Mumie mit goldener Maske in Ägypten entdeckt

Epoch Times20. Juli 2018 Aktualisiert: 19. Juli 2018 10:34
Ein ägyptisch-deutsches Forschungsteam hat in einem Grabkomplex in Sakkara (Ägypten) mehrere Mumien und Sarkophage sowie eine Einbalsamierungswerkstatt entdeckt. Doch der beeindruckendste Fund ist eine Totenmaske aus Gold, Silber und einen Edelstein.

Eine vergoldete Maske aus Silber, eine Werkstatt zum Einbalsamieren von Toten, Mumien und Sarkophage. All das entdeckte ein ägyptisch-deutsches Forschungsteam in einem Grabkomplex in Sakkara (Ägypten), südlich der Unas-Pyramide. Mit dabei waren auch die Wissenschaftler der Tübinger Universität.

In einer Mitteilung erklärten sie, dass einige der Funde aus der Zeit zwischen 664 v. Chr. und 404 v. Chr. (Saitisch-Persische Periode) stammen. Der gesamte Komplex enthält mehrere in den Boden eingetiefte Grabschächte, von denen viele mehr als 30 Meter tief sind.

Eine Maske aus Gold, Silber und einem Edelstein

Die 23 x 18,5 Zentimeter große Maske besteht aus Silber und ist teilweise vergoldet. Zudem sind die Augen durch Einlagen wie Kalzit, Obsidian und einem schwarzen Edelstein (möglicherweise Onyx) dargestellt.

„Den Fund dieser Maske könnte man als Sensation bezeichnen“, sagte Ramadan Badry Hussein, Leiter des ägyptisch-deutschen Teams. „Nur wenige Edelmetallmasken sind bis heute erhalten geblieben, weil die Gräber der ältesten ägyptischen Würdenträger in der Antike geplündert wurden. Belegt sind lediglich zwei vergleichbare Funde aus Privatgräbern. Der letzte davon im Jahr 1939.“

Die Maske wurde auf dem Gesicht einer Mumie gefunden, die in einem stark beschädigten Holzsarg versteckt lag. Der Sarg ist außerdem mit dem Bild einer Göttin namens Mut verziert.

Die Verzierung des Sarges lässt laut den Forschern darauf schließen, dass es sich bei dem Toten um einen Priester der Göttin Mut und der Göttin Niut-schi-es handelte. Der Bestatte lebte zur Zeit der 26. Dynastie.

Die Einbalsamierungswerkstatt liegt gleich nebenan

Zudem haben die Ägyptologen die Überreste einer Einbalsamierungswerkstatt gefunden. In ihr befanden sich Schalen und Messbecher mit den Namen von Ölen und anderen Substanzen, die zur Mumifizierung verwendet wurden.

Innerhalb des Gebäudes befanden sich weiterhin zwei große Becken, die vermutlich einerseits zur Verarbeitung von Natron zur Trocknung der Körper und andererseits zur Vorbereitung der Leinenbinden für die Mumifizierung dienten, so die Wissenschaftler.

Die Werkstatt befindet sich in den Resten eines aus Lehmziegeln und Kalkstein errichteten Gebäudes. Dieser Bereich liegt über einem großen Schacht, der zu mehreren Grabkammern führt. In ihnen befinden sich Mumien, Sarkophage, Alabastergefäße und Shabti-Figuren.

Während die Alabastergefäße zur Aufbewahrung der Organe dienten, glaubten die Ägypter, dass die Shabti-Figuren den Toten im Jenseits als Diener zur Verfügung stehen.

Einen beeindruckenden Überblick zur Fundstätte im Video:

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