Die Dosis macht das Gift: Krankmachende Emotionen

Von 18. November 2019 Aktualisiert: 18. November 2019 20:43
Traditioneller chinesischer Medizin zufolge kann ein Übermaß an Emotionen zu Krankheiten führen und Lebensfreude kosten. Speziell die sieben Emotionen: Zorn, Freude, Grübeln, Trauer, Angst, Kummer und Schrecken schaffen ein Ungleichgewicht bei den inneren Systemen.

Das Yin – Yang Konzept ist vielen Menschen bekannt. In der traditionellen chinesischen Medizin werden alle Lehren der Krankheitserklärung und -behandlung letztlich auf Yin und Yang sowie auf das Qi-Konzept zurückgeführt.

Die sieben inneren Emotionen, Qi Qing 七情

Die TCM erfasst den Menschen unter anderem in seinen fünf Funktionskreisen (die fünf Elemente) und dem Konzept von Qi. Die altchinesische Sicht von Körper und Seele ist das Ergebnis des Zusammenwirkens lebendiger Substanzen. Diese können sowohl materiell wie auch immateriell sein. Die sieben Emotionen beinhalten fünf Emotionen aus der Elementenlehre und zwei Emotionen aus dem Qi-Konzept.

Gefühle wie Zorn, Freude, Grübeln, Trauer, Angst, Kummer und Schrecken, sind breitgefächerte Begriffe. Damit lassen sie Platz für weitere Empfindungen.

 Sind Freude und Zorn sehr heftig, so dauert das Leben nicht lange.“ Alte chinesische Redewendung

Die fünf Funktionskreise/ fünf Elementenlehre

Die fünf Funktionskreise sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Jedes einzelne Element beinhaltet charakteristische Qualitäten und alle stehen in Verbindung miteinander. Sowie der Mensch in Verbindung mit der Natur steht, beeinflussen sich auch die Elemente gegenseitig. Besteht ein Ungleichgewicht, so betrifft dies praktisch immer zwei oder mehr Funktionskreise.

  • „Wut“ schädigt die Leber und somit das Element Holz. Folgen sind: Brüchige Nägel, Verspannungen und Stimmungsschwankungen
  • Freude im Übermaß und Hektik“ schädigen das Herz und gleichzeitig das Element Feuer. Das Herz ist die Mitte des Menschen, wirkt wie eine innere Mutter. Unterstützend sind: scharf gewürzte, saure und süße Gerichte.
  • „Grübeln“ schädigt die Milz, daher ist das Element Holz betroffen.
  • „Trauer“ schädigt die Lunge und dadurch das Element Metall. Die Lunge kontrolliert die Zerstreuung und das Absinken vom Qi. Zu ihr gehört unter anderem die Farbe weiß und der scharfe Geschmack.
  • „Angst“ schädigt die Niere und somit das Element Wasser. Die Niere ist die Quelle des Lebens sowie der Yang-Energie. Zu ihnen zählen die Farben blau und schwarz, der salzige Geschmack, Knochen, Zähne und die Nerven.

Die Lebenskraft des Qi- Konzepts

„Kummer“ verknotet das Qi. Es bringt das Qi zum Stillstand. Kummer ist somit Yin.

„Schreck/Schock“ verstreut das Qi. Schreck gehört zum Yang.

Die TCM beschreibt, dass sich die Substanzen des Lebens aus Qi, Blut, Essenz, dem Geist und die Säfte zusammensetzten. Medizinern im alten China zufolge gibt es viele Arten von Qi, diese werden nach Herkunft und Funktionen unterschieden. In der westlichen Medizin entspricht dies dem Immunsystem.

  • Himmlisches Qi, das wir über die Atmung aufnehmen,
  • Nahrungs-Qi, das in den Nahrungsmitteln den Körper erreicht,
  • ursprüngliches Qi, das uns als Erbsubstanz und Talent mitgegeben ist, etc.

Das Qi ist für unsere vitalen Funktionen verantwortlich. Es bewegt, transportiert, schützt, wärmt und reguliert die Funktion der Organe. Darüber hinaus steuert dieses System auch Emotionen und  Psyche. Beispielsweise beruht das Prinzip der Organuhr auf dem Qi-Konzept. Ein Qi-Mangel führt zu allgemeinen Symptomen, wie Abgeschlagenheit, rascher Erschöpfung, Blässe und Müdigkeit.

Die TCM verwendet hierfür unter anderem ätherische Öle, um körperliche und psychische Zustände zu beeinflussen. Folgender Artikel erklärt die Anwendung von Aromatherapie.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN