Hitzewelle enthüllt europaweit Spuren vergangenen Lebens

Epoch Times12. August 2018 Aktualisiert: 12. August 2018 21:47
Ganz Europa macht die Hitzewelle und anhaltende Trockenheit zu schaffen, doch sie gibt uns auch historische Orte preis, die die Menschheit längst vergessen hat.

Die Dürre macht im Moment den Tieren, Pflanzen und Menschen stark zu schaffen. Doch sie gibt auch die Möglichkeit Spuren von vergangenen menschlichen Aktivitäten aufzudecken. Denn nicht nur in Deutschland gab die Hitzewelle in den letzten Wochen einige Bodendenkmäler preis, von dessen Existenz mitunter niemand mehr wusste.

Der Schlossgarten des Chatsworth House aus dem 17. Jahrhundert

In Derbyshire (England) offenbarte die langanhaltende Hitze einen kunstvoll gestalteten Schlossgarten des Chatsworth House aus dem 17. Jahrhundert. Unter dem verbrannten Gras kann man die Muster sehen, in denen einst Blumenbeete und Pfade standen.

Laut den Aussagen von Steve Porter, dem Direktor der Gärten, waren die Muster, die unter dem Rasen versteckt waren, bereits bekannt. „Es war keine verlorene Landschaft oder so – wir wussten, dass sie da waren.“


Die Trockenheit offenbart die einstige Schönheit des Schlossgartens.

Die einst durch üppiges Gras verborgenen Muster zeichnen sich nun durch gelbe Flächen ab. „Das heiße und trockene Wetter, unter dem wir im Moment leiden, hat dazu geführt, dass die Bereiche, in denen es Wege und andere Anlagen darunter gab, jetzt schön und deutlich zu sehen sind. Sie offenbaren die Orte wo einst Blumenbeete und Wege waren.“

Die 105 Hektar große Anlage aus Garten- und Herrenhaus ist seit mehr als 16 Generationen im Besitz der Familie Cavendish, den Herzögen von Devonshire.


Die Zeichnung zeigt das Chatsworth House und sein ehemaliger Garten.

30 neue Bodendenkmäler in Sachsen

Allein in Sachsen konnten dieses Jahr aufgrund der extremen Trockenheit 30 neuen Fundstellen registriert werden. Neben Grabanlage und Hausgrundrissen entdeckten die Archäologen des Landesamtes für Archäologie in Sachsen auch mehrere mittelalterliche Burganlagen sowie Kreisgrabenanlagen aus dem Neolithikum.


Mittelalterliche Turmhügelburg aus dem 13./14. Jahrhundert.

Mithilfe der Luftbildarchäologie konnten besonders im Landkreis Leipzig die Spuren mehrerer bronzezeitlichen Grabhügel sowie linienbandkeramische Hausgrundrisse entdeckt werden.

Weiterhin gibt es zwei neue Kreisgrabenanlagen aus Kyhna (um 4.600 v. Chr.), eine Reihe bronzezeitliche Grabhügel aus Großtreben sowie zwei mittelalterliche Burganlagen in Pöhsig und Großzschepa zu verzeichnen. Die genauen Angaben der jeweiligen Fundorte bleiben jedoch geheim, um Raubgräberei zu verhindern.


Kreisgrabenanlagen in Kyhna.

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