Fischfossil im Steinbruch – Forscher entdecken bislang unbekannte Art

Epoch Times26. Juni 2018 Aktualisiert: 26. Juni 2018 12:38
Wo heutzutage Oberfranken liegt, gab es vor Millionen Jahr nur Meer - sehr zur Freude der Archäologen und Paläontologen. Bei Grabungen im Steinbruch Wattendorf entdeckten die Forscher nun Fossilien einer bisher unbekannten Fischart.

Die Versteinerung einer bisher unbekannten Fischart haben Wissenschaftler in einem oberfränkischen Steinbruch entdeckt. Der Kugelzahnfisch lebte vor rund 150 Millionen Jahren, wie Matthias Mäuser, Chef des Naturkundemuseums Bamberg, mitteilte.

Ein Team des Museums führt regelmäßig Grabungen im Steinbruch Wattendorf durch und förderte schon mehrere bemerkenswerte Funde zutage, darunter verschiedene Krebse, Seeigel und Hummer. Auch der abgekaute Zahn eines Steneosaurus wurde im Steinbruch gefunden sowie die Überreste eines etwa 1,2 Meter langen Pleurosaurus. Im Jahr 2011 wurde ebenfalls im Steinbruch Wattendorf das Skelett einer bis dahin unbekannten Flugsaurierart entdeckt.

Blick über den Steinbruch in Richtung Wattendorf.

Das neu entdeckte Kugelzahnfisch-Fossil soll einige Zeit im Bamberger Naturkundemuseum zu sehen sein, bevor es zur wissenschaftlichen Bearbeitung an das Institut für Paläontologie der Universität Wien übergeben wird. Bis dahin bleibt ungewiss, wie alt der Fisch wirklich ist und ob er, wie vermutet, zu einer bislang unbekannten Art gehört.

Trotz der Vielfalt der Ozeane und der Tatsache, dass wir mehr über den Mond als über die Tiefsee wissen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese neue Art heute noch existiert verschwindet gering. 99 Prozent aller Spezies, die jemals auf der Erde gelebt haben, sind bereits ausgestorben. (dpa/ts)

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