Steigende Testzahlen brachten die Labore an ihre Grenzen.
Steigende Testzahlen brachten die Labore an ihre Grenzen.Foto: iStock

Corona-Einmaleins (II) – Testzahlen: PCR-Tests nur für Patienten mit COVID-Symptomen

Von 13. Januar 2021 Aktualisiert: 13. Januar 2021 11:22
Fallzahlen, Testzahlen, Sterbezahlen, Positivrate und Inzidenz bestimmen derzeit Politik und Alltag. Anlässlich mehrerer Leserbriefe soll das kleine Corona-Kennzahlen-Einmaleins erklären, was hinter den Zahlen steckt, wie sie ermittelt werden und welche Zusammenhänge es gibt – und welche nicht.

Die immer wöchentlich mittwochs veröffentlichten Testzahlen umfassen alle durchgeführten Tests zur Erkennung eines COVID-19-Falls, egal ob diese positiv oder negativ ausfallen. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen der Zahl der durchgeführten Tests und der Zahl getesteter Personen.

Durch Mehrfachtestungen ist die Testzahl stets größer als die Personenzahl. Eine Unterscheidung zwischen PCR- und Antikörper-(Blut-)Test findet weder im COVID-Dashboard noch in den täglichen Situationsberichten des RKIs statt.

Nur für Patienten mit COVID-Symptomen

Für alle Tests gilt, dass ihre unsachgemäße Anwendung zu Fehlern führen kann. Das hat auch die WHO erkannt und warnt ausdrücklich: PCR-Anwender „sollten [die] Gebrauchsanweisungen sorgfältig lesen“. Je nach Hersteller steht dort, dass der Test für Patienten bestimmt ist, „die Symptome der COVID-­19 aufweisen“. Im Umkehrschluss bedeutet das, PCR-Tests sind nicht für die Untersuchung asymptomatischer Personen vorgesehen.

Das RKI schreibt seinerseits in den Hinweisen zur Testung von Patienten auf Infektion mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2:

Von einer ungezielten Testung von asymptomatischen Personen wird aufgrund der unklaren Aussagekraft eines negativen Ergebnisses (lediglich Momentaufnahme) in der Regel abgeraten.“

Wer mehr testet, findet mehr; wer nicht testet, findet … nichts

Obwohl zur Beurteilung der (regionalen) Situation sowohl die Zahl positiver als auch negativer Tests hilfreich wäre, gibt es keine Meldepflicht für negative Testergebnisse. Positive Testergebnisse müssen die Labore an die zuständigen Gesundheitsämter melden.

Anhand der Zahl positiver Testergebnisse sowie der wöchentlichen Meldungen der Testzahlen und -kapazitäten lässt sich auf die Auslastung der Labore sowie die Gesamtzahl negativer Tests schließen.

Steigt die Anzahl der Tests, steigen auch die Fallzahlen. Aber – weil zunehmend mehr symptomlose (gesunde) Menschen getestet werden – führen doppelt so viele Tests nicht zwangsweise zu doppelt so vielen positiven Testergebnissen. Weil die Fehlerquote, der Anteil zu erwartender falscher Testergebnisse, konstant ist, verdoppelt sich jedoch die Zahl falscher Ergebnisse.

Andererseits, wer weniger testet, findet weniger positive, einschließlich weniger falscher Ergebnisse, und wer nicht testet, kann auch nichts finden. Wer hingegen alle testet, findet die meisten COVID-19-Fälle – alle abzüglich der falsch-negativen – aber zusätzlich auch viele falsch-positive.

Eine systematische Überprüfung der Ergebnisse wie beispielsweise in der Schweiz ist nicht vorgesehen.

Vorschläge für weitere Begriffserklärungen bitte an [email protected]

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