350 Jahre alte Mumie einer Adeligen bringt zahlreiche Überraschungen

Epoch Times27. Oktober 2017 Aktualisiert: 1. August 2019 11:04
Als die Archäologen den Sarg einer französischen Adeligen öffneten, trauten sie ihren Augen kaum. Was folgte waren Überraschungen über Überraschungen.

Der Sarg der französischen Adeligen Louise de Quengo (1584-1656) wurde 2013 auf einer Baustelle von Archäologen aus ihrem Grab geborgen. Die mumie wurde einst in einem steinernen Grab in einer Kapelle eines ehemaligen Klosters in der Stadt Rennes beigesetzt.

Zu Lebzeiten war sie mit dem französischen Ritter Toussaint de Perrien von Brefeillac verheiratet. Dieser starb jedoch bereits im August 1649, also 17 Jahre vor seiner Frau.

Mumie bringt zahlreiche neue Erkenntnisse

Nach dem Tod ihres Mannes legte die Edelfrau ein Gelübde ab. Sie wollte im Jakobinerkloster von Rennes begraben werden. Das Kloster hatte bereits ihren Mann bei seinem Tod begleitet. Dieses Kloster bestätigte die Identität der Frau Mit hilfe des Begräbnisregisters.

Im Sarg der mumifizierten Dame befanden sich einige ihrer persönlichen Besitztümer. Aufgrund der guten Konservierungsbedingungen blieben alle organischen Bestandteile erstaunlich gut erhalten. So wurde nachgewiesen, dass sie ein Wollkleid, Oberteil, Umhang und Lederpantoletten mit Korksohlen trug.

Mumie aus Frankreich: Herz Fund gehörte ihrem Mann

Ihr Gesicht wurde mit einem Schutzkragen, zwei Hauben und einer Blende bedeckt. Auch solle sie bei ihrer Bestattung ein Kreuz in den Händen gehalten haben. Doch der spektakulärste Fund allerdings war jener, der buchstäblich ihrem Mann gehörte.

Frankreich gilt für viele Menschen als das Land der Liebe. Doch mit diesem ungewöhnlichen Gegenstand in ihrem Sarg rechnete niemand auf dieser Welt.

Es war das Herz ihres Ehemannes Perrien, dass in einer herzförmigen Metalldose gefunden wurde! Die Inschrift der Metalldose, und die sich darin befindenden Dokumente, wiesen unter anderem auf die Identität der bestatteten Person hin.

„Es war eine sehr schöne Entdeckung“, sagte Colleter, ein Archäologe vom National Institute for Preventionative Archaeological Research zum Guardian. Er war dabei, als der Sarg der Adeligen nach 350 Jahren das erste Mal geöffnet wurde.

Herz blieb gut erhalten

Ein CT-Scan ergab, dass das Herz ihres Mannes durch die Versiegelung des Sarges bemerkenswert gut erhalten blieb.

Die Mediziner stellten noch ein weiteres interessantes Detail fest: So soll Louise de Quengo an Nierensteinen gelitten haben und schlussendlich an einer Infektion gestorben sein.

Noch erstaunlicher war die Entdeckung, dass ihr eigenes Herz fehlte! Ihr Herz musste mit wahrer chirurgischer Meisterleistung herausgenommen worden sein. „Mit Louise hatten wir eine Überraschung nach der Anderen“, sagte der Gerichtsmediziner Dedouit.

Chirurgische Meisterleistung

Louise wurde im September 2015 erneut beigesetzt. Jedoch stellt sich für viele die Frage: Wer hat ihr Herz mit solch einer Präzision entnommen? Und wo befindet sich ihr Herz jetzt?

Die Forscher vermuten, dass ihr Herz im Grab ihres geliebten Mannes niedergelegt wurde. Ein Zeichen, dass das Herz des anderen auch über den Tod hinaus noch ihnen gehöre. Wer von uns wünscht sich nicht auch so eine ewig währende Liebe? (cs)

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