Wie schädlich sind Plastik- und Kunststoffverpackungen? – Teil 3 – Polypropylen (PP) und Polystyrol (PS)

Wie unbedenklich sind eigentlich Kunststoff- und Plastikverpackungen? Kunststoffe können viele verschiedene Chemikalien enthalten mit zum Teil hormonähnlichen Wirkungen.

Wir haben eine Übersicht für Sie zusammengestellt. Im dritten Teil schauen wir uns Polypropylen (PP) und Polystyrol (PS) an.

Polypropylen (PP)

Beschreibung: Polypropylen wird für ähnliche Anwendungen wie Polyethylen verwendet, ist jedoch im Allgemeinen steifer und hitzebeständiger und wird daher oft für Behälter verwendet, die mit heißer Nahrung gefüllt sind. Es weist zudem eine einfache chemische Struktur auf. Die vielen Methylgruppen von CH3, ein Kohlenstoff und drei Wasserstoffmoleküle, macht es sehr vielseitig einsetzbar. Die Kristallinität (strukturelle Ordnung, die die Härte und die Dichte beeinflusst) ist ziemlich hoch.

Eigenschaften: Festigkeit, Zähigkeit, Hitzebeständigkeit, Fett- Öl- und Feuchtigkeitssperre.

Typische Verwendung: Lebensmittelbehälter (Ketchup, Joghurt, Quark, Margarine, Sirup), Medizinbehälter, Strohhalme, Kronkorken, Britta Filter und andere Kunststoffbehälter, einschließlich Babyflaschen.

Andere Verwendungen umfassen: Wegwerfwindeln und Hygienezubehör (wie z. B. Binden), thermische Westen, Geräteteile und zahlreiche Autoteile (Stoßstangen, andere Befestigungsvorrichtungen), Teppiche.

Toxizität: Da Polypropylen relativ stabil ist, gilt es allgemein als sicherer Kunststoff für Lebensmittel und Getränke, obwohl gezeigt wurde, dass es Kunststoffadditive (wie das Stabilisierungsmittel Oleamid) auslaugt, wenn PP-Laborgeräte in wissenschaftlichen Experimenten (PP1) und ein älteres Produkt verwendet wurden. Studien haben bewiesen, dass Beschäftigte, die mit erhitztem PP in Berührung kommen, unter Asthma leiden können.

Recyclingrate: Gering, weil oft pigmentiert oder gemischt mit anderen Harzen, daher schwer zu sortieren (PP3). Recyclingmaterialien können zu Besen, Bürsten, Paletten, Autobatterien, Blumentöpfen verarbeitet werden.

Alternativen: Kaufen Sie möglichst all ihre Produkte in Glasbehältern, so können Sie diese Behälter wiederverwenden. Einmachgläser sind unglaublich vielseitig. Verwenden Sie eine wiederverwendbare Trinkflasche aus Glas oder Edelstahl. Auch Margarine und Butter sollten nicht in Plastikdosen gelagert werden.

Unser Vorschlag: Auch wenn es als relativ sicher gilt, so wurde doch bewiesen, dass es additive Chemikalien freisetzt, wenn es als Laborware in wissenschaftlichen Experimenten verwendet wird.

Polystyrol (PS)

Beschreibung: Polystyrol ist im Allgemeinen mit dem Handelsnamen Styropor belegt. Oft werden Nahrungsmittelbehälter und Verpackungen aus aufgeschäumten Polystyrol hergestellt. Es ist im Wesentlichen mit Luft aufgeblasen und mit PS aufgeschäumt. Die PS-Synthese erfordert Benzol, ein bekanntes Karzinogen, um das Monomer Styrol zu bilden. Abgesehen von den niedrigen Kosten und einer niedrigen Festigkeit, kann PS als klares, glasiges, hartes Polymer für Dinge wie Plastikbesteck und CD-Hüllen verwendet werden. Auch Versionen mit höherem Wirkungsgrad sind für viele Anwendungen verfügbar, bei der, z.B. in CD-Hüllen, eine bessere Stabilität erreicht werden muss.

Eigenschaften: Vielseitigkeit, durchsichtig, leicht formbar.

Typische Verwendung: Lebensmittelbehälter aus Styropor, Eierkartons, Einwegbecher und Schalen, Essensbehälter zum Mitnehmen, Feinkostplatten, Verpackungen, Fahrradhelme, Einwegbesteck und Rasierer, CD und DVD-Hüllen, Kleiderbügel, Rauchmeldergehäuse, Kennzeichenhalter, Medikamentenflaschen, Reagenzgläser, Petrischalen, Modellbausätze.

Toxizität: PS-Lebensmittelbehälter können Styrol auslaugen, von dem mit gutem Grund angenommen wird, dass es ein menschliches Karzinogen (PS1, PS2) ist und als Giftstoff fürs Gehirn und das vegetative Nervensystems angesehen wird. Tierstudien haben negative Auswirkungen auf Lunge, Leber und das Immunsystem gezeigt. Beachten Sie, dass Styrol auch in Zigarettenrauch, ausgasenden Baumaterialien und Autoabgasen vorhanden ist. Das Auslaugen von Styrol aus PS-Behältern in Lebensmittel wird verstärkt, wenn das Lebensmittel oder die Flüssigkeit heiß und ölig ist (PS3, PS4).

Recyclingrate: Sehr niedrig, weil schwer zu recyceln (PS5). Recyceltes Material ist in Verpackungen und Wärmedämmungen zu finden.

Alternativen: Vermeiden Sie diese Behälter, bringen Sie Ihre eigenen wiederverwendbaren Keramik/Glasschalen/Behälter mit. Kaufen Sie ihre Verpackungen möglichst aus Glas und verwenden Sie diese wieder.

Unser Vorschlag: VERMEIDEN. Es greift definitiv das Hirn und Nervensystem an, das darin enthaltene Toxin ist mit ziemlicher Sicherheit krebserregend.

(Übersetzt und bearbeitet von Jacqueline Roussety)

Lesen Sie auch Teil 1 und Teil 2:

Wie schädlich sind Plastik- und Kunststoffverpackungen? – Teil 1 – Polyethylenterephthalat PET

Wie schädlich sind Plastik- und Kunststoffverpackungen? – Teil 2 – Polyethylen (PE) und Polyvinylchlorid (PVC)

Quelle: https://www.epochtimes.de/genial/wissen-genial/wie-schaedlich-sind-plastik-und-kunststoffverpackungen-teil-3-polypropylen-pp-und-polystyrol-ps-a2289153.html