Neue Polarlichter namens „Steve“ stellen Forscher vor Rätsel

Epoch Times8. Juli 2018 Aktualisiert: 8. Juli 2018 12:07
"Steve" bringt Forscher in Erklärungsnot. Zwar konnte mithilfe von Satellitenbildern nachgewiesen werden, was "Steve" ist, bisher galt dieses Phänomen jedoch als unsichtbar ... Eine Erklärung gibt es bisher nicht.

Einmal im Leben Polarlichter sehen … Ein Traum den viele Menschen träumen und durch „Steve“ könnte das jetzt wahr werden. Steve ist keine Person, sondern eine neue Form von Polarlichtern, die weiter südlich erscheint als gewöhnliche Polarlichter – doch eine plausible Erklärung gibt es noch nicht.

Polarlichter entstehen durch geladenen Teilchen, die von der Sonne kommen und auf unsere Erde treffen. Durch die Wechselwirkungen mit dem Erdmagnetfeld fangen die Teilchen an zu leuchten und faszinieren jedes Mal.

Neben den flächigen Streifen in verschiedenen Grüntönen gibt es einen Sonderfall. Diese sogenannten Protonenbögen sind zarte Lichtstreifen, die sich in einem sanften Bogen über den Nachthimmel ziehen. Aber es gibt eine dritte Form, eine bisher unbekannte Form: „Strong Thermal Emission Velocity Enhancement“ – oder STEVE.

Diese Polarlichter sehen aus wie Protonenbögen, sind jedoch außergewöhnlich hell, klar strukturiert und vom Nachthimmel abgesetzt – etwas, das nicht zu den klassischen Polarlichtern passt. Außerdem erscheinen Polarlichter vor allem in den nördlichen Breiten zwischen 65° und 80°. „Steve“ kann man jedoch auch deutlich südlicher noch beobachten. Auch im südlichen Kanada wurde „Steve“ schon gesichtet – bei ca. 45° nördlicher Breite. Somit wäre „Steve“ auch über Deutschland denkbar, München liegt bereits nördlich des 48. Breitengrades.

Was ebenfalls nicht ins Bild passt, ist die Farbe der Erscheinung, bzw. die Farben. Meist sind die Auroren rötlich gefärbt, weisen jedoch mitunter plötzliche Farbwechsel zu grün oder zusätzliche grüne Streifen auf.

„Steve“ passt zu keinem bisher bekannten Polarlicht-Phänomen

Elizabeth MacDonald ist die Leiterin des Projektes „Aurorasaurus“ am NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, und erforscht das Phänomen „Steve“ mit ihren Kollegen. Sie erklärt, dass diese Form weder zu Elektronen- noch Protonenbögen und ihren physikalischen Hintergründen passt.  Dank Daten von SWARM-Satelliten der ESA tappen die Forscher jedoch nicht völlig im Dunkeln.

Als ein SWARM-Satellit „Steve“ auf frischer Tat ertappte, konnten die Messinstrumente einen abrupten starken Temperaturanstieg und einen starken Ionenfluss in der oberen Atmosphäre feststellen, in dem Teilchen mit über 5 km/s unterwegs waren. Dies wiederum passt zu einem anderen kosmischen Phänomen.

„All jene Merkmale passen zu einer subauroralen Ionendrift (SAID)“, berichtet Elizabeth MacDonald. „Diese Polarisations-Jets genannten Phänomene sind kurze Ereignisse, bei denen Ionen mit Überschallgeschwindigkeit in einem schmalen Streifen nach Westen rasen.“ SAIDs treten ebenso wie „Steve“ auch weiter südlich der klassischen Polarlichtregion auf, sind jedoch unsichtbar.

Nun wissen die Forscher also was Steve hervorrufen kann, „die charakteristisch roten und grünen Farben, die Steve innerhalb einer Stunde entwickeln kann, lassen sich im Zusammenhang mit SAIDs jedoch nicht erklären“, schließen die Forscher. Das Geheimnis hinter „Steve“ bleibt also vorerst verborgen.

Mehr über „Steve“ im Video:

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