GlaxoSmithKline verurteilt: Illegale Impfstoff-Tests führten zum Tod von 14 Babys

Epoch Times4. März 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:27
Das Pharma-Unternehmen GlaxoSmithKline hat illegale Studien am Menschen durchgeführt und wurde dafür 2012 in Argentinien schuldig gesprochen. Auch für gefälschte elterliche Genehmigungen, die dem Unternehmen Experimente mit Babys erlaubten.

Der Pharmariese Glaxosmithkline hatte jüngst "versehentlich" 12 Gallonen (ca. 45 Liter) von lebenden, konzentrierten Polio-Viren in einen belgischen Fluss gepumpt. Doch ein Blick zurück zeigt, dass das Unternehmen eine lange Geschichte von Sicherheitsverletzungen in seinem Impfstoff-Geschäft aufweist. Im Jahr 2012 befand zum Beispiel ein argentinischer Richter das Unternehmen der Durchführung illegaler Impfstoff-Studien für schuldig, die zum Tod von 14 Babys geführt hatten.

Dennoch wurde das Unternehmen nur mit 400.000 Pesos bestraft, zu der Zeit das Äquivalent von etwa 93.000 Dollar Geldstrafe. Zwei Ärzte, die in der Studie beteiligt waren, wurden mit weiteren 300.000 Pesos pro Person belegt.

Das Unternehmen hatte Studien am Menschen durchgeführt. Dies ist in Argentien verboten und so wurde Glaxosmithkline für schuldig befunden. Insbesondere hatte das Pharmaunternehmen elterliche Genehmigungen gefälscht, die dem Unternehmen erlaubten, mit Babys zu experimentieren.

Illegale Menschenversuche

Der Richter fällte das Urteil nach einem Bericht der National Administration of Medicine, Food and Technology (ANMAT), der zu dem Schluss kam, dass die COMPASS-Studie zwischen 2007 und 2008 "Ausfälle in dem Prozess der Beschaffung der notwendigen Zustimmungsbriefe von Teilnehmern“ aufzeigte und „damit die Patientenrechte verletzt, sowie die Einbeziehung des Patienten, nicht vollständig erfüllt hat, die erforderlichen klinischen Bedingungen im Programm vorzulegen.“

Insgesamt wurden 15.000 Kinder aus armen Familien für die Studie rekrutiert, die nicht älter als ein Jahr alt waren. Sie besuchten öffentliche Krankenhäuser in drei verschiedenen argentinischen Provinzen.

Der Skandal wurde von der Ärztin Ana Marchese aufgedeckt, welche die COMPASS-Studie kennen lernte, während sie an einem der drei beteiligten öffentlichen Krankenhäuser arbeitete. Sie berichtete die Verletzungen der argentinischen Federation of Health Professionals (FESPROSA), welche die Beschwerden dann später an die Regierung weiterleitete.

"GSK Argentinien setzte ein Protokoll im Krankenhaus ein, und rekrutierte mehrere Ärzte dort zu arbeiten", sagte Marchese.

"Diese Ärzte nutzten die vielen analphabetischen Eltern, deren Kinder sie für die Behandlung nehmen wollten, und setzten sie unter Druck, zwangen sie zur Unterzeichnung dieser 28-seitigen Einwilligungsformulare und beteiligten sie so an den Studien."

„Pharma-Unternehmen können in Europa oder den Vereinigten Staaten nicht experimentieren, so kommen sie, um es in Ländern der Dritten Welt zu tun“, sagte sie.

Die COMPASS-Studie wurde durchgeführt, um einen neuen Pneumokokken-Impfstoff zu testen. Ähnliche Versuche wurden in Kolumbien und Panama durchgeführt.

Marchese hatte angemerkt, dass der neue Impfstoff von den schon bestehenden Pneumokokken-Impfstoffen nicht signifikant verschieden ist.

"Es gibt bereits sehr gute Impfstoffe für die gleichen Krankheiten, aber wir alle wissen, wie Laboratorien arbeiten; sie kümmern sich nur um ihr eigenes Geschäft", sagte sie.

Korruption und Einschüchterung

Viele der Beschwerden gegen GSK zentrierten sich um die Behandlung der an der Studie beteiligten Kinder.

"Sobald ein aufgenommener Patient kam, er oder sie würde automatisch verschwinden und irgendwo hingenommen werden, um von den speziell von GSK rekrutierten Ärzten behandelt zu werden", sagte Marchese. "Diese Art von Praktiken sind nicht zugelassen und geschehen ohne jede Art von staatlicher Kontrolle, und sie entsprechen nicht den ethischen Mindestanforderungen."

"In verschiedenen besonderen Fällen, vermieden die Ärzte, die die Tests durchgeführt hatten, die vielen Telefonate von besorgten Eltern zu beantworten, nachdem diese die ersten Reaktionen ihrer Babies auf die Impfstoffe erlebten“, fügte sie hinzu.

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"Viele Leute wollten das Protokoll verlassen, aber es wurde ihnen nicht erlaubt", sagte Julieta Ovejero, die Großtante eines der Babys, welche gestorben sind. "Sie zwangen sie unter Drohung es fortzusetzen, so dass, wenn sie es verlassen würden, sie alle anderen Impfstoffe für ihre Kinder nicht bekommen könnten.“

Im Jahr 2008, als FESPROSA zum ersten Mal die Geschichte veröffentlichte, dass 12 Kinder gestorben waren, wies der lokale GSK-Forscher Enrique Smith die Tode zurück und nannte es "eine sehr niedrige Zahl, wenn wir es vergleichen mit dem Toden, die durch die Erkrankungen der Atemwege entstehen, die die Pneumokokken-Bakterien erzeugen.“

In der Provinz Santiago del Estero wurde die COMPASS-Studie von dem Landesgesundheitsminister genehmigt – welcher zufälliger Weise auch der Bruder des GSK-Forschers Enrique Smiths ist.

(NaturalNews/mh)