Natürliche Mutation: Reisen gab den Aichi-Männern die „größten Waffen“ der Jōmon-Kultur

Epoch Times29. September 2018 Aktualisiert: 27. September 2018 14:53
Japanische Wissenschaftler haben die stärksten Männer der Jōmon-Kultur entdeckt. Ihre Oberarmknochen sind deutlich dicker, als die von anderen zeitgenössischen Gruppen. Dabei spielt die Lebensweise eine bedeutende Rolle und machte sie in ihrer Zeit zu außergewöhnlichen Menschen.

Japanische Forscher entdeckten die außergewöhnlichen Knochen der Aichi-Männer, die einst an der Küste der heutigen Präfektur Aichi in Japan lebten. Am Ende der Jōmon-Kultur sollen sie das „Wettrüsten“ gewonnen haben, so die Forscher.

Die außergewöhnlichen Oberarmknochen der Aichi-Männer

Die Männer aus einer Siedlung auf der Halbinsel Atsumi hatten die dicksten Oberarmknochen aller Gruppen während dieser Zeit. Dies stellte eine Forschungsgruppe, angeführt von Yousuke Kaifu, Leiter der Abteilung für menschliche Evolution und Anthropologie des National Museum of Nature and Science (Tokio) nun fest.

Das Team geht davon aus, dass die massiven Oberarme das Ergebnis des Lebensstils auf dem Hobi-Muschelhügel in Tahara waren. Es ist bekannt, dass der Ort einst eine aktive Fischergemeinde war.

Neben den Menschenknochen entdeckten die Wissenschaftler auch die Knochen von Tieren wie großen roten Meerbrassen und Seelöwen. Diese leben normalerweise weit im Meer, was zeigt, dass die Männer in der Gemeinde mit ihren Schiffen weite Strecken paddelten, um Nahrung zu sammeln.

Die Aichi-Männer (links) besaßen die dicksten Oberarmknochen in der Jōmon-Kultur.

Anpassung an den Lebensstil

Die Forscher analysierten die Maße der Oberarmknochen von 797 menschlichen Skeletten von der Präfektur Hokkaido bis Okinawa. All diese Menschen lebten zwischen ca. 8000 v. Chr. bis 300 v. Chr. an diesem Ort und in unterschiedlichen Gruppen der Jōmon-Kultur. Der genaue Beginn der Kultur scheint jedoch noch immer vage zu sein, da einige Quellen einen Beginn um 14000 v. Chr. oder noch früher angeben.

Die Analyse ergab, dass die Oberarmknochen aller 22 Männer des Fundortes Hobi viel größer waren, als der Gesamtdurchschnitt. Außerdem waren ihre Knochen im Vergleich zu ihren Nachbarn auf der Halbinsel Atsumi bemerkenswert dick. Andererseits waren die von der Hobi-Stätte ausgegrabenen weiblichen Oberarmknochen etwa durchschnittlich groß.

Die typische Keramik in der Jōmon-Kultur.

Je weiter an der Küste, umso stärker

Die Forscher erklärten weiterhin, dass die Hobi-Gemeinschaft eine große Menge eines bestimmten Steins, des sogenannten „Sanukits“, auf dem Seeweg transportierten. Dieser Stein stammt vom Berg Nijosan auf der Halbinsel Kii zwischen den Präfekturen Osaka und Nara.

In den benachbarten Siedlungen auf der Halbinsel Atsumi gibt es keine Hinweise auf derartige Langstreckenexpeditionen.

Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Gruppen in der Nähe von Küsten tendenziell dickere Oberarmknochen hatten, als die, die im Landesinneren lebten.

Die Gruppen in der Nähe von Küsten besaßen tendenziell dickere Oberarmknochen, als die, die im Landesinneren lebten.

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