Mann hört lautes Brüllen hinterm Haus – Ein Leopard brauchte dringend seine Hilfe

Epoch Times11. August 2018 Aktualisiert: 10. August 2018 9:55
Als ein wildes Raubtier in Indien in einen tiefen Brunnen fiel, wurden diverse Retter gerufen, um das Tier zu befreien. Aber es schien nicht so einfach zu sein. Der Leopard in Not war von der angebotenen Rettungsmethode offenbar wenig begeistert ...

In den Zuckerrohrfeldern in den Maharashtra-Dörfern in Indien gibt es riesige offene Brunnen. Diese Brunnen haben keine Abdeckung oder Netz, sodass Objekte – aber eben auch Lebewesen – leicht hineinfallen können.

Gleichzeitig werden Leoparden immer öfter in den Zuckerrohrfeldern dieser Region gesichtet, da ihr natürlicher Lebensraum langsam verschwindet. Der Mensch breitet sich immer mehr aus, womit der natürliche Lebensraum vieler Tierarten mittlerweile bedroht ist.

Es war früh an einem Morgen, als Siddhanath lautes und kreischendes Gebrüll in der Nähe seines Hauses vernahm. Als der Mann nach draußen ging, um nachzusehen, was denn los sei, war er total schockiert, als er den Leoparden entdeckte, der in einen etwa 20 Meter tiefen und offenen Brunnen gefallen war.

Ein Leopard in Not und Panik

Der Mann konnte sehen, wie das Tier Mühe hatte, sich über Wasser zu halten, und würde sicherlich ertrinken, wenn keine Hilfe käme. Er rannte zurück zu seinem Haus und rief sofort das Maharashtra Forest Department an, das daraufhin das Manikdoh Leopard Rescue Center benachrichtigte, eine Organisation, die von der Wildlife Sustainability Group Wildlife SOS betrieben wird.

„Der Leopard befand sich in einem Zustand völliger Panik und musste sofort gerettet werden“, sagte Dr. Ajay Deshmukh, leitender Tierarzt im Zentrum, gegenüber dem Indian Express.

Deshmukh, sowie drei weitere Mitarbeiter des Zentrums und sechs Beamte der Forstverwaltung reagierten schnell, indem sie lange Stöcke zu einer hölzernen Plattform zusammenbanden, die dann in den Brunnen gesenkt wurde, damit sich der Leopard wenigstens aus dem Wasser retten konnte. Das Tier klammerte sich an die Äste.

Dann kam die schwierigere Aufgabe, einen Metallfallkäfig in den Schacht zu senken. Aufgrund des Gewichts des Käfigs mussten die Männer ihn langsam senken.

Ein bedrohlicher Käfig als Weg in die Sicherheit

Als der Käfig jedoch näher kam, fühlte sich das Tier bedroht und brüllte, und dabei verlor die Katze das Gleichgewicht und fiel zurück ins Wasser. Dann gelang es aber dem Leoparden wieder auf die Holzplattform zu steigen.

Als die Männer den Käfig näher an das Tier heranrückten, ging es diesmal freiwillig nach innen und wurde wieder in Sicherheit gebracht. Die gesamte Rettung dauerte ungefähr drei Stunden. Der Leopard wurde als 3-jähriges Weibchen identifiziert.

„Nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung kamen wir zu dem Schluss, dass sie gesund und fit für die ‚Entlassung‘ war“, sagte Deshmukh.

„Es ist auffällig, dass so viele Menschen zusammenarbeiten, um einen in Not geratenem Leoparden zu retten“, sagte Nikki Sharp, Direktorin von Wildlife SOS. „Wir hören oft Geschichten von diesen Tieren, die wegen ihrer Haut pochiert, vergiftet, sogar angezündet wurden. Es ist also zutiefst ermutigend zu sehen, wie eine Gemeinschaft sich zusammentut, um einem Raubtier zu helfen.

„Wir haben in diesem Bereich sehr hart gearbeitet, um die Menschen hier über Wildtiere aufzuklären. Wir hoffen, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass sich das Awareness-Programm auszahlt.“

Aufgrund des Fehlens von geeigneten Netzen zur Abdeckung der Brunnen besteht jedoch immer noch das Risiko, dass Tiere hineinfallen. Bis sich dies ändert, werden Rettungsteams wie diese Truppe sicherlich weiterhin gerufen werden müssen. Denn die Gefahr für die Tiere ist noch längst nicht gebannt.

Mehr über die schwierige Rettung im Video:

Übersetzt und überarbeitet von Jacqueline Roussety

Quelle: Man in India hears loud ‘roars’ outside his house—then finds this creature drowning in a well

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