Ur-Wiesn war eine Hochzeit – Bauern organisierten Nationalfest

Epoch Times24. September 2018 Aktualisiert: 24. September 2018 11:22
Beim allerersten Oktoberfest in München vor mehr als 200 Jahren gab es nicht einmal Zelte, nur offene Buden: Die erste Wiesn war eine königliche Hochzeitsfeier.

Ganz München feierte mit, als im Oktober 1810 Kronprinz Ludwig – der spätere König Ludwig I. – Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen heiratete. Ein Pferderennen war am 17. Oktober auf dem Gelände der heutigen Wiesn Höhepunkt und Abschluss der fünftägigen Feiern.

Ob der Bierpreis damals schon die Münchner bekümmerte, ist nicht überliefert – wohl aber, dass die Maß braunes Kellerbier damals drei Kreuzer und drei Pfennige kostete.

Keine Zelte, dafür ein Pferderennen

Das Fest wurde dann alljährlich wiederholt. Es sollte nicht zuletzt nach der Proklamation des Königreichs, dem große Teile Frankens und Schwabens angehörten, das Gemeinschaftsgefühl der Neubayern fördern und die Ausrichtung auf die Residenzstadt München sowie die Wittelsbacher unterstreichen.

Findige Wirte stellten ab 1896 erste Bierburgen auf, bereits 1818 gab es das erste Karussell und zwei Schaukeln. Außerdem kamen Kegelbuden und diverse Spielangebote auf, vom Sacklaufen bis zum Wagenradlaufen, bei dem Gesellen ein Rad über eine bestimmte Strecke trieben. Es folgten Schaubuden und Varieté mit entsprechenden Sensationen. Die Pferderennen als ältester Bestandteil des Volksfestes wurden 1938 aus organisatorischen Gründen abgeschafft.

Gefällt Ihnen dieser Artikel? Dann teilen Sie ihn mit Ihren Freunden und geben Sie uns ein Like auf Facebook! So helfen Sie uns, noch mehr geniale Geschichten aus aller Welt aufzuspüren und mit Ihnen zu teilen.

Haben Sie selbst etwas Geniales erlebt oder ein geniales Thema, Bild oder Video, das wir posten sollen? Dann schicken Sie uns Ihre Geschichte im Messenger.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Themen
Panorama
Newsticker