Cannabis als alternative Heilmedizin viel zu lange verkannt?

Von 28. September 2016 Aktualisiert: 28. September 2016 10:36
Cannabis wird seit mehr als 80 Jahren als Einstiegsdroge dämonisiert. Nun mussten Wissenschaftler des nationalen Krebsforschungszentrums (NCI) der USA zugegeben, dass Cannabis in der Lage ist, selbst aggressivste Formen von Krebszellen anzugreifen, diese zu töten, ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen.

Cannabis wird seit mehr als 80 Jahren als Einstiegsdroge dämonisiert. Nun mussten Wissenschaftler des nationalen Krebsforschungszentrums (NCI) der USA zugegeben, dass Cannabis in der Lage ist, selbst aggressivste Formen von Krebszellen anzugreifen, diese zu töten, ohne dabei gesunde Zellen zu schädigen.

Alternative Mediziner und Heilpraktiker berichten schon seit Jahren über den medizinischen Nutzen von Marihuana. Mehrere unabhängige Studien haben herausgefunden, dass Marihuana eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen sehr wohl lösen könnte. Von Lyme-Borreliose bis hin zu Tumoren aller Art. Und das würde bedeuten, dass das große lukrative Geschäft mit den Krebspatienten in sich zusammenfallen würde. Ein milliardenschweres Imperium könnte sich auf Kosten kranker Menschen nicht mehr bereichern und behaupten. Täglich sterben weltweit etwa 20.000 Menschen an Krebs, so die Ergebnisse der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Offenbar verursacht die massive Menge an Beweismitteln zugunsten des medizinischen Nutzens von Marihuana schließlich doch ein Einlenken und Nachgeben der Forscher. Nun fördern bundesweit Regierungen weitere Studien, um die nachweisliche, positive Wirkung von Marihuana auf Krebszellen zu testen.

Marihuana lässt Krebstumoren schrumpfen

Gesundheitsforscher der US-Regierung behaupten jetzt, dass Cannabinoide (eine Klasse von Verbindungen in Cannabis) die Krebszellen schrumpfen und letztendlich verhungern lassen können, indem man den Zelltod bestimmter Blutgefäße fördert, die dafür verantwortlich sind, das der Tumor wächst. Im Prinzip wird dem Tumor seine Nahrungszufuhr abgeschnitten. Er verhungert.

Studien an Mäusen und Ratten belegen, dass Cannabinoide Krebszellen zerstören können, während gesunde Zellen dabei geschützt bleiben. Es gibt keine Nebenwirkungen wie bei einer Chemotherapie. Die chemische Zusammensetzung dieses Marihuanaduplikate wurde als wirksam bei der Bekämpfung von Darmkrebs, Leberkrebs, Brustkrebs und verschiedenen anderen Formen der Krankheit befunden.

Laut Forschungsbericht heißt es explizit:

„Eine Laborstudie von Cannabidiol (CBD) in humanen Gliom-Zellen zeigte, dass, wenn zusammen mit einer Chemotherapie verabreicht, sich die Effektivität dieser Therapie erhöht, ohne dabei die gesunden Zellen zu zerstören. Die Krebszellen konnten schneller abgetötet werden, als wenn nur allein mit der Chemotherapie behandelt wurde. Studien mit Mäusen verdeutlichten weiterhin, dass durch eine Kombination von CBD mit Delta-9-THC (medizinisches Cannabinol) und einer Chemotherapie ebenfalls effektivere und bessere Ergebnisse erzielt werden konnten.“

Marihuana als Heilmittel gegen Darm- und Leberkrebs?

„Eine weitere Studie mit Mäusen bewies, dass Cannabinoide vorbeugend gegen Dickdarmentzündung wirken und dadurch eine Verringerung des Risikos an Darmkrebs zu erkranken festzustellen ist. Bei einer Krebsbehandlung wurden ebenso bessere Ergebnisse erzielt, wenn begleitend zur Chemotherapie Cannabinoide verabreicht wurden.“ Eine Laborstudie von Delta-9-THC in hepatozellulärem Karzinom (Leberkrebs) zeigte, dass nach der Verabreichung die Krebszellen beschädigt oder sogar abgetötet waren. Die gleiche Studie mit Delta-9-THC zeigte auf, dass auch Zelltumore in der Leber zerstört werden konnten und sogar keine Krebszellen mehr entstanden. Es bildete sich eine Art „Antitumor-Effekt“. Ebenso konnten positive Ergebnisse bei kleinzelligen Lungenkrebszellen und Brustkrebszellen verzeichnet werden.

Marihuana als Hilfe in den Wechseljahren?

Aufgrund der Wechseljahre und den damit verbunden Hormonumstellung erkranken viele Frauen an dem sogenannten „Hormonbrustkrebs“. „Eine weitere Laborstudie mit Cannabidiol (CBD) in Östrogen-Rezeptor-positiven und Östrogen-Rezeptor-negativen Brustkrebszellen zeigte, dass auch hier der Krebszelltod erzielt werden konnte, während die Behandlung eine sehr geringe Wirkung auf die gesunden Brustzellen aufwies. Studien an Mäusen mit metastasierendem Brustkrebs zeigten, wie Cannabinoide das Wachstum und die Verbreitung von Tumoren deutlich verringern konnte.“

Das ist mit ziemlicher Sicherheit eine beispiellose Anerkennung über den medizinischen Nutzen von Marihuana. Die Gesundheitsforschung belegte zudem, dass Cannabinoid-Rezeptoren eine entzündungshemmende Wirkung besitzen, die bei der Linderung von Schmerzen eine Rolle spielen kann. Darüber hinaus wurde in mehreren Tierstudien belegt, dass Cannabinoide bei Nervenproblemen Nebeneffekte wie Kribbeln und Taubheitsgefühl lindern können. Auch Schwellungen und Muskelschwäche, die bei verschiedenen Arten von Chemotherapie als Begleiterscheinung auftreten, erzielten eine deutliche Verbesserung.

Diese Studien werden von der NCI als „präklinisch“ angesehen, da sie alle mit Tieren durchgeführt sind. Nach Ansicht der Gesundheitsbehörde wurden allerdings bis heute keine dieser positiven Behandlungen bei Krebs in führenden wissenschaftlichen Magazinen veröffentlicht. Die große Neuigkeit ist aber nicht wirklich das positive Ergebnis all dieser Studien. Wie bereits erwähnt, haben alternative Mediziner den heilenden Nutzen von Marihuana schon längst erkannt und belegt. Was allerdings wirklich neu ist, ist die Tatsache, dass das Verbot von Marihuana als medizinische Möglichkeit aufgrund der positiven Ergebnisse keinen Bestand mehr haben kann. Zu lange wurde der medizinische Nutzen von Cannabis ignoriert.

Quellen:

U.S. Government finally admits that cannabis destroys cancer cells and protects healthy cells

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