Belastungsgrenze erreicht: 45 Prozent mit der Corona-Politik unzufrieden

41 Prozent der Menschen bringt der Corona-Lockdown „physisch und/oder psychisch an [ihre] Grenze[n]“. Dies zeigen zwei exklusive INSA-Umfragen im Auftrag von Boris Reitschuster, ehemaliger Russland-Korrespondent des "Focus" und Blogger. Zudem überwiegt – erstmals seit Beginn der Pandemie – die Unzufriedenheit mit der aktuellen Corona-Politik.
Von 3. Februar 2021

Während Politiker noch mehr und noch härter Corona-Maßnahmen fordern, wächst in der Bevölkerung die Unzufriedenheit mit den Maßnahmen. Zwei exklusive INSA-Umfragen im Auftrag des ehemaligen „Focus“-Korrespondenten Boris Reitschuster zeigen, dass die Menschen die Corona-Politik satthaben. Ende Januar gaben 41 Prozent der Befragten an, „der Lockdown [geht] an meine physischen und/oder psychischen Grenzen.“ Acht Prozent wussten nicht, was sie antworten sollten. „Das klingt nicht so, als ginge es ihnen besonders gut“, deutet Reitschuster.

Damit stehen etwa die Hälfte von deutschlandweit über 2.000 Befragten an – oder kurz vor – ihrer persönlichen Belastungsgrenze. Ein Trend der sich auch in der Zufriedenheit mit der aktuellen Corona-Politik widerspiegelt. Erstmals seit Beginn der Pandemie im März 2020 überwiegt die Unzufriedenheit.

Lag diese während des ersten Lockdowns bei etwa 25 Prozent, stieg sie ab Ende November auf zuletzt 41 Prozent. Die Zufriedenheit sank von anfangs 65 Prozent auf 46 Prozent. Nun hat sich dieses Verhältnis ins Gegenteil verkehrt. Ende Januar waren 45 Prozent mit dem „Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung […] im Großen und Ganzen“ „nicht zufrieden“. Neun Prozent wissen es nicht. Vier Prozent machten keine Angabe.

Ältere eher zufrieden und selbstsicher

Welche Gründe dem Stimmungswandel zugrunde liegen, lässt sich aus den Daten nicht extrahieren. Es zeigen sich jedoch auffällige Unterschiede, sowohl zwischen Männern und Frauen, Alten und Jungen sowie zwischen den Parteien aber auch zwischen Arm und Reich.

Am meisten mit der aktuellen Politik zufrieden sind Anhänger der CDU/CSU, 70 Prozent der Unions-Wähler sind zufrieden, 20 Prozent unzufrieden. Noch deutlicher sind die Unterschiede nur unter AFD-Wählern – jedoch mit deutlicher Ablehnung. 81 Prozent lehnen die aktuelle Politik ab, 12 Prozent sind mit ihr zufrieden. Ebenfalls überwiegend unzufrieden zeigen sich Wähler von FDP (62 Prozent unzufrieden) und den Linken (55 Prozent). Unter den Grünen halten sich die Meinungen etwa die Waage. Etwas mehr Zustimmung findet die aktuelle Politik bei SPD-Wählern (55 Prozent zufrieden).

Ebenfalls deutliche Abstufungen zeigen die unterschiedlichen Altersklassen. Am größten ist die Unzufriedenheit mit 49 Prozent unter 30- bis 40-Jährigen (33 Prozent zufrieden), am geringsten unter den Ü60 (43 Prozent unzufrieden, 50 Prozent zufrieden). Grundsätzlich gilt, je älter die Menschen sind, desto zufriedener mit der Politik sind sie – und desto selbstsicherer. Etwa jeder fünfte Befragte unter 30 antwortet mit „weiß nicht“ (14 Prozent) oder „keine Angabe“ (7 Prozent). In der Altersklasse 60+ war es jeder 15. (5 Prozent und 2 Prozent).

Bemerkenswert, so Reitschuster, sei „insbesondere die Dynamik, mit der die Unzufriedenheit wächst.“ Dies könne zu unvorhersehbaren Entwicklungen kommen, die „nicht nur für die Verantwortlichen, sondern auch für die Demokratie und die Gesellschaft insgesamt“ sehr gefährlich werden könnten. Berichte über die brisante Stimmung habe Reitschuster bei einer „schnellen Suche in den großen Medien“ nicht gefunden.

Corona-Politik bringt Frauen, Arme und Menschen mit Migrationshintergrund an ihren Grenzen

In einer zweiten Umfrage in Auftrag von Reitschuster stimmten 41 Prozent der Befragten der Aussage „Aktuell geht der Lockdown an meine physischen und/oder psychischen Grenzen“ zu. Dabei gaben knapp die Hälfte der Frauen (48 Prozent), aber „nur“ ein Drittel (34 Prozent) der Männer an, ihre Belastungsgrenze sei erreicht. Diese Verteilung deckt sich in etwa mit Statistiken aus Japan, wonach (junge) Frauen durch Schulschließungen und Entlassungen im Hotel-, Gaststätten- und Einzelhandelsgewerbe besonderem Druck ausgesetzt seien.

Deutliche Unterschiede zeigen sich zudem nach Altersklassen. Je älter die Menschen sind, desto weniger fühlen sie sich an ihren Grenzen. Einen zweiten Effekt, der wiederum mit gesteigerter Lebens- und Berufserfahrung einhergehen kann, deckte die Umfrage bezüglich des Einkommens auf. Mehr Geld scheint den Lockdown erträglicher zu machen (und das Selbstbewusstsein zu stärken).

Schließlich gaben auch Menschen mit Migrationshintergrund öfter an, ihre Belastungsgrenzen seien erreicht (47 Prozent). 40 Prozent haben nach eigenen Angaben noch Spielraum. Bei den Menschen ohne Migrationshintergrund zeigt sich das Gegenteil: 39 Prozent stoßen an ihre Grenzen, 48 Prozent hätten noch Reserven.

Und in den Parteien? Außer in der AFD befänden sich 36 (Grüne) bis 42 Prozent (Linke) an ihren Grenzen. 50 (Linke) bis 55 Prozent (SPD) geben an, noch Luft nach oben zu haben. Bei der AFD sind diese Werte umgekehrt.

Auch in diesem Bereich, stellt Reitschuster fest, hielten sich die großen Medien auffallend zurück. In Anbetracht einer gewissen Hemmschwelle sei das Ergebnis jedoch umso alarmierender. „Wenn mehr als vier von zehn Menschen in einem Land offen zugeben, an der Grenze zu sein, sollten bei allen Verantwortlichen alle Alarmglocken klingeln.“



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