Gibt es bald einen Corona-Impfstoff?Foto: iStock

Corona-Impfstoff schon im Oktober verfügbar? Indische Firma beginnt mit Produktion

Epoch Times30. April 2020 Aktualisiert: 30. April 2020 7:35
Eine indische Firma beginnt bereits mit der Herstellung eines möglichen COVID-19-Impfstoffs. Ob das Medikament tatsächlich gegen die Krankheit wirkt, ist noch völlig unklar.

Das Jenner-Institut der Universität Oxford hat einen neuen Impfstoff gegen COVID-19 erfolgreich an Tieren getestet. Das berichtet unter anderem die „New York Times“. Damit haben die Briten gegenüber anderen Forschungsinstituten einen Vorsprung.

Laut dem Bericht ist der Impfstoff bereits an sechs Affen erfolgreich getestet worden. Die Versuchstiere wurden dem Virus ausgesetzt und zeigten nach Verabreichung des Medikaments in den folgenden 28 Tagen keine Symptome. Vergangene Woche wurden auch die ersten beiden Menschen mit dem Wirkstoff geimpft.

Im Rahmen der Studie, die von der britischen Regierung finanziert wird, werden über 1.000 Menschen in Großbritannien geimpft. In der Studie soll getestet werden, ob das Mittel auch beim Menschen wirksam und sicher ist.

Durch Ausnahmegenehmigungen der Behörden und ein schnelleres Herstellungsverfahren könnte das Mittel bereits im Herbst verfügbar sein. „Möglicherweise erhalten wir in ein paar Monaten genügend Daten, um zu sehen, ob der Impfstoff wirkt. Wenn die Infektionsrate sinkt, könnte das aber auch bis zu sechs Monate dauern“, sagten die Wissenschaftler vergangene Woche. Im September, so hofft die Forscher-Gruppe, könne dann eine Million-Dosierung des Impfstoffs hergestellt werden. Dieser Zeitpunkt sei jedoch sehr optimistisch angesetzt.

Indische Firma beginnt schon jetzt mit Impfstoff-Produktion

Das Unternehmen „Serum Institute of India“ will nicht auf den Abschluss der Studie warten und hat bereits jetzt mit der Produktion des Impfstoffes begonnen, berichtete „Times of India“. Die Firma stellt über eine Milliarde Impfstoff-Einheiten für verschiedene Krankheiten her.

Am Montag erklärte Adar Poonawalla, der Chef des Unternehmens, dass das Institut ein halbes Jahr lang fünf Millionen Impfstoff-Einheiten pro Monat produzieren werde, um der Nachfrage voraus zu sein.

Wir warten nicht darauf, dass die Versuche in Großbritannien im September abgeschlossen werden, um dann erst mit der Produktion zu beginnen. Auf unser eigenes Risiko und unsere eigenen Kosten ist der Startschuss für die Herstellung gefallen. Falls sich die klinischen Studien erfolgreich zeigen, sollen genügend Dosierungen zur Verfügung stehen“, so Poonawalla.

Das Ziel der Firma sei es, im ersten halben Jahr vier bis fünf Millionen Einheiten pro Monat herzustellen. Sollten die Versuche erfolgreich sein, könnte man auf bis zu zehn Millionen Dosierungen pro Monat erhöhen. Bis September oder Oktober soll die Zahl dann auf 20 bis 40 Millionen erhöht werden, sagte der Firmen-Chef.

Impfstoff soll erschwinglich sein

Sein Unternehmen wolle den Impfstoff in Indien zu einem erschwinglichen Preis von umgerechnet etwa 12 Euro zur Verfügung stellen, fügte Poonawalla hinzu. Da die Arzneimittelpreise weltweit sehr unterschiedlich sind, könnte das Medikament in anderen Ländern viel mehr kosten.

Wie der „Business Insider“ berichtet wolle das Unternehmen den Impfstoff nicht patentieren. Poonawalla sagte demnach: Aus der Pandemie, die eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung darstelle, wolle man kein Geld verdienen. (so)



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