300 Jahre nach Schiffsunglück: Taucher finden millionenschweren spanischen Goldschatz

Epoch Times5. March 2018 Aktualisiert: 5. März 2018 15:46
1715 Jahren sanken spanische Segelschiffe samt Besatzung und Ladung, nachdem sie in ein Unwetter gerieten. Nun, 300 Jahre später, entdeckten Schatzsucher vor der Küste Floridas eine große Menge Gold.

Vor über 300 Jahren gerieten zwölf spanische Galeonen auf dem Weg von Havanna (Kuba) nach Spanien in einen Hurrikan, elf davon sanken.

Ihr Ziel war es, „die Juwelen der Königin“ nach Spanien zurück zubringen. Beladen mit Schmuck und Gold im Wert von mehr als 300 Millionen Euro, sanken fast alle Schiffe mitsamt der Besatzung von 1000 Mann auf den Meeresboden.

Das Gold der spanischen Königsfamilie

Es war der 30. Juli 2015 als Brent Brisben, Kapitän des Schiffes S/V Capitana vor der Küste von Vero Beach den einzigartigen spanischen Schatz entdeckte. 350 Münzen, darunter neun seltene Stücke, die als die königlichen 8-Escudos bekannt sind.

Bislang waren nur 20 dieser extrem seltenen Münzen bekannt, wobei die Dunkelziffer deutlich höher liegen könnte.

Diese neun Münzen wurden speziell für den König von Spanien, Philip V. (oder Philip of Anjou), in den frühen 1700er Jahren hergestellt worden, berichtete USA TODAY. Jede der neun Münzen hat einen Wert von 250.000 Euro. Der Gesamtwert der nun entdeckten Funde beläuft sich auf etwa 4 Millionen Euro.

„Die Menschen lieben Schatzgeschichten. Es zieht einfach jeden in den Bann – wirklich jeden. Egal welcher Herkunft, ob jung oder alt, arm oder reich“, sagte Brent. „Sie waren begeistert zu hören, dass wir nur 3 bis 4 Meter vom Strand entfernt einen Schatz in ungefähr 1 Meter Tiefe entdeckten.“

Ein weit verstreuter Schatz

Die Crew um Brent wählte die Fundstelle am Vero Beach in Florida nicht einfach so aus. Laut eigenen Angaben hatten sie im näheren Umkreis bereits vorher einige Funde zutage befördert.

All diese Funde stammten wahrscheinlich von den zwölf mit Schätzen gefüllten spanischen Galeonen die 1715 in ein schweren Sturm gerieten. Vom Hurrikan beschädigt sanken elf der Schiffe schließlich irgendwo im Atlantischen Ozean, eines von ihnen war die Urca de Lima.

Die Wracks liegen heute höchstwahrscheinlich über ein größeres Gebiet, am Grunde des Ozeanes verstreut. Brent und sein Team entdeckten nur einen kleinen Teil des weit verstreuten Schatzes.

Die Wiederentdeckung zum 300. Jahrestag

William Bartlett, der Taucher, der die Münzen vom Meeresboden geborgen hat, sagte, dass die ganze Bergung fünf Tage dauerte. Die Crew nutzte die Schiffsschraube um genügend Strömung zu erzeugen, um den Sand wegzuspülen, berichtete MailOnline. „Die Münzen sahen aus, als hätte man sie erst gestern ins Wasser geworfen“.

„Es war magisch. Das Erstaunliche daran ist, dass wir es am Jahrestag gefunden haben. Wir fanden die Münzen am 30. Juli, denselben Tag, an dem das Schiff am späten Abend (im Jahr 1715) in einen Hurrikan geriet“, sagte Brent in einem Interview mit CBS This Morning.

Laut Gesetz gehört das wiedergewonnene Gold dem U.S. District Court of Florida. Der Staat hat jedoch nur Anspruch auf 20 Prozent der gesamten Beute erhoben, sodass der Rest unter den Besatzungsmitgliedern aufgeteilt wurde.

Hören Sie die Freude der Taucher unter Wasser:

Quelle: Florida treasure hunters made an astounding discovery worth $4.5 million en route to Cuba

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