Ausgrabung in China: Haben Forscher die Überreste von Buddha entdeckt?

Epoch Times7. March 2018 Aktualisiert: 7. März 2018 13:07
Für Buddhisten auf der ganzen Welt könnte dies ein enorm bedeutsamer Fund sein. Archäologen in China haben ein uraltes Gefäß aus Keramik ausgegraben, in dem sich eingeäscherte menschliche Überreste befinden. Laut einer beiliegenden Inschrift aus dem Jahr 1013 sollen sie Buddha gehört haben.

Siddhartha Gautama, auch bekannt als Buddha Shakyamuni, „der Erleuchtete“ oder einfach Buddha, ist als Gründer des Buddhismus eine der einflussreichsten Persönlichkeiten in der Geschichte. Man nimmt an, dass er zwischen dem 6. und 4. Jahrhundert v. Chr. im alten Indien, hauptsächlich im östlichen Teil, gelebt und gelehrt hat.

Laut dem Mahaparinibbana-Sutta kündigte der Buddha im Alter von 80 Jahren an, dass er bald ins Nirwana gehen und seinen irdischen Körper verlassen werde.

Buddhas Reliquien wurden angeblich unter Königsfamilien und seinen Jüngern aufgeteilt

Nach Buddhas Tod sollen seine eingeäscherten Überreste unter acht königlichen Familien und seinen Jüngern aufgeteilt worden sein. Legenden besagen, dass König Ashoka sie Jahrhunderte später auf 84.000 Stupas verteilt hat. Ein Stupa ist ein kuppelähnliches Bauwerk, in dem die Reliquien von Buddha, und später auch die Überreste von Mönchen, aufbewahrt wurden. Auch diente er als Ort der Meditation.

Ein Großteil der Reliquien wurde angeblich in andere Länder gebracht.

Zwei Mönche gingen auf die Suche

Vor etwa 1.000 Jahren lebten zwei Mönche namens Yunjiang und Zhiming. Sie verbrachten zwei Jahrzehnte lang damit, die Überreste des Buddhas zusammenzutragen, die in Indien und in anderen Ländern verstreut waren.

Live Science berichtet, dass das Gefäß im Kreis Jingchuan, China, entdeckt und ausgegraben worden sei. Dabei sei auch eine Inschrift entdeckt worden, die auf den 22. Juni 1013 datiert ist und wie folgt lautet:

„Die Mönche Yunjiang und Zhiming aus der Lotus-Schule, die dem Manjusri-Tempel des Longxing-Klosters in der Präfektur Jingzhou angehört, trugen mehr als 2.000 Sarira-Teilchen sowie die Zähne und Knochen des Buddhas zusammen und begruben sie in der Halle dieses Tempels.

Sie sammelten das Sarira, um sich für den Buddhismus einzusetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, praktizierten beide über 20 Jahre lang in jedem Augenblick die Lehre des Buddhismus. Manchmal erhielten sie das Sarira aus Spenden von anderen, manchmal fanden sie es zufällig, manchmal kauften sie es an anderen Orten, und manchmal gaben andere es ihnen, um so ihre Inbrunst zu zeigen.“

Die Inschrift legt nahe, dass es sich tatsächlich um die Überreste von Buddha handelt

Laut Live Science haben Archäologen eingeäscherte menschliche Überreste in dem Keramikgefäß identifiziert. Und obwohl man unmöglich mit Sicherheit sagen kann, dass es sich hierbei um die Überreste von Siddhartha Gautama handelt, deutet jedoch die 1.000 Jahre alte Inschrift darauf hin, dass das tatsächlich der Fall ist.

Die Entdeckung wurde bereits im Dezember 2012 gemacht, als eine Gruppe von Dorfbewohnern Straßen reparierte. Nach jahrelangen archäologischen Ausgrabungen, wurde der historisch bedeutsame Fund 2016 in der chinesischen Fachwelt bekanntgegeben. Nun hat die Entdeckung auch die englischsprachige Welt erreicht und wurde erstmals in der Zeitschrift „Chinese Cultural Relics“ veröffentlicht.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Ancient-Origins.net.

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