Unerwünschtes Haustier: weil er zu treu war, wollten sie in einschläfern

Epoch Times24. April 2018 Aktualisiert: 24. April 2018 17:12
Kater Toby lief fast 20 Kilometer um zurück zu seiner Familie zu kommen, die ihn nicht wollte. Anstatt ihn herzlich willkommen zu heißen, wollten sie ihn einschläfern lassen, doch da hatte das Tierheim etwas dagegen...

Nachdem seine Familie Toby, einen siebenjährigen Maine-Coon Kater, im Februar an Freunde abgegeben hatte, dachte der sich, dass alles vielleicht nur ein Missverständnis war. Er liebte seine Familie doch. So entschloss sich der Kater zu flüchten und machte sich auf den fast 20 Kilometer langen Heimweg zu „seiner Familie“.

Aber im Gegensatz zu Toby, waren sie nicht sonderlich begeistert den zotteligen orange-weißen Kater wiederzusehen. Im Gegenteil, sie fanden es so störend, dass sie ihn zum nächsten Tierheim brachten und ihn einschläfern lassen wollten. Zum Glück machte das Tierheim da nicht mit …

Treue ist kein Grund jemanden einzuschläfern

Die Mitarbeiter des Tierheims waren nicht sonderlich geschockt über Tobys Geschichte, doch ein Grund zum Einschläfern war das definitiv unzureichend. Sie setzten sich mit der Gesellschaft für die Verhinderung von Grausamkeiten gegenüber Tieren (SPCA) in Verbindung und fragten, ob die nicht ein Plätzchen für den treuen Kater hätten – sie hatten!

Die SPCA schrieb in ihrem Facebook-Post. „Das Tierheim rief an und fragte uns, ob wir ein Platz für ihn haben und ihm helfen könnten eine neue Familie zu finden, natürlich sagten wir ja!“

Doch auch bei dort war man über Tobys Geschichte wenig verwundert. „Wir würden gern sagen, dass es überraschend war, aber unglücklicherweise gibt es viele Schicksale wie Tobys“, sagte die SPCA-Sprecherin Tara Lynn zu MNN. „Die Tiere laufen nicht unbedingt 20 Kilometer, aber es gibt viele Tiere, die ohne nochmal darüber nachzudenken abgegeben werden. Wir hören solche Geschichten die ganze Zeit“, fügte sie hinzu.

„Er ist ein bisschen neben der Spur, aber sonst gesund und glücklich“

Toby war von seiner Reise etwas mitgenommen und hatte eine Erkältung, außerdem stellte der Tierarzt eine Immunschwäche fest, doch darum kümmerten sich die Pfleger liebevoll und dem Kater ging es bald darauf wieder besser.

„Er mag zwar ein bisschen neben der Spur sein und könnte auf alle Fälle etwas Fellpflege gebrauchen, aber im Großen und Ganzen war er gesund und glücklich“, so Tara.

Während in den sozialen Medien viele Nutzer verärgert waren und sagten, Tobys ehemalige Familie solle nie wieder ein Tier adoptieren dürfen, nutze die SPCA seine Geschichte für einen Spendenaufruf um mehr Tiere wie ihn zu retten.

Zusätzlich zu den Spenden wurde der treue Kater erregte er viel Aufmerksamkeit und wurde zu einer kleinen Berühmtheit. Viele Menschen teilten seine Geschichte, in der Hoffnung ein neues Zuhause für ihn zu finden – mit Erfolg.

Am 16. April verkündete die SPCA, dass er eine neue liebevolle Familie gefunden hat. „Er hat zwei Katzen- und zwei menschliche Geschwister sowie eine katzenverrückte Mutti, die ihm zeigt, wie es ist, wirklich geliebt zu werden.“

Jetzt hat er „vier Geschwister“, die ihn über alles lieben

Michele Puckett, sein neues Frauchen, lebt in der Nähe eines anderen SPCA-Tierheims. Sie hatte von Toby über ihre Schwester gehört, die wiederum in den sozialen Medien von ihm gelesen hat. Die zweifache Mutter aus North Carolina machte sich daraufhin sofort auf den Weg und adoptierte ihn.

„Zuerst dachten wir, das könne nicht gut gehen, Toby ist ein „Einzelkind“ und würde gegenüber seinen Artgenossen aggressiv reagieren“, sagte Tara. Doch Michele konnte sie beruhigen, er sei „absolut anschmiegsam mit seinen vier Geschwister“, habe sich schon eingelebt und schon ihr Bett übernommen, so als, ob er schon ewig bei der Familie lebt.

Mehr über den treuen Kater im Video:

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