Eine Stunde Buch lesen entspricht einer Cambridge-Studie zufolge einer Verbesserung von 23,1 Punkten bei der britischen Prüfung zur Mittleren Reife - im Vergleich zu Internet und TV.Foto: Aaron Tam/AFP/Getty Images

Cambridge-Studie: Bücher bringen beim Lernen Vorteile

Epoch Times9. September 2015 Aktualisiert: 9. September 2015 15:42
Jede zusätzliche Stunde vor Bildschirmgeräten sorgt für merklich schlechtere Noten beim General Certificate of Secondary Education (GCSE), dem britischen Gegenstück zur Mittleren Reife.

Eine aktuelle Studie der University of Cambridge kann man etwa so zusammenfassen: Internet und TV führen offenbar eher zur Verdummung der Menschen, Hausaufgaben machen oder klassisches Lesen ist eher gut für die schulische Leistung.

Je mehr Zeit vor dem Bildschirm verbracht wird, desto schlechter die schulischen Ergebnisse

Vorteile und Nachteile von Bildschirmmedien werden schon häufig und lange diskutiert. So kann das Fernsehen über das Zeitgeschehen informieren und zur Weiterbildung führen, aber auch als Einschlafmittel gute Hilfe leisten. Das Leben ohne Internet kann sich mancher gar nicht mehr vorstellen, es erscheint vor allem beim Lernen unverzichtbar. 

In der Studie mit 845 britischen Schülern wurde jedoch gezeigt, dass die Schüler beim GCSE (Mittlere Reife) umso schlechter abschneiden, je mehr Zeit sie vor Bildschirmen verbrachten.

Wer mit 14,5 Jahren eine Stunde mehr moderne Medien konsumiert hat, kam der Cambridge-Studie zufolge dann mit 16 bei der Prüfung auf 9,3 Punkte weniger. Das entspricht zwei Notengraden in einem oder je einem Notengrad in zwei Fächern.

Die Forscher schauten nicht nur auf die vor dem Bildschirm verbrachte Zeit, sondern analysierten sie nach Internet, Computerspiel oder Fernsehen. Am schädlichsten war es, die Zeit vor dem Fernseher zu verbringen.  

Gute Bücher verbessern die Fähigkeiten

Während Fernsehen und Internet offenbar tatsächlich eher zur Verdummung der Bevölkerung beitragen, hat ein gutes Buch den gegenteiligen Effekt – es sei denn, man übertreibt.

Für jene Schüler, die mehr Zeit mit Hausaufgaben oder auch Lesen zum Vergnügen verbracht haben, gab es beim GCSE deutlich bessere Noten.

Eine Stunde mehr Buch-lesen entspricht der Studie zufolge 23,1 Punkten bei der Prüfung. Allerdings galt das in der Studie nur, wenn diese Aktivitäten maximal vier Stunden täglich beanspruchten. Die Forscher geben als Ursache an, dass nur sehr schwache Schüler noch mehr Zeit in Hausaufgaben investieren müssten, davon aber nicht wirklich etwas haben.

"Wir gehen davon aus, dass Programme zur Reduktion von Bildschirm-Zeiten wichtige Vorteile für Prüfungsnoten von Teenagern haben könnten und auch für ihre Gesundheit", meint daher Esther van Sluijs, Expertin für Verhaltensepidemiologie in Cambridge. (pressetext/ks)

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