Tierische Odyssee: Die unglaubliche Geschichte von „Rapunzel“

Epoch Times20. Juli 2018 Aktualisiert: 19. Juli 2018 10:34
Im August floh die Schäferhündin vor einem Tierarztbesuch in der Nähe von Frankfurt, im Februar fanden Rettungssanitäter die Hündin bei Zürich - 400 Kilometer entfernt. Schwer verletzt wurde sie auf die Intensivstation gebracht und operiert.

Wie die Stadt Zürich berichtete, entdeckten Rettungssanitäter auf dem Rückweg nach Zürich ein „großes, regungsloses Tier am Straßenrand“ und beschlossen zu helfen. Zu ihrer Überraschung mussten sie feststellen, dass dort eine Schäferhündin lag, unterkühlt und vermutlich von einem Auto angefahren.

Nachdem die Rettungssanitäter die Stelle gesichert hatten, verständigten sie die Polizei und versuchten das Vertrauen des Tieres zu gewinnen. Schließlich schafften sie es die Hündin in ihr Fahrzeug zu heben. Im Krankenwagen begannen sie mit der Erstversorgung und wärmten sie mit Decken.

Da von der angeforderten Tierambulanz weit und breit noch nichts zu sehen war, fuhren die Rettungssanitäter mit der Hündin direkt ins Züricher Tierkrankenhaus. Zu diesem Zeitpunkt weiß niemand, woher die Hündin stammt oder was passiert war.

Im Tierkrankenhaus untersuchten die Ärzte die Hündin und mussten sie wegen „mehreren Frakturen und inneren Blutungen“ notoperieren, so die Pressemitteilung der Stadt.

Rapunzel stammte aus Deutschland – 400 Kilometer von Zürich entfernt

Erst später stellte sich heraus wer die Hündin war und woher sie kam. Dank eines implantierten Chips stellten die Züricher Tierärzte fest, dass sie Rapunzel hieß und aus dem über 400 Kilometer entfernten Hösbach bei Aschaffenburg stammt.

Als sie Rapunzels Frauchen kontaktierten, erlebten sie ihre zweite Überraschung. Die Hündin war bereits im August von zu Hause abgehauen und wurde seither gesucht. Aufgrund ihres Zustandes war jedoch nicht sicher ob Rapunzel überleben würde.

Die Ärzte waren zumindest „vorsichtig optimistisch“ – „Akute Lebensgefahr besteht nicht mehr“, sagte ein Sprecher des Tierspitals Mitte Februar, „das heißt aber nicht, dass nichts mehr passieren kann.“

Doch das Schicksal meinte es gut mit Rapunzel. Nach fast einem halben Jahr konnte Rapunzel Ende Februar wieder nach Hause. „Es war ein stürmisches, freudiges Wiedersehen. Rapunzel hat sich noch etwas mehr gefreut als sonst“, sagte die erleichterte Besitzerin Jasmin Ehret-Väth

„Rapunzel hat keine psychischen Schäden. Sie macht einen guten Eindruck“, freute sich ihr Frauchen. Dann fügte sie hinzu: „Sie kann noch nicht richtig laufen, frisst aber und ist stur wie immer – damit ist alles in Ordnung.“

„Streicheln und Füttern“

Zuhause wartet nicht nur Jasmins Tochter auf „ihre Hündin“, auch die drei anderen Schäferhunde der Familie, dürften sich tierisch gefreut haben, Rapunzel wiederzusehen. Doch die mussten sich noch eine Weile gedulden.

Damit Rapunzel sich noch ein bisschen erholen konnte, durfte sie mit ins Haus, während die anderen draußen bleiben mussten. „Um zu verhindern, dass sie Rapunzel zu irgendwelchen Dummheiten verleiten.“ Jasmin selbst wolle ihre Hündin nun einfach ständig „streicheln und füttern“, sagte das Frauchen zu den weiteren Betreuungsplänen.

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