Scheidungen tun weh – Brittany wurde ihr ganzes Leben lang von zwei Vätern geliebt

Epoch Times7. November 2017 Aktualisiert: 4. September 2019 17:56
Scheidungen können für alle Beteiligten verheerend sein. Oft sind es die Kinder, die mitten ins Feuergefecht der sich streitenden Eltern geraten. Nicht immer endet es so gut wie in diesem Fall ...

„Die Hochzeit ist statistisch gesehen der Hauptgrund aller Scheidungen.“ Was objektiv gesehen absolut logisch klingt, ist für die Betroffenen – und ihre Kinder – meist eine ausgesprochen hässliche Angelegenheit

Aber wenn Sie zu den wenigen Glücklichen gehören, bei denen sich die Eltern im Guten trennen konnten, und jeder einen neuen Partner findet, gewinnen Sie zusätzliche Familienmitglieder, die Sie lieben und schätzen werden. Dann kann eine Patchworkfamilie wirklich eine Bereicherung sein. Jedoch gelingt dieser Traum den wenigsten Familien.

Brittany Peck wurde ihr ganzes Leben lang von zwei Vätern geliebt; von ihrem leiblichen Vater Todd Bachman und ihrem Stiefvater Todd Cendrosky. Aber es war an ihrem Hochzeitstag im Jahr 2015, dass ihre Väter zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit aller wurden. Die Fotografin hatte viel zu tun, all diese emotionalen Momente festzuhalten.

Die Braut sollte im September 2015 heiraten, aber vorher gab es einige Komplikationen und Hürden zu bewältigen. Der Tradition nach, schreitet der Vater mit der Braut zum Altar und übergibt sie dann ihrem Bräutigam. Es ist eine einmalige Ehre für einen Vater.

Doch wenn Sie zwei Vatis haben, die Sie beide abgöttisch lieben, dann kann man als Tochter in große emotionale Konflikte kommen. Denn sich für den einen zu entscheiden, heißt sich aber auch gegen den anderen zu entscheiden. Das kann eine der härtesten Entscheidungen sein, die eine Tochter in so einem Falle zu treffen hat.

Scheidungen: „Es war wirklich sehr schwer“

Nachdem sich ihre Eltern geschieden hatten, war sie gerade mal 6 Jahre alt. Es kam zu einem hässlichen Sorgerechtsstreit und ihr Vater Todd Bachman kämpfte mit allen Mitteln für das alleinige Sorgerecht. „Es ging alles nur über unsere Anwälte und ständigen Begegnungen in Gerichtssälen“, erklärte Todd Bachman in einem Interview.

Bachman hatte kein Interesse daran, seine Tochter mit ihrer eigenen Mutter zu teilen, und noch weniger mit ihrem neuen Ehemann, Todd Cendrosky. Es war eine harte Zeit für alle, besonders für die damalige kleine Brittany.

„Vor weniger als zehn Jahren sahen sich mein Vater und mein Stiefvater nicht einmal an“, berichtet die heutige 21-jährige Brittany. „Es gab einen langen Sorgerechtsstreit und es war schlimm, wirklich schlimm. Es hat mir wirklich weh getan.“

Letztendlich aber erhielten die Eltern das gemeinsame Sorgerecht. Das bedeutete aber, dass beide Elternteile, aber auch ihr neuer Stiefvater, Todd Cendrosky, sich an ihrer Erziehung beteiligen würden. Aber er tat viel mehr als das, er liebte das Mädchen wie sein eigenes Kind. Und trotzdem, obwohl beide großartige Väter für Brittany waren, konnten sich Bachman und Cendrosky einfach nicht leiden.

Durch Scheidungen zwei Väter bekommen

Als die Hochzeit ihres kleinen Mädchens nur noch wenige Wochen entfernt war, war es sowohl für die Braut, als auch für ihre Eltern angespannt und anstrengend. Der Stiefvater Cendrosky war verletzt, weil er offiziell keine Rolle bei der Hochzeit spielte. Bachman wollte den Moment am Altar nicht teilen, und Brittany war zwischen den beiden hin- und hergerissen.

„Mein Stiefvater ist eine sehr emotionale Person. Er hat eine Woche lang nur geweint. Er meinte: Ich habe einen Smoking, aber ich habe nichts Besonderes zu tun.“

Aber beide Männer bedeuteten Brittany so viel. Sie wollte, dass sie beide bei der Hochzeit an den väterlichen Ehrungen teilnahmen, wusste aber, dass eine Lösung angesichts ihrer Beziehung höchst unwahrscheinlich war.

„Mein größter Wunsch war doch, dass beide mit mir zum Altar schreiten könnten. Aber ich wusste auch, wie mein Vater sich dann fühlen würde. Ich meine, wir haben alle zusammen so viel durchgemacht; es schien einfach nicht möglich zu sein.“

Niemand hielt es für möglich, dass sich hier ein Ausweg auftun würde.

Dann kam der große Tag und es geschah ein Wunder!

„Er kam und packte meine Hand und sagte: Sie haben an ihrer Erziehung so hart gearbeitet wie ich. Sie werden uns helfen, unsere Tochter zum Traualtar zu führen,“ sagte Todd Cendrosky.

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„Ich bekam so weiche Knie, dass ich mich kaum auf den Beinen halten konnte. Das war der schönste Moment in meinem Leben.“

So schritten beide Väter mit „ihrer“ Tochter zum Traualtar und übergaben die Braut an ihren Mann. Brittany war in diesem Moment die glücklichste Braut der Welt.

„Ich habe immer von diesem Bild geträumt, seit ich wusste, dass mein Stiefvater mein zweiter Vater werden würde. Aber ich habe auch immer gewusst, dass es aufgrund der schwierigen Familiensituation nicht passieren würde, da sich alle nicht miteinander verstanden.“


Todd Cendrosky teilte das gleiche Gefühl und hatte sich auch immer auf diesen Tag gefreut.

„Ich wollte sie so gerne zum Traualtar geleiten. Vom ersten Tag an sah ich sie als meine eigene Tochter an. Aber ich wusste, dass ihr leiblicher Vater das eigentliche Recht dazu hatte. Aber das war nun seine Art, mich einzubinden.

Er hat mich mit dieser Geste zum glücklichsten Menschen gemacht!“

Todd Bachmann meinte nur dazu: „Wenn dieser Mann dein Kind akzeptiert und sie wie eine eigene Tochter behandelt, wie könnte man dann keinen Respekt für so jemanden haben?“

Der leibliche Vater der Braut sagte, dass er diese Idee schon vor einer Weile geplant hatte. Er wusste, dass es für seine Tochter die Welt bedeuten würde und entschied, dass es Zeit war, ihre Differenzen beiseite zu legen, um der Braut den Tag zu schenken, von dem sie immer geträumt hatte.

Als seine verzweifelte Tochter ihn zwei Wochen vor der Hochzeit anrief, um ihre Bedenken auszudrücken, sagte er ihr, sie solle sich keine Sorgen machen – er hätte bereits einen Plan.

Foto sorgte für Aufsehen

Aber niemand wusste, dass dieser Plan zu einem der herzerwärmendensten Momente der Zeremonie werden würde. Diesen Moment hielt die Hochzeitsfotografin Delia D. Blackburn für alle Beteiligten fest. Es wurde für alle ein wunderbarer Tag.

Die Familie hofft nun, dass diese Fotos als Inspiration für andere geschiedene Familien dienen um zu zeigen, dass es immer eine Lösung geben kann. Wenn alle Beteiligten mitmachen.

„Das ist nicht über Nacht geschehen. Aber als sich der Rauch verzogen hatte, denke ich, dass ich meinem Kind die größte Freude bereitet habe. Und ich habe erkannt, dass Todd mein Kind ganz wunderbar mit erzogen hat.“ (cs)