Entstehungstheorie: Kam das Leben wirklich durch Asteroiden auf die Erde?

Epoch Times27. November 2017 Aktualisiert: 27. November 2017 15:06
Wissenschaftler entdeckten eine weitere Möglichkeit, wie das Leben auf die Erde gelangte. Demnach seien Asteroideneinschläge nicht der einzige Weg ...

Die Foschungerwelt diskutiert noch heute über die Theorie zur Entstehung allen Lebens auf diesem Planeten und ihre Meinungen sind unterschiedlich. Doch Wissenschaftler der Universität Edinburgh sind sich sicher: Weltraumstaub kann Leben zwischen den Welten transportieren.

Die Partikel werden durch das Weltall katapultiert …

Eine neue Studie lässt vermuten, dass das Leben auf unserem Planeten von biologischen Partikeln stammen könnte, die in Strömen von Weltraumstaub auf die Erde gebracht wurden.

„Schnell fließende interplanetare Staubströme bombardieren ständig die Atmosphäre unseres Planeten. So könnten winzige Organismen aus fernen Welten zur Erde gelangen oder erdgebundene Organismen zu anderen Planeten geschickt werden“, so die Forscher.

Die Staubströme könnten mit biologischen Partikeln in der Erdatmosphäre kollidieren. Mit genug Energie könnten sie sich wieder abstoßen und so in den Weltraum gelangen.

Ein solches Ereignis könnte es Bakterien und anderen Lebensformen ermöglichen, ihren Weg von einem Planeten im Sonnensystem zu einem anderen zu bestreiten. Und wer weiß, vielleicht auch darüber hinaus, von Sonnensystem zu Sonnensystem.

Haben Asteroiden doch nicht das Leben auf die Erde gebracht?

Demnach müssen große Asteroideneinschläge nicht der einzige Mechanismus sein, durch den Leben zwischen den Planeten katapultiert werden kann. Diese Theorie gilt als bislang die schlüssigste Begründung, wie es zur Bildung des ersten Lebens auf unserem Planeten kommen konnte.

Die Forscher der Universität Edinburgh haben die Theorie des Weltraumstaubs einmal überprüft. Sie berechneten, wie mächtig die Strömungen des Staubes sein müssten, um mit Partikeln in unserem atmosphärischen System kollidieren zu können. Die Wissenschaftler wissen bereits, dass sich die Strömungen des Weltraumstaubs mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von bis zu 70 km pro Sekunde bewegen können.

Es stellte sich heraus, dass kleine Teilchen, die 150 km über der Erdoberfläche existieren, über die Grenze der Erdanziehungskraft hinaus gestoßen werden und schließlich andere Planeten erreichen könnten. Dieser Prozess könnte den Austausch von atmosphärischen Partikeln zwischen entfernten Planeten ermöglichen.

Die Theorie wirft neue Möglichkeiten auf …

Bakterien, Pflanzen und kleine Tiere, die als Tardigraden bezeichnet werden, sind dafür bekannt, dass sie im Weltraum überleben können. Diesen Organismen ist es demnach physikalisch möglich, durch Weltraumstaub in entfernte Regionen des Weltalls transportiert zu werden. Die einzige Voraussetzung ist jedoch, dass sie in der oberen Erdatmosphäre vorhanden sind.

Professor Arjun Berera von der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Edinburgh leitete diese Studie. Er sagte: „Der Vorschlag, dass Weltraumstaubkollisionen Organismen über enorme Entfernungen zwischen den Planeten treiben könnten, wirft einige spannende Perspektiven auf, wie das Leben und die Atmosphären der Planeten entstanden sind. Diese Ströme von Weltraumstaub finden sich in allen Planetensystemen und könnten ein gemeinsamer Faktor für die Vermehrung von Leben sein.“

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