Hund wird elf mal adoptiert, kommt elf mal zurück – Er hat sein Zuhause schon gefunden

Epoch Times19. November 2017 Aktualisiert: 19. November 2017 18:14
Kay Hyman arbeitet schon seit 20 Jahren mit verschiedenen Tierheimen zusammen, aber einen Hund wie Gumby hat er noch nie getroffen.

Gumby ist ein Hound-Mix: er ist groß, schlaksig und voller Energie. Seine Fähigkeiten sich aus brenzligen Situationen zu befreien, sind unheimlich gut. Sein Gebell hört sich sehr speziell an, ist aber für Hunde seiner Rasse kennzeichnend.

Diese Hunde sind in den Südstaaten der USA, wo sie Gumby fanden, weit verbreitet. Die Tiere sind bekannt für ihre Hartnäckigkeit. Viele Mischlinge, die die Tierheime finden, sind Jagdhunde, die nicht so fähig waren und ihre Aufgabe in den Augen der Besitzer nicht gut genug erledigt haben. Es ist unklar, ob sie ihrem Besitzer weggelaufen sind oder ausgesetzt wurden.

Als die Retter diesen streunenden Hund zum ersten Mal sahen, war er gesund und wohlgenährt, was ihn schon von anderen Hunden unterschied. Er war kein „durchschnittliche Streuner“ und er sah auch nicht so aus, als wäre er misshandelt wurden. Es schien aber auch nicht so, als hätte er einen Besitzer. Die Mitarbeiter des Tierheimes vermuteten auch, er sei erst kürzlich ausgerissenen oder ausgesetzt worden.

Gumby musste nicht lange im Tierheim bleiben, bevor er ein neues Zuhause fand ‒ aber sein erster Aufenthalt war so kurz, wie die Mitarbeiter des Tierheims es noch nie erlebt hatten.

„Bei den ersten Besitzern war er nur 3 Tage“, erklärte die Charleston Animal Society. „Das nächste mal verabschiedeten wir uns 2014 von ihm ‒ da war er aber auch nur doppelt so lange weg wie das erste Mal.“

Beim dritten Vermittlungsversuch hatte das Tierheim große Hoffnung. Es war am Ende aber eine noch größere Katastrophe als die ersten beiden Male. Gumby wurde während der Übergangszeit in das neue Zuhause vier Mal von vier verschiedenen Personen ins Tierheim zurückgebracht.

Beim ersten Mal hatte ein gutherziger Mensch den verloren gegangenen Gumby gefunden und ihn ins Tierheim zurückgebracht, nachdem er dem neuen Besitzer weggelaufen war.

Beim zweiten Mal tauchte ein Tierarzt mit Gumby in der Tür auf. Und die Familie, die ihn da aufgenommen hatte, brachte Gumby auch noch zweimal zurück ‒ sie fürchteten, dass er wieder weglaufen und ihm dann vielleicht etwas passieren würde.

Gumby lief im allgemeinen sehr gern und oft weg.

Die Familie hatte Angst, dass er nicht zurückkommen könnte und sie dann nicht einmal wissen würden, was ihm geschehen war: Ob er vielleicht irgendwo verletzt war und auf Hilfe wartete oder er tödlich verunglückt war. Als er das zweite Mal wieder einfach weglief, waren sie sehr traurig und sagten, dass sie Gumby nicht unter Kontrolle bringen könnten und ihn daher lieber wieder im Tierheim lassen.

Gumby blieb dann ein paar Monate im Tierheim. Das Tierheim warnte jede neue Familie davor, dass er gern weglief. Aber schließlich nahm ihn trotzdem eine vierte Familie bei sich auf.

Vier Monate lang hatten die Mitarbeiter des Tierheims von Gumby nichts mehr gehört oder gesehen. Es schien so, als hätte er sein neues Zuhause gefunden. Eines Tages wurde dann ein Streuner ins Tierheim gebracht.

Die Mitarbeiter erkannten ihn sofort: Es war Gumby.

Etwas mehr als einen Monat später versuchte ein fünfter Besitzer, Gumby zu sich zu nehmen. Es dauert in etwa genauso lange wie die letzten Male ‒ dann tauchte wieder ein Streuner in ca. 30 km Entfernung von der Charleston Animal Society auf. Und es war wieder einmal Gumby.

Beim sechsten Besitzer, war Gumby noch viel schneller wieder im Tierheim zurück als sonst.

Am Ende des Jahres rückten die Feiertage näher und das Tierheim wollte noch einmal versuchen ein neues Zuhause für Gumby zu finden. Der Aufenthalt bei seiner neuen Familie war auch dieses Mal nicht von Dauer: drei Tage nach dem das neue Jahr begonnen hatte, wurde er wieder ins Tierheim zurück gebracht. Es war sein siebtes Zuhause und die elfte Rückkehr ins Tierheim.

Der Besitzer erzählte den Mitarbeitern des Tierheims, dass Grumby während seines kurzen Aufenthaltes (nicht mal einen Monat) dreimal weggelaufen war und einmal sogar eine Schutztür kaputt gemacht hatte, um heraus zu kommen.

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Die Mitarbeiter des Tierheims fanden, dass es jetzt genug war. Sie würden nicht mehr versuchen, ein Zuhause für Gumby zu finden ‒ er würde wieder nur vor ihnen fliehen und zurück ins Tierheim kommen. Vielleicht war ja für Gumby das Tierheim sein Zuhause geworden.

Und sie hatten Recht. In der Obhut der Charleston Animal Society versuchte Gumby kaum noch wegzulaufen. Er liebte die Mitarbeiter, die ihn sofort ins Herz geschlossen hatten.

Als sie Gumby besser kennen lernten, erkannten sie eine weitere einzigartige Fähigkeit von ihm.

Er verstand die Gefühle anderer Hunde und schaffte es, sie zu trösten.

Wann immer verängstigte Tiere von Rettungseinsätzen mit ins Tierheim gebracht wurden, wusste Gumby irgendwie genau, was zu tun war. Er passte sein Verhalten den anderen Hunden dann immer so an, dass er sich neben sie legen durfte und sie besänftigte.

Tierverhaltensforscherin Donya Satriale erzählte Barkpost, dass Gumby, selbst wenn er mal für einen Ausflug das Tierheim verlässt, immer wieder ins Tierheim zurückkehrt, weil: „er weiß, dass er dort Arbeit zu erledigen hat.“

Gumby wurde mit der Zeit ein Botschafter im Tierheim: ihr „Mann“ für die Akklimatisierung neuer Hunde an ihre neue Umgebung.

Ein paar Monate später erkannten die Mitarbeiter des Tierheims eine weitere erstaunliche Sache an Gumby. Seine Blutgruppe macht ihn zu einem zuverlässigen Blutspender, und das Serum aus seinen weißen Blutzellen hat aus unbekanntem Grund heilende Eigenschaften, die ihre kranken Kätzchen gerettet haben.

„Gumby spielt mit über 50 Hunden pro Tag. Er bekommt Futter und alle Leckereien, die er von uns haben möchte. Wir lieben ihn, als wäre er unser eigener Hund!“

Quelle: Rescuers confused after lovable dog adopted but returned 11 times—then they learn the truth