Hundeliebhaber und „Dogsitter“ in Wien – bei ihm fühlen sich die Hunde wohl

Epoch Times13. November 2017 Aktualisiert: 13. November 2017 18:13
Seit über 10 Jahren und mit bis zu acht Hunden ist Michael Dirniger als zertifizierter "Dogsitter" in Wien unterwegs. Es seien ihm schon die "skurrilsten und komischsten Erlebnisse passiert." Im Nachhinein gesehen hätte er schon "von Anfang an hätte mitnotieren sollen, um sie in einem Buch zu veröffentlichen" ...

Auf die Frage, ob man bei so vielen Hunden immer alles im Blick hätte, sagt Michael Dirniger: „Ja und Nein.“

Es kommt immer auf die Situation drauf an. Wenn er sich beispielsweise in einer nicht eingezäunten Hundezone befindet, müsse er die Hunde natürlich stets im Auge behalten und auch des Öfteren wieder zu sich heran rufen. Ganz anders sei die Situation in einem eingezäunten Areal.

Worauf er besonders achtet, sind fremde Hunde, die ihm und seinem Rudel begegnen. „Mein Rudel kenne ich, fremde Hunde nicht. Da beobachte ich schon genau und sehe mir die „Hundesprache“ der uns entgegenkommenden Vierbeiner an, um die Situation einzuschätzen“, sagt Michael.

Michaels Rudel besteht aus maximal acht Hunden

Acht Hunde seien seine persönliche Betreuungsgrenze, da er so noch alle Hunde mit seinem „Dogmobil“ transportieren könne.

Diese Rudelgröße sei für ihn auch noch gut überschaubar. Zudem hätten so noch alle Hunde ausreichend Platz, wenn sie sich am Nachmittag bei ihm zu Hause ausruhen, „ohne übereinander liegen zu müssen“.

Michael erzählt, dass sich sein Rudel immer etwas anders zusammensetz. Er hätte zwar grundsätzlich die gleichen Hunde, aber manche beispielsweise an vier Tagen, andere nur an zwei und wiederum andere nur an einem Tag in der Woche. Und einen „Neuzugang“ könne es auch immer mal wieder geben.

Schief angesehen, weil er mit einem großen Rudel Hunden unterwegs ist, hätte man ihn noch nicht, sagt er. „Und wenn, dann nur von Personen, die sich aus Versehen in eine Hundezone „verirrt“ haben und dann ganz plötzlich von fünf bis acht Hunden umringt werden.“

Worauf achtet Michael, wenn er einen Hund bei sich aufnimmt?

Wenn ein neuer Hund von ihm aufgenommen werden soll, achtet Michael besonders darauf, dass der Hund beim ersten Kennenlernen gut auf seinen Namen reagiert. Zumindest muss er ihn zu sich locken können. Ansonsten sei es nur sehr schwer möglich, den Neuzugang ins Rudel zu integrieren.

„Auch bei Hunden, die glauben im Auto oder in der Wohnung herumturnen zu müssen, bin ich eher dazu geneigt eine Betreuung abzulehnen“, erzählt er. Verständlich.

Es habe bislang nur zwei Gründe dafür gegeben, dass er Hunde wieder an ihre Besitzer abgeben musste, fügt er hinzu. Er hatte zum Beispiel schon Rüden, deren Sexualtrieb sich zu stark entwickelte. Es kam auch schon vor, dass ihm Hunde aufgrund ihrer Trennungsangst nicht folgen wollten. Es gäbe zwar Tricks für den Bindungsaufbau, aber manchmal würden diese auch nicht ziehen.

Mehr Infos zu Michael Dirniger, „Dogsitter“ und echtem Hundeliebhaber auf seiner Facebook-Seite, als auch auf einem YouTube-Kanal.

Hier ein Video von Michaels Hunderudel beim Spielen:

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