Antigravitation in Indien: Magische Tonkrüge und schwebende Tempelsäulen

Epoch Times16. Januar 2019 Aktualisiert: 13. Januar 2019 10:01
Ein Krug, der nicht ausläuft, wenn man ihn umdreht und eine scheinbar schwebende Tempelsäule: Indiens kreative Leistungen beschränken sich nicht nur auf Gewürze und das Holi-Festival. Vor mehr als 300 Jahren konnten sie offenbar bereits lokal Antigravitation erzeugen - und in Flaschen füllen.

Was ist, wenn Sie einen Krug mit Wasser füllen, ihn umdrehen, aber das Wasser nicht ausläuft? Vor etwa 300 Jahren wurden in Indien Tonkrüge mit solchen, scheinbar „magischen“, Fähigkeiten geschaffen. Sie zeigen, wie gut die Menschen jener Zeit grundlegende wissenschaftliche Konzepte verwendeten, um einige atemberaubende Dinge zu schaffen.

Einer dieser Krüge ist derzeit im Museum von Kancheepuram, im Süden Indiens, ausgestellt. Obwohl es so aussieht, als ob der Krug aus Wachs wäre, ist er eigentlich aus Ton hergestellt. Er hat keinen Deckel zum Öffnen, damit er gefüllt werden kann. Stattdessen muss man den Krug auf den Kopf stellen und durch die Löcher am Boden mit Wasser füllen.

Clevere Töpferkunst statt echte Antigravitation?

Wenn Sie den Krug jedoch wieder in die aufrechte Position bringen, fließt das Wasser nicht aus den unteren Löchern heraus. Es bleibt wie von Geisterhand im Inneren. Die einzige Möglichkeit, Wasser zurückzugewinnen, ist der Auslauf oben. Es befinden sich auch keine beweglichen Teile im Inneren des Gefäßes.

Was ist also das Geheimnis hinter dem Trick? Ein indischer YouTuber behauptet, dass es im Krug zwei Trichter mit einem 90-Grad-Winkel gibt, um das Wasser im Inneren zu halten.

Solche „Antigravitationskrüge“ wurden normalerweise besonders in einem Dorf namens Karigiri hergestellt, weswegen sie auch als Karigiri-Krüge bekannt wurden. Die Töpfer im Dorf waren so kreativ und geschickt, dass man sagt, sie hätten etwa 100 Sorten solcher „magischen“ Krüge gekannt und gebaut, von denen vermutlich nur 12 heute noch existieren.

Eine Tempelsäule, die der Schwerkraft und den Briten trotz

Indiens kreative Leistungen in der Wissenschaft beschränken sich jedoch nicht nur auf solche Krüge. Es gibt einen Tempel in Südindien, der über eine schwebende Säule verfügt, die so aussieht, als würde sie die Schwerkraft vollständig trotzen.

Die „Anti-Schwerkraft“-Säule befindet sich im berühmten Lepakshi-Tempel, oder auch Veerabhadra-Tempel genannt, im Staat Andhra Pradesh. Die schwebende Säule kann in wenigen Minuten leicht entdeckt werden, wenn man den Tempel erkundet, da sie normalerweise eine Menschenmenge anzieht. Das Besondere an ihr: Der untere Teil der Säule ist vollständig vom Boden gelöst.

Oft legen die Besucher ein Stück Stoff unter die Säule und ziehen es auf der anderen Seite wieder hervor, um ganz sicherzugehen, dass die Säule nicht im Geringsten am Boden befestigt ist. Dies führt typischerweise zu einem wundersamen Ausdruck auf ihren Gesichtern. Der Tempel wurde im 16. Jahrhundert im Vijayanagar-Stil erbaut und hat die Menschen seit Jahrhunderten begeistert.

Während der britischen Kolonisation versuchte ein Ingenieur aus Großbritannien sogar, die Säule zu bewegen, um ihre Geheimnisse zu lüften. Der Versuch war jedoch erfolglos und die gesamte Struktur des Tempels begann zu zittern. Das machte dem Ingenieur so viel Angst, dass er aufhörte, die Säule zu bewegen und um sein Leben rannte.

Der Tempel hat auch ein 7,3 x 4,3 Meter großes Wandbild von Veerabhadra, dem feurigen Gott, der von Lord Shiva geschaffen wurde. Interessanterweise gilt es als das größte Wandbild einer einzelnen Figur in ganz Indien. Eine weitere kuriose Attraktion am Tempel ist der „Fußabdruck von Sita“, der nach lokalen Legenden entstanden ist, als die Göttin Sita vor Tausenden von Jahren den Tempel betrat. Der Fußabdruck ist überraschend sauber geschnitten und wird von den Menschen verehrt, die den Tempel besuchen.

Das Original erschien auf www.visiontimes.com (deutsche Bearbeitung von ts)
Originalartikel: Amazing Ancient Anti-Gravity Jar From India

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