Vater weiß nichts mit den Haaren seiner Tochter anzufangen – Dann greift die Busfahrerin zum Kamm

Epoch Times17. August 2018 Aktualisiert: 16. August 2018 17:11
Nach dem Tod der Mutter muss ein Vater erst lernen, wie er die Haare seiner Tochter zu frisieren hat. Diese kleine Geste verdeutlicht, wie die kleinen Dinge den Alltag bestimmen und ein Familienleben prägen können.

Wie viele kleine Mädchen suchen jeden Tag die Hilfe ihrer Mutter, wenn es darum geht ihre Haare jeden Morgen zu kämmen oder zu flechten, bevor sie in die Schule gehen? Vermutlich alle … Auch für die 11-jährige Isabella aus Utah gehörte diese Zeremonie zu ihrem Leben. Als aber ihre Mutter im Jahr 2015 auf tragische Weise an einer seltenen Krankheit verstarb, hatte Isabella nun niemanden mehr, an den sie sich wenden konnte.

Ihr Vater war völlig hilflos und überfordert als alleinerziehender Vater. Nach dem Tod seiner Frau muss Phillip Pieri die Rollen von Mama und Papa für seine beiden Kinder, einen Sohn und eine Tochter, übernehmen und versucht sein bestes zu geben. Aber eines scheint ihm einfach nicht zu gelingen: die Haare seiner 11-jährigen Tochter so zu stylen, wie die Mutter das jeden Tag gemacht hatte.

„Meine Tochter wurde richtig sauer auf mich, weil ich sie aus Versehen immer an den Haaren zerrte“, sagte ihr Vater Phillip Pieri. „Ich wusste nicht, wie ich es machen sollte. Hier hatte ich einfach zwei linke Hände.“

Um ihn von all dem morgendlichen Ärger zu schützen wurde Isabella ein Kurzhaarschnitt verpasst. Aber als Isabellas Haar nachwuchs, fing das Mädchen an, sich selbst zu frisieren. Es sah sehr unbeholfen aus. Da der Vater jeden morgen früh zur Arbeit fuhr, musste sich Isabella selbst für die Schule fertig machen.

Da sie nun niemanden mehr hatte, der ihr die Haare frisieren konnte, entschied sich das junge Mädchen für einen klassischen Pferdeschwanz. So ging es eine ganze Weile – bis sich die Busfahrerin Tracy Dean als große Helferin erwies.

Eine Busfahrerin mit zwei goldenen Händen

„Eines Tages kam Isabella nach Hause und sah wunderschön aus“, erinnert sich ihr Vater. Er fand heraus, dass seine Tochter Tracy gefragt hatte, ihre Haare zu flechten, nachdem sie beobachtet hatte, wie die Fahrerin einer Klassenkameradin einen Zopf geflochten hatte.

„Ich hatte mir einfach gedacht … was, wenn es mein Kind wäre? Wie möchte ich, dass mein Kind behandelt wird? Und so habe ich gerne geholfen und die Mädchen glücklich gemacht“, sagte Tracy in einem Interview.

Von diesem Tag an frisiert Tracy, selbst Mutter von vier Kindern und inzwischen Oma, Isabellas Haare jeden Morgen.

„Es gibt mir für eine kleine Weile das Gefühl, eine Mutter zu haben“, so Isabella. Und sie freut sich immer darauf, was Tracy wohl am nächsten Tag aus ihren Haaren zaubert.

„Wir machen normalerweise zwei französische Zöpfe und ab und zu will sie nur einen Zopf, der aber auch dann speziell von mir geflochten wird“, so Tracy. Es sind eben doch die kleinen Dinge, die das Leben schön machen – und die Haare.

Mehr über die hilfsbereite Busfahrerin und ihre Flechtkunst im Video:

Übersetzt und überarbeitet von Jacqueline Roussety

Quelle: Dad doesn’t know how to fix daughter’s hair after mom passes—but then, bus driver grabs a comb

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