Glühwürmchen, Lava und Eisriesen – Die 9 schönsten Höhlen der Welt

Epoch Times14. August 2018 Aktualisiert: 13. August 2018 17:06
Einige der schönsten Plätze der Erde liegen unter der Erde. Ob riesig groß, mit gigantischen Kristallen gefüllt oder Heimat von Glühwürmchen, die aussehen wie Fabelwesen, diese neun Höhlen zählen zu den schönsten der Welt!

Nur wenige Orte auf der Erde faszinieren Menschen so wie Höhlen, kein Wunder, denn es gibt genug Geschichten über Schätze, die scheinbar nur noch darauf warten, gefunden zu werden. Doch nicht immer besteht ein Schatz aus Gold und Silber. Manche Höhlen sind selbst ein Schatz.

1 – Sơn Đoòng-Höhle (Vietnam)

Die Sơn Đoòng Höhle wurde erstmals 1991 von Einheimischen im Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark entdeckt. International ist sie jedoch erst seit 2009 bekannt, als sie von der British Cave Research Association erforscht wurde.

Die Sơn Đoòng Höhle gilt mit 38,4 Millionen Kubikmetern Volumen als die größte Höhle der Welt und verläuft rund 9 Kilometer durch weichen Kalkstein. Die Gesamtlänge des Höhlensystem beträgt jedoch weit über 100 Kilometer.

Um die Höhle besichtigen zu können, müssen spezielle Touren gebucht werden. Dabei können die Besucher zwischen einem Tag und maximal vier Tage (inklusive 3 Nächte im Zelt) wählen.

2 – Mammut-Höhle (USA)

Die Mammut-Höhle befindet sich im Mammoth Cave National Park in Kentucky, USA. Sie ist ein Teil des Flint Ridge Systems, zu dem auch andere Höhlen wie die Crystal Cave, die Onyx Cave und die Salts Cave gehören. Mit einer Länge von 139,2 km ist dieses Höhlensystems das längste der Welt.

Die Höhle ist nur mit einer Führung zugänglich, die aufgrund der starken Nachfrage im Voraus gebucht werden sollte.

3 – Höhle der Kristalle (Mexiko)

Im Jahr 2000 entdeckten Bergleute, die einen neuen Tunnel unter der Naica-Mine in Mexiko gruben, ein „geologisches Wunder“. Darauf hin nannten sie die Höhle „Höhle der Kristalle“ oder „Riesenkristallgrotte“.

In einer Tiefe von 300 Metern kann die Höhlenumgebung Lufttemperaturen von bis zu 58 °C und eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 99 % erreichen. Dies hat einige der größten jemals gefundenen Selenitkristalle mit einer Länge von bis zu 14 Metern hervorgebracht.

Aufgrund der extrem hohen Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ist eine Besichtigung der Höhle nicht möglich.

4 – Die Eisriesenwelt (Österreich)

Die Eisriesenwelt ist eine natürliche Kalkstein- und Eishöhle in Werfen (Österreich) und befindet sich ca. 40 km südlich von Salzburg. Die Höhle befindet sich im Inneren des Hochkogels (Tennengebirge). Es ist die größte Eishöhle der Welt, die sich über 42 km erstreckt und jedes Jahr von etwa 200.000 Touristen besucht wird.

Die erste offizielle Entdeckung der Eisriesenwelt erfolgte 1879 durch den Salzburger Naturforscher Anton Posselt, obwohl er nur die ersten zweihundert Meter der Höhle erforschte. Vor seiner Entdeckung war die Höhle nur den Einheimischen bekannt. Sie glaubten, dass dies ein Eingang zur Hölle sei und sich weigerten sich deshalb die Höhle zu erforschen.

Für einen Besuch dieser Höhle können unterschiedliche Attraktionen gebucht werden.

5 – Waitomo-„Glowworms“-Höhle (Neuseeland)

Die Waitomo-Glowworm-Höhle ist eine beliebte Attraktion bei Waitomo, auf der Nordinsel von Neuseeland. Sie ist bekannt für ihre Langhornmücken (Arachnocampa luminosa), die ähnlich wie unsere einheimischen Glühwürmchen leuchten. Die Kalksteinbildung in der Höhle erfolgte vor etwa 30 Millionen Jahren, als die Region noch unter dem Ozean lag.

Erst als sich der harte Kalkstein durch Erdbewegungen unter dem Ozean verbog und sich über den Meeresboden erhob, entstanden die Höhlen. Als das Gestein der Luft und somit Erosion ausgesetzt war, spülte Wasser die Höhle über Millionen von Jahren aus.

In einer 45-minütigen Führung können Touristen die Höhle besuchen.

6 – Cango-Höhlen (Südafrika)

Die Cango-Höhlen befinden sich am Fuße der Swartbergenkette, in der Westkap-Provinz von Südafrika. Die Höhlen wurden 1780 von einem lokalen Bauern namens Jacobus Van Zyl wiederentdeckt und erstrecken sich über etwa 4 km. Das dreiteilige Höhlensystem zählt heute zu eines der schönsten Höhlensysteme der Welt und beherbergt große Tropfstein-Formationen.

Heute ist nur noch der erste Höhlenabschnitt von Südafrikas ältester Touristenattraktion für Besucher zugänglich. Für besonders abenteuerlustige Touristen ist eine spezielle Führung möglich, bei der sie durch eine schmale, gerade einmal 27 Zentimeter hohe Spalte klettern müssen.

7 – Callao-Höhle (Philippinen)

Die Callao-Höhle ist eine 24 km lange Kalksteinhöhle auf den Philippinen und Teil des Nationalparks. Zusätzlich gehören weitere 300 Höhlen zur beleibtesten Touristenattraktion der Provinz. Das Höhlensystem von Callao besteht aus sieben Kammern, die jeweils durch einen  natürlichen Spalt mit Licht versorgt werden.

Um diese Höhle zu besuchen ist keine Anmeldung oder Führung nötig.

8 – Kristallhöhle (Bermuda)

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Die Kristallhöhle liegt im britischen Überseegebiet Bermuda in der Nähe von Castle Harbour. Sie ist ca. 500 Meter lang, 62 Meter tief und entstand zu einer Zeit, als der Meeresspiegel noch niedriger war. 1905 entdeckten Carl Gibbons und Edgar Hollis, zwei 12-jährigen Jungen die Höhle, als sie auf der Suche nach einem verlorenen Kricketball waren.

Seit 1907 ist sie eine der Touristenattraktion der Gegend. Abgesehen von wenigen Feiertagen ist sie täglich für Besucher geöffnet. Zusätzlich werden Führungen angeboten.

9 – Cueva de los Verdes (Spanien)

Die Cueva de los Verdes ist eine Lavaröhre und Touristenattraktion in der Gemeinde Haria auf der Kanarischen Insel Lanzarote. Sie liegt im Monumento Natural del Malpaís de La Corona, einem Schutzgebiet der Kanarischen Inseln. Die Höhle entstand vor etwa 3.000 Jahren durch Lavaströme, die vom nahen Vulkan Monte Corona über die Malpaís de la Corona in Richtung Meer flossen.

Das 7 km lange Höhlensystem gilt als der längste Lavatunnel der Erde und ist gerade einmal zu 50 Prozent zugänglich. Außerdem ist ein Großteil der Höhle noch unerforscht.

Seit 1964 wird die Höhle offiziell als Touristenattraktion genutzt. Die Besucher dürfen die Höhle dabei nur unter Aufsicht betreten. Während einer 40-minütigen Führung werden die Touristen durch den einen Kilometer langen, betretbaren Teil der Höhle geführt.

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