärte Molly.

Die dreifache Mutter, die noch dazu als Kinderkrankenschwester arbeitet, war verärgert: Jemand hatte eine Foto von ihr gemacht, ohne ihre Zustimmung, doch noch viel Schlimmer war die Bildunterschrift, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen war.

Sie sagte: „Ich habe das Gefühl, dass meine Privatsphäre verletzt wurde. Ich hatte vor Kurzem begonnen, wieder zu arbeiten, und ich hatte Angst davor, dass meine Kollegen oder mein Vorgesetzter das Foto und die Kommentare sahen und dass sie glaubten, dass ich nicht mehr mit Kindern arbeiten sollte. Zum Glück ist das nie passiert.“

Obwohl es schon ein paar Jahre her ist, denkt Molly noch immer an das Foto und die Kommentare, aber inzwischen weiß sie, wie sie damit umgehen soll.

„Ich ignoriere die Fotos und Kommentare und lehne mich an meine Nächsten an, die mein wahres Ich kennen. Im Vergleich zum Internet bin ich machtlos, aber ich weiß, dass ich die beste Mama für meine Mädchen bin. Ich weiß, dass ich sie schätze und sie so gut wie möglich erziehe“, sagte sie. (ts)

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