Ehemaliger Geschäftsmann warnt vor Investitions-Risiko in China

Epoch Times30. Juni 2010 Aktualisiert: 30. Juni 2010 23:47

[Michael Hull, Ehemaliger China Investor]
„Sie drückte mich zum Fahrstuhl und man misshandelte mich auf dem Weg.”

Michael Hull war sichtlich außer sich, als er erzählte, was am 1. Mai dieses Jahres geschah.

Hull ist amerikanischer Staatsbürger, geboren in Hongkong. Im April reisten er und eine Gruppe ehemaliger ausländischer Investoren nach Shanghai, um an der Welt Expo teilzunehmen. Doch in seinem Hotel wurde er von chinesischen Polizisten grob behandelt und anschließend an einen unbekannten Ort gebracht und verhört.

Nachdem sie seine Aussage protokolliert hatten, konfiszierten die Autoritäten in Shanghai Hulls Pass und schoben ihn nach Hongkong ab.

Hull wurde so behandelt, weil er und seine Kollegen vor seiner Reise nach Shangha in Peking petitionierten. Sie alle waren als einstige Investoren abkassiert worden. Sie verloren alles, nachdem sie in China betrogen worden waren.

Seit das chinesische Regime seine Wirtschaft für den Rest der Welt öffnete, haben viele Investoren die Gelegenheit genutzt, um daraus Profit zu schlagen. Während dieser Schritt für einige lohnend war, haben andere auf die harte Tour die Risiken dabei kennen gelernt.

Laut einem Anlegeranwalt, der Hongkong (China) Investment Rights Concern Group, werden jedes Jahr Tausende Investoren von Hongkong Opfer in China. Nur wenige bekommen ihren Disput ersetzt.

[Lu Weiping, Hongkong (China) Investment Rights Concern Group]
„Gewöhnlich versuchen wir, nach einem Disput die Sache auf örtlicher Ebene zu lösen und fahren dann nach oben fort. Wenn niemand der örtlichen Autoritäten etwas tun kann, petitionieren wir in Peking an die höchsten Autoritäten. Während unserer vielen Jahre des Petitionierens, haben nur ganz wenige ihren Disput ersetzt bekommen, vermutlich nur die Hälfte von einem Prozent. Die meisten Fälle werden nicht gelöst.”

Für Michael Hull dauerte der Weg, den Disput zu lösen, mehr als zehn Jahre. Nachdem er einen Joint Venture mit einer staatlich geführten Firma in China einging, entdeckte Hull, dass seine Investitionen – ungefähr eine Million US-Dollar – rechtswidrig an ein chinesisches Unternehmen transferiert worden waren. Als Hull die örtlichen Autoritäten um eine Untersuchung bat…

[Michael Hull, ehemaliger China Investor]
„Die Polizei sagte, wir können den Fall nicht untersuchen, weil der Manager Herr Wu, von dem Sie sprachen, ein Mitglied der Kommunistischen [Partei] ist, und wir haben kein Recht ein Mitglied der Kommunistischen Partei zu untersuchen, wir haben kein Recht, und Sie sollten zum Gericht gehen.”

Dr. Gao Weibang, Vorsitzender der in Taiwan ansässigen Vertretung Victims of Investment in China sagte, dass Situationen wie diese passieren, weil es kein unabhängiges Rechtssystem unter dem chinesischen Regime gäbe.

[Gao Weibang, Vorsitzender, Victims of Investment in China]
„Weil es eine Diktatur ist, und ihre Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte alle durch den Ausschuss für Politische und Rechtliche Angelegenheiten regiert werden. Diese drei sollten unabhängig sein, doch wenn sie von einer Einheit regiert werden, wie können sie unabhängig sein? Also, lassen sie sich nicht irreführen, nur weil in unserem Land Demokratie oder Regeln durch das Gesetz existieren, dass China eine unabhängige Staatsanwaltschaft oder Polizei besäße. Dies ist nicht der Fall, weil dort Macht das Gesetz außer Kraft setzt.”

Für Hull wurde Macht vor Gesetz eine persönliche Lektion. Nachdem er in seinem Hotel in Shanghai unter Hausarrest gestellt worden war, wurde er Zeuge, wie die Polizei einen anderen Kläger angriff.

[Michael Hull, Ehemaliger China Investor] 
„Ein Ausländer wie ich, der in unserem Land, in Amerika aufwächst, glaubt immer, dass das Gesetz auf seiner Seite ist, dass es ein Gesetz gibt. Auch dieses Mal, als ich nach China ging, glaubte ich, dass es chinesische Gesetze gäbe, die jeden Bürger und besonders Ausländer schützen. Doch dieses Mal kann ich keinerlei Gesetz, chinesisches Gesetz, sehen, das mich schützt.”

Da Hull anderen nicht sagen kann, nicht in China zu investieren, möchte er, dass potentielle Investoren von seiner Erfahrung lernen und sich der Risiken bewusst werden, die sie auf sich nehmen.

Foto: NTDTV
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