Chirorée wurde erstmals in Belgien gezüchtet.Foto: MICHAEL URBAN/AFP/Getty Images

Französischer Anti-Aging-Forscher: Chicorée gesunde Alternative zu teurer Anti-Falten-Creme

Epoch Times6. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:04
Die Franzosen und Belgier lieben ihn, den Chicorée. Sie mögen das zarte Gemüse gerne gedünstet. Die Deutschen richten es vorzugsweise in Rohkostsalaten an. Das vornehm blasse Gemüse ist eines der kalorien- und fettärmsten überhaupt. Und: Es hat tolle Inhaltsstoffe mit Anti-Aging-Wirkung.

Chicorée wurde von den Belgiern „erfunden“. Eine Geschichte sagt, dass der Chefgärtner des Botanischen Gartens Brüssel, Brézier, Experimente mit Wilder Zichorie machte. Er ließ mehrere Pflanzen Wurzeln treiben. Doch nun kommt’s: Als die ersten Sprossen zu sehen waren, verhüllte er sie, um sie vor Sonnenlicht zu schützen. Das Ergebnis war erstaunlich. Die Blätter blieben weiß und fest. Noch besser: Sie schmeckten sogar. Die Weltöffentlichkeit bekam das neue Gemüse dann im Jahre 1873 als Chicorée zu sehen.

Chicorée-Extrakt verzögert Hautalterung

Die Belgier essen neun Kilogramm pro Jahr, die Deutschen nur 300 Gramm. Schade, denn der Chicorée punktet mit den Vitaminen A, B und C sowie Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium. Diese Vitalstoffe ermöglichen es, Giftstoffe aus der Haut zu lösen, die vor allem durch schädliche Umwelteinflüsse, UV-Strahlung und Rauchen verursacht werden.

Bei der Untersuchung von 200 Gemüsesorten konnte der französische Anti-Aging-Forscher Jean Morelle im Chicorée ein hochwirksames Anti-Aging-Mittel entdecken. Ein Chicorée-Extrakt soll der Wirkung klassischer Radikalenfänger überlegen sein, da nicht nur die Freien Radikale abgefangen, sondern auch die giftigen Sauerstoffverbindungen Lipoperoxid und Wasserstoffperoxid zumindest teilweise deaktiviert werden.

In Laboruntersuchungen wurde die Aktivität von Lipoperoxid, das die Hautfette angreift, nachweislich um mehr als 90 Prozent verringert, ebenso die Zerstörung der Hautzellen durch Wasserstoffperoxid. Der gefundene Wirkstoff soll sich zur Verwendung in Anti-Aging-Produkten und Sonnencremes eignen.

Bitterstoffe sorgen für reizvolle Kontraste in Obstsalaten

Chicorée wird wegen seines reizvollen Aromas sehr geschätzt. Die Blätter des Chicorée sind zart bis knackig. Sie sorgen für kulinarischen Hochgenuss in gedünsteter Form, aber auch in Rohkostsalaten setzt das helle Gemüse leicht bittere Kontrastpunkte. Das liegt an dem in dem gesunden Gemüse vorkommenden Bitterstoff Lactucopikrin. Mit süßherben Früchten, Zitrone und anderen Ingredenzien kombiniert entstehen dann einmalige Geschmackserlebnisse.

Beim Andünsten des Chicorée sollte man eine gusseiserne Pfanne verwenden, da sich das Gemüse sonst schwarz färben würde. Ein geschichtlicher Blick zurück zeigt, wie man das Gemüse anderweitig einsetzen kann. Wenn man die getrocknete Wurzel in kleine Stücke schneidet und im Ofen drei Stunden lang röstet, kann man die fertigen Stücke wie Kaffeebohnen mahlen und danach wie Kaffee zubereiten. (kf)

Quellen:

http://www.gesundheit.com/gc_detail_5_gc17110313.html

http://www.meine-vitalitaet.de/ernaehrung/warenkunde/gemuese/chicore-das-gemuese-schmeckt-nicht-nur-als-salat.html

http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/chicoree



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion