Dao-Tee „Licht für den Tag“

Von 15. März 2008 Aktualisiert: 15. März 2008 12:33
Damit die beginnenden Frühlingsgefühle nicht in Frühjahrsmüdigkeit enden

Die Tage werden wieder länger. Was schon mit der Wintersonnwende am 21. Dezember beginnt, fangen wir jetzt kurz vor Frühlingsbeginn erst richtig an, wahrzunehmen. Unser Körper spürt das, er stellt um auf Aktivität. Nach dem mehr nach Innen wenden in der dunkleren Jahreszeit, möchten wir uns jetzt wieder ganz ins Außen, in die Natur versprühen. So manche winterlichte Depression scheint wie weggeblasen – Frühlingsgefühle sind angesagt.

Frisch gepresse Säfte sind die Fitmacher schlechthin

Doch oft stellt sich mit dem ersten Erwachen gleich wieder das Gegenteil ein. Die Jahreszeitenumstellung macht uns schlapp – die berühmte Frühjahrsmüdigkeit. Gutes Mittel dagegen: leichte frische Kost. Vitamine und Rohkost bringen unsere Geister auf Trab. Qualitativ hochwertiges und unbehandeltes Obst, beispielsweise Zitrusfrüchte, findet man in jedem gut sortieren Bio-Laden. Morgens ein Glas frisch gepresser Saft sorgt ganz sicher für einen energiegeladenen Tagesbeginn.

Auch belebende Kräutertees können wahre Wunder wirken.

Die Firma Heuschrecke etwa hat eine neue Kräuterteelinie herausgebracht, darunter einen Tee, den sie in Anlehnung an die daoistische Schule Dao – Licht für den Tag nennt. Ein aufmunternder und inspirierender Tee für tagsüber, der herrlich zitronig schmeckt. Zutaten: Zitronenmyrte, Sonnenblumenblüten, Rose, Passionsblumenkraut, Brombeerblätter, Spitzwegerich, Brennnesselsamen und Wegwartenwurzel.

Eine weitere Neukreation des Spezialisten für Bio-Tees und Bio-Gewürze ist Dao – Ruhe in Bewegung. Ein würzig energetisierender Tee für Freude an Bewegung. Zutaten: Salbei, Wasserminze, Thymian, Maisbart, Schachtelhalm, Passionsblumenkraut, Grüner Hafer und Melisse. (Näheres zur Anwendung der Melisse unter Kraut des Monats in unserer nächsten Ausgabe)

Dao = Weg, Ordnung und Wandel.

Dieser Begriff aus der chinesisch-daoistischen Philosophie steht für das älter und weiser werden. Im Zentrum der Lehre steht dabei die Wahrhaftigkeit, Wahres zu tun und Wahres zu sagen. Und zum Schluss wird man zu einem wahren Menschen, denn nichts anderes bedeutet Dao. „Nicht Jugendwahn, sondern bewusstes Wandeln im Fluss des Lebens“, sagt Heuschrecke. Eine schöne Erkenntnis, passend zum neuen Lenz.

Der Frühlingsbeginn wird aber nicht astronomisch mit dem Äquinoktium, auf der Nordhalbkugel am 20. oder 21., in seltenen Fällen bereits am 19. März, bestimmt, sondern auch nach der Phänologie. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Lehre von den Erscheinungen“. Viele Menschen zieht es jetzt vermehrt wieder hinaus in die Natur. Man möchte wandern und beobachten, wie die ersten Pflanzen ihre Blüten entfalten und es wieder bunt wird.

Wenn das Schneeglöckchen blüht

In Mitteleuropa beginnt der Vorfrühling bereits mit den ersten Blüten der Schneeglöckchen, der Vollfrühling ist aber erst mit dem Blühbeginn der Apfelbäume erreicht. Und die fleißigen Bienen, die mit den ersten Sonnenstrahlen schon hin uns wieder ihren Stock verlassen, halten Ausschau nach dem ersten Pollenspender, dem Weidenkätzchen.

Stimmungsmacher Serotonin und Dopamin

Mit der steigenden Lichtintensität werden vor allem bei Naturvölkern, die im Winter weniger dem künstlichen Licht ausgesetzt sind, vermehrt Serotonin und Dopamin ausgeschüttet. Und genau diese Hormone sollen laut der Forschung unsere Stimmungsaufheller sein. Sie sorgen für allgemeines Wohlbefinden und eine leichte Euphorie. Damit wäre es unseren ziviliserten Völkern gut angeraten, sich mehr an der frischen Luft und im Tageslicht zu bewegen, um diese natürlichen hormonellen Fitmacher bei sich selber zu stimulieren.

Gleichzeitig mit den Wanderungen und Spaziergängen in der Natur, kann die Küche mit den ersten wildwachsenden Kräutern aufgefrischt werden. Eines davon ist der Bärlauch, der ab Ende April, Anfang Mai in lichten Wäldern wie Unkraut wächst und seinen knoblauchähnlichen Duft weithin verbreitet. Das ist auch das untrügliche Kennzeichen dafür, dass man die richtigen Blätter absammelt, denn die Blätter ähneln sehr denen des Maiglöckchens, die giftig sind.

Mit Bärlauch können alle Arten von Köstlichkeiten gezaubert werden. Eine davon ist Pesto, denn dafür kann neben dem Basilikum auch Bärlauch kleingehackt und im Mörser zerstampft werden. Ein wenig müssen wir uns natürlich noch gedulden und auch Basilikum oder Rucola können wir noch nicht in den Mengen in unseren Gärten oder Balkontöpfen anbauen, die wir zur Zubereitung des Pestos benötigen. Sehrwohl aber können wir Basilikumpflänzchen in Töpfen ziehen oder im Laden kaufen und unsere Mahlzeiten ganzjährig damit verzieren und bestreuen. Den Basilikum können wir später ins Freie stellen oder in ein Beet umsetzen, wo er sich schön vermehrt.

Text erschienen in Epoch Times Deutschland Nr. 11 ( 12.Mrz. – 18.Mrz. 2008)

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