LIVESTREAM: Die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts + Uhrzeiten

Epoch Times24. July 2018 Aktualisiert: 27. Juli 2018 21:43
Bei der heutigen Mondfinsternis wird die totale Phase zwischen 21:30 bis 23:13 erreicht, die maximale Verfinsterung ist um 22:22 erreicht. Hier ein LIVESTREAM für diejenigen, bei denen Wolken sind.

Am Abendhimmel über Deutschland ist am 27. Juli 2018 die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts zu sehen. Der Vollmond wird vor Mitternacht für knapp zwei Stunden völlig in den Kernschatten der Erde eintauchen und sich kupferrot verfärben, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Freitag in Köln mitteilte.

Insgesamt 103 Minuten wird das Himmelsereignis dauern. Erst am 9. Juni 2123 wird es laut DLR eine drei Minuten längere Mondfinsternis geben. Und erst an Silvester 2028 wird in Mitteleuropa wieder eine Mondfinsternis, ähnlich wie jetzt, in ihrem vollen Verlauf zu sehen sein.

Finsternisse sind das Ergebnis des himmlischen Wechselspiels von Sonne, Mond und Erde. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond – der Vollmond taucht also in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft.

Zur ungewöhnlichen Gesamtlänge der totalen Verfinsterung von 103 Minuten – also fast eindreiviertel Stunden – trägt die aktuelle Position des Erdtrabanten auf seiner elliptischen Bahn bei. Denn die Finsternis ereignet sich zu einem Zeitpunkt, in dem sich der Mond im erdfernsten Abschnitt seiner Bahn um die Erde befindet.

LIVESTREAM von RT

LIVESTREAM durch Space Googlevesaire / NASA (Weiterleitung)

IDie Redaktion von ​Haushaltstipps.net hat die wichtigsten Informationen zur totalen Mondfinsternis am 27. Juli 2018 zusammengestellt:

  • Die totale Phase dauert von 21:30 bis 23:13, die maximale Verfinsterung ist um 22:22 erreicht.

Gut 406.000 Kilometer ist der Mond am Freitag von unserem blauen Planeten entfernt – zum Vergleich: Die durchschnittliche Entfernung zwischen beiden Himmelskörpern beträgt „nur“ knapp 385.000 Kilometer. In Erdferne aber bewegt sich der Mond etwas langsamer auf seiner Bahn als in Erdnähe. Deshalb dauert auch die Finsternis etwas länger.

aus Sicht der Meteorologen spricht einiges dafür, dass viele Menschen in Deutschland am Freitagabend den Blutmond beobachten können: In der Nacht zum Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst vielerorts klaren Himmel oder aber nur geringe Bewölkung.

Die totale Mondfinsternis im Juli wird die längste des gesamten 21. Jahrhunderts sein: Der Mond taucht für eine Stunde und 44 Minuten vollständig in den Erdschatten ein. Foto: Sven Hoppe/dpaIn jedem Fall ist es den Experten zufolge unabdingbar, sich einen Beobachtungsplatz zu suchen, von dem aus in südöstlicher Richtung ein freier Blick bis zum Horizont möglich und der weitgehend frei von störenden irdischen Lichtquellen ist. Mit einem Feldstecher ist die Mondfinsternis noch beeindruckender zu beobachten.

Mars und ISS neben dem Mond sichtbar

Neben dem Mond, ist sich auch unser Nachbarplanet Mars in einer äußerst beobachterfreundlichen Position. Er befindet sich zur Zeit auf einer Linie mit Sonne und Erde, wobei die Erde von oben betrachtet zwischen Sonne und Mars steht. Astronomen sagen dazu, der Mars befindet sich in Opposition zur Sonne. Und diesmal steht der Mars bei seiner Opposition besonders nah an der Erde – der Abstand beider Himmelskörper schrumpft auf 57,6 Millionen Kilometer.

Angesichts einer Durchschnittsentfernung von 228 Millionen Kilometern kommt der Rote Planet also der Erde sehr nah – sogar so nah wie seit 15 Jahren nicht mehr. Entsprechend hell leuchtet der von der Sonne angestrahlte Planet am Nachthimmel.

Laut Deutschen Raumfahrtzentrum DLR wird die ISS während der Finsternis übrigens für knapp zehn Minuten am Abendhimmel über Deutschland zu sehen sein. Kurz nach der Mitte der totalen Mondfinsternis gegen 22.30 Uhr geht die ISS demnach nahe der hell leuchtenden Venus im Westen auf und zieht um 22.34 Uhr am Polarstern – also am Himmelsnordpol – vorbei.

Solange die ISS über die Nachtseite der Erde fliegt, werden die Astronauten an Bord, darunter auch der deutsche Alexander Gerst, die Mondfinsternis beobachten können. Sie sehen die Finsternis allerdings ganz unabhängig vom irdischen Wetter und ungestört von atmosphärischen Störungen. „Alexander, dann bitte melden“, bat das DLR im Vorfeld den prominenten deutschen Raumfahrer.

Die Mondfinsternis und der chinesische Himmelsdrache

Dass eine Mondfinsternis nicht jedes Mal bei Vollmond auftritt, ist auf die leichte Neigung der Mondbahn gegen die Ekliptik – die Ebene der Erdbahn – zurückzuführen. Wegen dieser Neigung von rund fünf Grad wandert der Mond auf seiner Bahn um die Erde meist ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei.

Nur wenn der Vollmond exakt in einem der beiden Schnittpunkte von Mondbahn- und Erdbahnebene steht, wird er vom Erdschatten erfasst. Diese Schnittpunkte heißen auch Drachenpunkte – in Anlehnung an die chinesische Mythologie: Beim Anblick einer Finsternis glaubten die Menschen im alten China, dass ein Himmelsdrache das Gestirn verschlingt. (afp/ts)

Auch auf der ISS

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