Als die Löwin feststellt, dass ihre Beute schwanger war, wird sie augenblicklich wieder zur liebenden Mutter

Von 29. Juli 2017 Aktualisiert: 24. August 2017 8:54
Wir wissen alle, dass der Unterschied zwischen Mensch und Tier die Fähigkeit ist, Emotionen zu zeigen. Während Tiere auf ihren Instinkt vertrauen, denken Menschen über ihr Handeln nach, was zu unterschiedlichen Entscheidungen führt. Doch die folgende einmalige Beobachtung stellt diese Theorie auf den Kopf. Eine Löwin scheint ein schlechtes Gewissen bzw. Mitleid zu haben. Dieses Verhalten lässt Experten weltweit rätseln und stellt die bisherigen Erkenntnisse über die Tierwelt infrage.

Während einer geführten Safari im Madikwe Reservat, wurden Gerry Van Der Walt und seine Gruppe Zeugen eines außergewöhnlichen Zwischenfalls. Eine Löwin verspeiste gerade eine tote Antilope als Mittagessen.

Nun, das allein ist nicht wirklich außergewöhnlich, geschweige denn selten. Aber als die Löwin entdeckt, dass ihre Beute schwanger war, verändert sich die Situation umgehend.

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Als sie die inneren Organe der Antilope verspeist, erblickt sie das Ungeborene und erschrickt sichtlich. Von einem Augenblick zum nächsten wird aus der Jägerin eine Mutter. Sie bedauert ihre Entscheidung genau diese Antilope erlegt zu haben und zeigt Reue.

Gerry erinnert sich daran schon viele Löwen gesehen zu haben, deren Beute schwanger war, doch normalerweise hatten sie einfach weiter gefressen. „Aber die Szene, die diesmal folgte, verschlug uns die Sprache.“

„Die Löwin half quasi bei der Geburt der Antilope und legte die junge Antilope vorsichtig auf den Boden,“ so Gerry weiter. „Sie verbrachte eine geraume Zeit damit, die Antilope zu beschnüffeln und zu untersuchen.“ Doch auch das ist noch nicht (sehr) ungewöhnlich.

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Die Löwin versuchte festzustellen ob das Jungtier noch lebte und als sie sich sicher war, dass es zu spät war, legte sie es hinter einen Busch. Sie selbst verließ die Stelle, blieb jedoch immer in unmittelbarer Nähe der Sträucher. Außerdem hörte sie damit auf, die erwachsene Antilope zu verspeisen, und sah traurig aus. Ihre Mutterliebe sprach aus ihrem Verhalten.

„Sie kehrte zurück und legte das Jungtier erneut auf den Boden, sah sich immer um und schien sehr nervös und angespannt zu sein, so als ob von irgendwo Gefahr drohe,“ sagte Gerry. „Sie stupste die junge Antilope wieder und wieder mit der Nase. Dann hob sie sie an, als ob sie eins ihrer eigenen Jungtiere wäre“

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Die Gruppe konnte beobachten, wie sie das Jungtier wieder zurück hinter die Sträucher trug und es vorsichtig im dichten Gras ablegte, so als ob sie es begraben wolle. „Sie stupste es noch ein paar mal an und schien immer noch sehr angespannt, so als ob sie entweder Hilfe oder Gefahr erwartete,“ so der Reiseführer.

Zum Abschluss sagte Gerry, „Es war definitiv einer der außergewöhnlichsten Momente einer Löwin, die ich jemals beobachten konnte. Was hat sie sich dabei gedacht? Warum hat sie so gehandelt, wie sie gehandelt hat?“

Sie blieb neben der toten Mutterantilope liegen und traute sich nicht sie zu verlassen. Es schien, als ob sich die Löwin schuldig fühlte, für dass, was sie getan hatte.

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Der Fall zeigt, dass auch Tiere eine Art Bewusstsein haben und einfühlsam sein können. Das allein ist genug, um viele Lehrbücher neu zu schreiben und dieses Phänomen weiter zu erforschen.

(h/t: ntd.tv)

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