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Die App, die Stress und Depressionen vorhersagt

Epoch Times27. Februar 2015 Aktualisiert: 27. Februar 2015 20:24

Die App nimmt wie jedes Smartphone das Nutzerverhalten auf, weiterhin körperliche Daten wie Herzfrequenz, gelaufene Schritte und meinen Schlafrhythmus. Zusätzlich werden Daten der Psyche untersucht: die Kommunikationsfähigkeit und vor allem die Sprachmelodie.

Bei vielen psychischen Erkrankungen wie Stress und Depression ändert sich die Sprachmelodie. Bei einer Depression wird diese leiser, unsicherer, monotoner. Bei Stress wird sie meist gehetzter, ungeduldiger. All das nimmt die App, die noch in einer Testphase ist, auf.

Derjenige, der diese Daten analysiert, kann eine Diagnose erstellen –  ohne den Menschen gesehen zu haben und eventuell sogar, bevor der Betroffene das selbst möchte.

Ist das hilfreich? Für einen Arzt ist es hilfreich. Für Pharmavertreter auch, die mich dann mit den passenden Antidepressiva bewerben. Nehmen wir mal an, ich surfe bei google und mein Smartphone liegt neben mir – erscheinen dann mehr Medikamentenanzeigen – so ganz zufällig – auf meinem Monitor?

Für meinen Arbeitgeber ist es wohl auch interessant zu wissen, ob sie den Stress und das Arbeitspensum weiter erhöhen können – bevor die app meldet "Nun ist er am Limit". Und was passiert, wenn die app meldet "Das Level ist überschritten. Er ist 20% über seinem höchsten Stresspegel"? Kommt dann die Entlassung? (ks)



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