Nichts konnte ihn stoppen

Epoch Times21. August 2018 Aktualisiert: 20. August 2018 7:52
Ein tapferer Junge mit zerebraler Lähmung gibt selbst bei einem Schulwettlauf nicht auf und schafft es ins Ziel zu kommen. Doch nicht nur das, er ist eine Inspiration für seine ganze Schule, die am Ende des Rennens wortwörtlich hinter ihm stand!

Mit der Diagnose Zerebralparese aufzuwachsen ist eine Herausforderung für die betroffenen Kinder. Nicht selten braucht es ein wenig Ermutigung, um eine schwierige Aufgabe zu bestehen. Zerebralparese heißt „eine durch eine Hirnschädigung ausgelöste Lähmung“ (lat. Cerebrum: Gehirn, griech. Parese: Lähmung). Schätzungen gehen von ca. zehn Millionen Kindern weltweit, die mit Zerebralparese geboren werden. Das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Muskeln funktioniert nicht richtig. Oft verkrampfen betroffene Jungen und Mädchen und haben entweder zu viel Körperspannung oder zu wenig, sodass sie dann nur noch herumliegen und nicht sitzen können.

Den Symptomen liegt eine frühkindliche Hirnschädigung zugrunde, weshalb man auch von „infantiler Zerebralparese“ spricht. Das wirkt sich z.B. als spastische Lähmung an der Hand aus: Das Gehirn gibt der Hand das Kommando, die Handmuskeln zusammenzuziehen, was dann auch geschieht. Aufgrund geschädigter Nervenbahnen folgt allerdings keine Rückmeldung ans Gehirn, dass die Bewegung ausgeführt wurde. Das Gehirn sendet daher weiterhin den Befehl zum Schließen. Die Hand lässt sich nicht kontrolliert steuern. Sie krampft sich zusammen und kann nicht mehr aus eigenem Willen heraus gelöst werden. Neben diesen Symptomen können auch andere Formen unkontrollierter Bewegungen auftreten, wie Zittern und Grimassenschneidern, was auf die Umwelt befremdlich wirken kann.

Einer unter zehn Millionen, einer mit einem unglaublich starken Willen

Matt Woodrum, 11, aus Ohio, ist einer dieser zehn Millionen und hat immer versucht, die Hindernisse zu überwinden, die ihm diese Krankheit bereitet. Von seinen Klassenkameraden wird er als mutiges Kind bezeichnet, und auch sein Sportlehrer bestätigt, dass er alles versucht, um am normalen Schulleben teilzunehmen. Auch deshalb ist er eine solche Inspiration und ein Hoffnungsträger für alle.

Matt nahm erst kürzlich einem 400-Meter-Rennen teil. Er wollte sich nicht durch diese Krankheit als Außenseiter fühlen.

„Am Morgen des Rennens war ich wirklich nervös und ängstlich, aber ich wollte es wirklich versuchen“, erinnert sich Matt, der zugegeben hat, dass er noch einmal darüber nachgedacht hatte, ob er es wirklich wagen sollte. Aber letztendlich bestand er darauf, dabei zu sein.

Das von seiner Mutter Anne Curran aufgenommene fünfminütige Video zeigt Matt, der das Rennen zusammen mit seinen Klassenkameraden beginnt. Obwohl er zurückgeblieben war, hörte Matt nicht auf, und bald bemerkte sein Sportlehrer John Blaine, dass er wie verbissen kämpfte, um auch ins Ziel einzulaufen.

Als andere Schüler in ihrer zweiten Runde den Fünftklässler überholten, ging Blaine hinüber, um nach ihm zu sehen.

„Matt, du wirst nicht aufhören, oder?“, fragte Blaine aufmunternd.

„Auf keinen Fall“, sagte Matt keuchend.

„Ich war wirklich müde, aber ich wollte immer noch nicht aufgeben“, erzählte Matt. „Ich lief einfach in meinem Tempo weiter.“

Als Matt in seiner zweiten Runde war, schlossen sich ihm einige Klassenkameraden an, rannten an seiner Seite und jubelten ihm zu: „Los Matt! Du schaffst es!“

Als auch andere Schüler den Ansporn hörten und aufblickten, um zu sehen, dass Matt tatsächlich mehr als entschlossen war weiterzumachen, schlossen auch sie sich an.

„Nun wusste er, dass er die ganze Schule hinter sich hatte“, erinnert sich ein Schüler. „… Er hörte überhaupt nicht auf, er rannte einfach weiter“, fügte ein anderer hinzu. Seine Mutter, die das alles von der Seite beobachtete, erinnerte sich im Moment an ihre Gedanken: „Ist das alles wirklich wahr?“

„Ist das alles wirklich wahr?“, fragte sich seine Mutter.

Als Matt schließlich die Ziellinie überquerte, applaudierten seine Klassenkameraden begeistert. Matt war von der Unterstützung seiner Klassenkameraden völlig begeistert. „Es war wirklich cool und ermutigend“, sagte er.

Mitzuerleben, wie die anderen Schüler ihren Sohn unterstützten, berührte Anne Curran: „Sie behandeln ihn wie jedes andere Kind. Sie sind sehr gut mit ihm und sie sind wie eine zweite Familie für ihn.“

Obwohl Matt das Rennen beendet hat, gibt er zu, dass es nicht einfach für ihn war. „Ich wusste, dass ich bis zum Schluss durchhalten würde. Aber es gab ein paar Momente während des Rennens, in denen ich wirklich aufgeben wollte“, erinnert er sich.

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Seine Mutter sagte: „Er ist seit dem ersten Tag ein Kämpfer und ich habe nichts anderes von ihm erwartet. Er zieht alles durch. Er unterdrückt den Schmerz, wie lange es auch dauern mag, bis er seine Aufgabe erfüllt. Er will wie alle anderen Kinder groß werden und auch akzeptiert werden“, fügte sie hinzu.

Das härteste Rennen war die richtige Motivation

Obwohl Matt ein langes Rennen wählte, war er bereit für die Herausforderung. „Ich bin nicht überrascht, dass er sich das härteste Rennen ausgesucht hat. Dieser Junge inspiriert und begeistert mich immer wieder“, sagte Blaine und stimmte Matts Mutter zu. „Die Kinder werden dir sagen, dass Matt niemals auf etwas verzichtet, was er vorhat. Sie wussten, dass er diese Ziellinie überqueren würde, und sie wollten dabei sein.“

Blaine fügte hinzu, dass niemand wusste, dass Matts Mutter das ganze Rennen filmte. „Es war so passend, dass wir alle zusammen waren. Matt war ein großer Teil dieses Rennens, seine Klassenkameraden waren ein großer Teil dieses Rennens. Es war ein magischer Moment“, so der Sportlehrer.

Matt zeigt uns allen, dass Aufgeben nicht die Lösung sein kann.

Mehr über Matt und sein unglaubliches Rennen im Video:

Übersetzt und überarbeitet von Jacqueline Roussety

Quelle: Boy with cerebral palsy strives to finish race with school behind him—’he didn’t stop at all’

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