Hygiene-Experte zur Maskenpflicht: „Das RKI steckt in der Klemme“

Von 25. August 2020 Aktualisiert: 27. August 2020 8:39
Zu Beginn der Corona-Pandemie, schon im Februar 2020, forderte Professor Klaus-Dieter Zastrow Mund-Nasen-Schutz für die Bevölkerung. Aber das Robert Koch-Institut hielt nichts davon. Inzwischen hat sich die Situation verändert. Epoch Times fragte den Hygiene-Experten, wie er die aktuelle Lage sieht.

Inzwischen haben die Landesregierungen eine Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen angeordnet. Die Bußgelder für Verstöße wurden bereits erhöht. Und selbst in den Schulen besteht teilweise die Anordnung zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen. Allerdings gibt der Hygiene-Professor Klaus-Dieter Zastrow zu bedenken, dass man ja nicht wirklich weiß, wer ansteckend ist oder nicht. „Wir wissen nur, wer vor zwei Tagen negativ getestet wurde, kann morgen positiv sein.“ Nur ein positiver Test bringe relativ große Sicherheit.

Gleichzeitig weist der Hygiene-Experte darauf hin, dass die aktuelle Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) keinerlei Auskunft darüber gebe, ob positiv getestete Menschen nur infiziert, leicht erkrankt sind oder erkranken werden oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen.

Dies sei jedoch die alles entscheidende Frage für die Bewertung der Bedeutung der Epidemie. „Das fehlt da ja völlig, und somit ist diese Statistik ziemlich wertlos“, kritisiert Zastrow.

5.000 Tests, 18 positiv, aber keiner schwerkrank

Ein Krankenhaus, das der Hygiene-Experte unterstützt, hat eine derartige Statistik selbst angefertigt. „Dort wurden über acht Wochen die Tests gezählt.“ So um die 5.000 Tests seien durchgeführt worden und 18 Patienten waren positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. „Aber keiner  musste stationär behandelt werden oder ist auf der Intensivstation gelandet“, erklärt Zastrow.

Damit sei man bei einer Grundsatzentscheidung. Niemand wisse, wer krank werde und wer nicht. Darüber gebe es keine Erkenntnisse. Auch über Spätschäden und deren Schweregrad nach Erkrankungen sei zu wenig bekannt. „Diese Fragen sind nach wie vor völlig offen.“

Daraus ergebe sich die Frage, ob man das Virus als „allgemeines Lebensrisiko“ einordnen solle. Dazu nennt Zastrow ein Beispiel:

Wenn ein Fahrradfahrer bei einem Unfall ums Leben kommt, werden wir auch nicht das Radfahren verbieten.“

Im Moment fehlt dem Hygiene-Professor eine „sachgerechte  Analyse“. Denn selbst während des Lockdowns seien die Intensivstationen – und da spricht Zastrow aus Erfahrung – nur bis zu 30 Prozent belegt gewesen, „aber nicht nur mit Corona-Patienten“.

Falsche Argumentation fällt dem RKI auf die Füße

Von Beginn an habe das RKI den Mund-Nasen-Schutz als solchen völlig falsch eingestuft. Da sei anfangs argumentiert worden, dass der Mund-Nasen-Schutz gar nicht helfen würde, aber doch bitte dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben müsse. Dann hieß es, dass „Mund-Nasen-Bedeckungen“ nur andere vor den eigenen Viren schützen würde. „Das war der größte Blödsinn.“ Und diese Behauptung sei „brandgefährlich“ gewesen, weil sie jetzt dem RKI wieder auf die Füße falle.

„Das RKI steckt in der Klemme“, sagt Zastrow und erklärt: „Warum sollten die Gesichtsmasken nur andere schützen? Dem Tröpfchen ist es egal, ob es von innen oder außen am Mund-Nasen-Schutz kleben bleibt. Da macht es keinen Unterschied!“

Allerdings sei mit der These „Ich schütze dich – du schützt mich“ eine Botschaft auf den Weg gebracht worden, von der man jetzt schlecht wegkomme. Aus dieser Nummer komme das RKI nur raus, wenn es wieder einmal „neue Erkenntnisse“ hätte, vermutet Zastrow.

Wenn das RKI von Anfang an die Wahrheit gesagt hätte, nämlich: „Schütze dich selbst mit der Maske“, dann wäre alles gut gewesen. Fakt sei, so Zastrow: „Wenn ich eine Maske aufsetze, können die links und rechts von mir rumhusten, wie sie wollen, bei mir kommt kein Virus an!“


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