„Monster-Pinguin“ watschelte vor 60 Millionen Jahren durch Neuseeland

Epoch Times12. December 2017 Aktualisiert: 7. Januar 2018 14:21
Ein Pinguin mit 1,70 Meeter Größe und über 100 Kilogramm Gewicht? In Neuseeland fanden Forscher die fossilen Überreste des "Monster-Vogels".

Vor vielen Millionen Jahren watschelten monsterhafte Pinguine in Neuseeland. Die Forscher entdeckten dort die fossilen Überreste eines riesigen Urzeit-Vogels, dessen Statur an die Maße eines Profi-Boxers erinnert. Aus der Größe der Knochen lasse sich ableiten, „dass dieser Pinguin mehr als 1,70 Meter groß wurde und über 100 Kilogramm wog“, erklärte der Frankfurter Ornithologe Gerald Mayr am Dienstag.

Weil das Urzeit-Tier seine heutigen Artgenossen deutlich in den Schatten gestellt hätte, nannten Mayr und seine neuseeländischen Forscherkollegen den Pinguin „Kumimanu“ – in der Maori-Sprache bedeutet das „Monster-Vogel“.

Bisher sei lediglich ein Vogel aus der Antarktis bekannt, der noch größer war, so die Wissenschaftler. In dem Fossilienfund waren die Flügel und Beinknochen sowie das Brustbein des Pinguins mit Übergröße nachweisbar.

„Wir haben Flügel und Beinknochen dieses Pinguins untersucht und schnell gemerkt, dass es sich um eine bisher unbekannte Art handelt“, erklärte Mayr, der für die Frankfurter Senckenberg Gesellschaft arbeitet.

Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse in dem Fachmagazin „Nature Communications“. Demnach lebte der Monster-Pinguin in der Zeit des späten Paläozäns, also vor 59 bis 56 Millionen Jahren.

Wie konnte der „Monster-Pinguin“ so groß werden?

Die Wissenschaftler können bisher nur Vermutungen darüber anstellen, warum die heutigen Pinguine deutlich kleiner sind als „Kumimanu“. Zum Vergleich: Die größte heute lebende Pinguinart, der Kaiserpinguin, wird höchstens 1,30 Meter groß und wiegt bis zu 37 Kilo.

Möglicherweise habe das Verschwinden großer Meeresreptilien zunächst neue ökologische Nischen für die Riesenpinguine geschaffen, so Mayr. Zudem könnte die Flugunfähigkeit der Vögel zum Riesenwachstum beigetragen haben.

Unklar sei jedoch, warum der Pinguin schließlich ausstarb. Mayr geht davon aus, dass dies mit dem späteren Auftreten von Fressfeinden wie Zahnwalen und Robben zusammenhängen könnte.

Wenn Dir dieser Artikel gefällt, teile ihn mit Deinen Freunden und gib uns ein Like auf Facebook! So hilfst Du uns, noch mehr geniale Geschichten aus aller Welt aufzuspüren und mit Dir zu teilen.

Hast Du selbst etwas Geniales erlebt, oder ein geniales Thema, Bild oder Video, das wir posten sollen? Dann schick uns Deine Geschichte im Messenger. (afp/ls)

Themen
Panorama
Newsticker