Ein Blick in diese gold-gelben Augen reichte und er verliebte sich in den Welpen – Doch der war kein gewöhnlicher Hund

Epoch Times27. September 2017 Aktualisiert: 27. September 2017 16:46
Ein Student entdeckte diesen süßen Welpen an der Seite eines Hauses und augenblicklich verliebte er sich in ihn - Doch das Beste war, neben dem Welpen fand er ein Schild auf dem Stand "free puppy". Also nahm er ihn mit, aber schnell erkannte er, dass Neo kein gewöhnlicher Welpe war ...

Der Teenager nahm den Welpen mit, doch kaum zu Hause angekommen stellte er fest, dass irgendetwas mit Neo, wie er ihn nannte, nicht stimmte. Es stellte sich heraus, dass Neo schwierig zu erziehen war. Außerdem bedurfte er der ständigen Aufmerksamkeit seines Herrchen.

Dies wiederum war fast unmöglich, denn der Teenager war Voll-Zeit-Student und daher oft in der Uni statt Zuhause. So musste Neo oft allein im Garten spielen.

Doch Neo war kein normaler Welpe, das stellte sich auch beim Spielen im Garten heraus. Er grub sich unter seinem Zaun durch oder sprang einfach darüber hinweg, um zum Nachbarsgrundstück zu laufen und dort mit den Hunden zu spielen.

Als sein Herrchen dies herausfand, versuchte er einen höheren Zaun zu bauen, doch vergeblich. Neo kaute die Drahtmaschen durch und floh erneut – Er war ein wahrer Ausbruchskünstler.

Auch die Nachbarn mussten feststellen, dass Neo anders war als ihre Deutschen Schäferhunde. Zuerst ließen sie ihn auch ins Haus, damit er mit den anderen Hunden spielen konnte, doch Neo ignorierte sie einfach. Das ging so weit, dass er Blickkontakt mit den anderen Vierbeinern vermied und sich im Badezimmer versteckte.

Aber das ist noch nicht alles. Als die Eltern des Studenten ihn mit Leckerlis hervorlocken wollten, zeigte er nicht das geringste Interesse.

Nachdem Neo wieder und wieder aus seinem Grundstück ausbrach und die Nachbarn besuchte, weil sein eigenes Herrchen studieren musste und ihm nicht die ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lassen konnte, wurde es ihnen zu viel und sie beschwerten bei ihren Nachbarn – erneut.

Auf Drängen seiner Eltern stimmte Neos Herrchen zu, dass es für ihn besser sei, in fachkundige Hände übergeben zu werden. Doch so einfach sollte es nicht werden. Die Eltern packten Neo vorsichtig ins Auto und fuhren zu einem nahe gelegenem Tierheim und wollten fragen, ob sie ihn aufnehmen können.

Maureen O’Nell, ehemalige Chefin des Tierheims im Süden Arizonas erinnert isch gut an Neos Ankunft. Sie war mit einem Mitarbeiter vor der Tür in ein Gespräch vertieft, als das Pärchen mit Neo um die Ecke bogen.

Augenblicklich merkte sie, dass er ungewöhnlich scheu war und dass dies kein normaler Besuch werden sollte. Sie unterbrach ihr Gespräch, ging direkt auf die Eltern zu und fragte: „Sie wissen schon, dass das kein Hund ist, oder?

Wie sich herausstellte, hatten auch die Nachbarn an Neos Hunde-Stammbaum Zweifel und in der Tat. Neo war ein Wolfshund – einer mit mehr Wolf als Hund im Blut.

Maureen, sagte zu The Dodo, dass sie nach kurzer Recherche herausfand, dass es in Arizona illegal ist, einen Wolfshund zu halten – es sei denn, man ist ein echter Ur-Einwohner mit indianischen Wurzeln oder hat eine spezielle Erlaubnis. Wenn Sie Neo also in ihr Tierheim aufnehmen würden, müssten sie dies den Behörden melden.

Vielleicht auch um den vielen Papierkram – oder gar Neos Einschläferung – zu vermeiden kontaktierte die Chefin des Tierheims die Organisation „Wolf Connection“, die sich mit der Rettung und Unterbringung von Wölfen beschäftigt.

Als Neos Herrchen erfuhr, dass er keinen Hund als Haustier hatte und dass das, was er tat, eigentlich illegal war, stimmte er zu, Neo in die Hände der Wolf Connection zu geben.

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Am meisten freute sich wohl Neo über den erneuten Ortswechsel. Schon in seiner ersten Nacht im Wolfsreservat heulte er mit den anderen Wölfen und obwohl das Ärzteteam zuerst versuchte ihn in „Einzelhaft“ zu halten, um ihn zu untersuchen, brauchte er nicht lange, bevor er ausbrechen konnte.

Er wusste genau, wo er hingehörte – zu den anderen Wölfen. „Neo wartete nicht, um zu sehen, ob er ins Rudel passt“, sagte Maureen. „Er wusste, dass er dazugehört.“ Und so ging Neo direkt zu Maya, der Rudelführerin, und begrüßte sie.

 

Neos Steckbrief

Neo ist schüchtern, neugierig und voller Energie. Neo mag es, Freunde zu haben. Er entkam immer wieder aus dem Haus und Hof des jungen Mannes, der ihn gefunden hat, und rannte zu den Deutschen Schäferhunden des Nachbarn hinüber!  Schließlich, müde von den Beschwerden, haben die Eltern ihrem Sohn gebeten, Neo abzugeben.

Als sie versuchten, ihn dem örtlichen Tierheim zu übergeben, vermutete die im Tierheim arbeitende Frau, dass Neo kein gewöhnlicher Hund war und das er im Tierheim bald eingeschläfert werden müsse. Also bat sie die Familie, ihn so lange bei sich zu behalten, bis sie ein neues Heim für ihn ausfindig machen konnte.

Wolf Connection freut sich über ihn! Er beginnt seine Ausbildung, um sich an die Arbeit mit dem Personal und vielleicht auch mit der Öffentlichkeit zu gewöhnen. Und ja, er hat schon ein paar Freunde, mit denen er spielt und kuschelt wie ein echterer Welpe des Rudels.