„Elben-Kröte“ und „Skywalker-Affe“: 157 neue Arten in Mekong-Region entdeckt

Epoch Times13. Dezember 2018 Aktualisiert: 12. Dezember 2018 12:24
Kaum entdeckt und schon bedroht. Unter den 157 im letzten Jahr entdeckten Arten befinden sich exotische Arten, der Skywalker-Hoolock-Gibbon zählt jedoch schon jetzt zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Schuld daran ist der Mensch.

In der Mekong-Region in Asien sind einer Studie zufolge innerhalb eines Jahres insgesamt 157 neue Arten entdeckt worden. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Umweltschutzorganisation WWF mit dem Titel „New Species on the Block“ hervor, der die Ergebnisse und Resultate hunderter Wissenschaftler aus Laos, Vietnam, Thailand, Myanmar und Kambodscha zusammenträgt.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr drei Säugetiere, 23 Fische, 14 Amphibien, 26 Reptilien und 91 Pflanzen neu beschrieben worden. 2016 waren es nur 115 neue Arten. Zwischen 1997 und 2017 seien damit in dieser Region 2681 neue Arten entdeckt worden.

Elben-Kröte und Skywalker-Hoolock-Affe

Unter den Funden seien auch „einige sehr phantastisch anmutende Exoten wie etwa eine Bergkröte (Ophryophryne elfina), die durch ihre Hörner entfernt an einen ‚Elben‘ erinnern soll“, teilte der WWF mit. Gefunden wurde sie demnach „passender Weise in einem moosbewachsenen Nebelwald, den die Forscher ‚Elfenhain‘ nennen“.

Eine weitere neu entdeckte Art ist dem Bericht zufolge eine Affenart: der Skywalker Hoolock Gibbon (Hoolock tianxing). Mit der Namensgebung habe sich der Entdecker als Fan der Weltraumsage „Star Wars“ zu erkennen gegeben.

Kaum entdeckt schon bedroht, der Skywalker-Gibbon zählt zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt

Allerdings stehe es schlecht um diese auch namentlich so exotischen Tiere, wie der WWF schreibt. „Der Skywalker Gibbon ist eine der 25 bedrohtesten Affenarten der Welt“, sagte Stefan Ziegler, Referent für die Region „Greater Mekong“ beim WWF Deutschland. Schuld daran sei der Mensch.

Massive Lebensraumzerstörung, riesige Wasserkraftanlagen und Wilderei im großen Stil machten nicht nur den Affen das Leben schwer, sondern bedrohten den gesamten Naturraum. Das „Goldenen Dreieck“, eine Region in der Thailand, Myanmar und Laos aufeinandertreffen, gilt als Hochburg des illegalen Wildtierschmuggels.

„In der Mekong-Region gibt es vermutlich noch unzählige Arten, die die Wissenschaft nicht kennt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Wenn wir ihn verlieren, verschwinden Tiere und Pflanzen von deren Existenz die Menschheit nicht einmal wusste“, sagte Ziegler. Die biologisch wertvollen Gebiete am Mekong müssten grenzüberschreitend und dauerhaft geschützt und die natürlichen Ressourcen nachhaltig genutzt werden. (afp/ts)

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