Virologe warnt vor Impfstrategie: „Gestatten Sie mir, das als Spike-Stoffe zu bezeichnen“

Von 19. März 2022 Aktualisiert: 30. März 2022 9:58
Nach zwei Jahren Corona-Pandemie zieht Virologe Prof. Martin Haditsch Resümee und warnt vor den Auswirkungen einer Impfstrategie, die sich letztendlich als Risikofaktor bei kommenden Mutationen erweisen könnte.

Die Debatte um die Impfpflicht zieht in den Bundestag ein. Daher blicken wir auf die letzten zwei Jahre der Corona-Krise. Wie hat sich die Krankheit entwickelt und welche Erkenntnisse sollten in der Impfpflicht Debatte berücksichtigt werden? Hierzu sprach Epoch Times mit Herrn Professor Dr. Dr. Martin Haditsch.

Herr Professor Haditsch ist Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin sowie für Virologie und Infektionsepidemiologie. Neben seiner Praxis betreibt er in Österreich eine Impfstelle und auch ein Diagnostiklabor in Hannover. Zusammen mit dem Sender Servus TV drehte er die Dokumentationsreihe „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“, in dessen Rahmen er weltweit mit führenden Wissenschaftlern und Ärzten sprach.

Nachdem Sie mittlerweile drei Teile der Dokumentationsreihe mit Servus TV gedreht haben, wie ist ihr Blick auf die globale Corona-Krise?

Global lässt sich eine Reaktionsweise feststellen, die wir in dieser Art und Weise noch bei keiner Infektionskrankheit gesehen haben. Wenn man mittlerweile gängiges Wissen berücksichtigt, dass auch die Weltgesundheitsorganisation das SARS-Corona-Virus-2 ungefähr einer mittelschweren Grippe gleichgesetzt hat und es in der Anfangszeit noch signifikant pathogener war als die aktuell zirkulierenden Varianten, dann beginnt man sich natürlich zu fragen, wieso solche Maßnahmen nicht schon immer bei einer Influenza umgesetzt wurden. Oder andersherum: Ist eine Krankheit dieser Art wirklich eine Rechtfertigung für das, was im Moment global stattfindet? Ich persönlich glaube, dass die medizinischen Gründe das allein nicht ausreichend rechtfertigen.

Die Krankheit entwickelt sich beziehungsweise das Virus mutiert. Wie betrachten Sie das Mutationsgeschehen aus infektionsepidemiologischer Sicht?

Erfreut. Zunehmend setzt sich auch das Wissen in die Richtung durch, dass dieses Virus nicht natürlichen Ursprungs ist. Auch wenn es nach wie vor Leute gibt, die versuchen, an diesem Narrativ festzuhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Virus aus einem Labor stammt, liegt bei 99,8 Prozent. Das, was wir in der Umgangssprache bezeichnen „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“.

Bei einem synthetischen Virus weiß man ja nie, wie sich so etwas weiterentwickelt und erfreulicherweise hat dieses Virus als künstliches Virus den gleichen Weg genommen, denn wir von natürlichen Viren kennen. Das ist die sogenannte Attenuierung, das heißt Abschwächung. Mit anderen Worten: Jedes Mal, wenn das Virus eine Passage durch einen Menschen macht, verliert es ein wenig an krankmachender Wirkung.

Das ist bei anderen Viren auch so. Wir haben das bei pandemischen Influenza-Viren zum Beispiel gesehen, dass sie sukzessive an krankmachender Wirkung verlieren. Es kann nicht im Sinne eines Krankheitserregers sein, seinen Wirt umzubringen. Das wäre evolutionär eine Sackgasse. Das Virus oder der Erreger muss das Interesse haben, dass der Wirt überlebt, damit das eigene Überleben gewährleistet ist. Das wurde hier auch beobachtet.

Ursprünglich hatten wir die Wuhan-Variante, die noch relativ pathogen und vergleichbar mit einer mittelschweren Influenza war. Also das Krankheitsbild ist anders, aber vom Ergebnis her vergleichbar. Das heißt, die Anzahl der Leute, die hospitalisiert werden mussten, die Anzahl derer, die auf die Intensivstation gekommen sind und letzten Endes auch die Anzahl der Verstorbenen.

„Schon von Anfang an wurde maximal intransparent gearbeitet“

Wie sehen Sie das Argument, dass das Omikron zwar nicht mehr so gefährlich ist, es sich aber viel schneller verbreitet und deshalb eine Überlastung der Krankenhäuser befürchtet wird?

Schauen Sie sich einfach die Auslastung an. Auch die Gesundheitspolitiker haben zugegeben, dass es nie auch nur an die Grenze der Auslastung oder der Überlastung allein durch Corona kam. Die letzten Zahlen, die ich mir angeschaut habe, sind ungefähr 2 Wochen alt. Damals war es so, dass von den mittlerweile 20.000 Intensivbetten in Deutschland 2.000 oder 3.000 durch Corona Patienten belegt wurden.

Dann darf man schon die Frage stellen: Wie dramatisch ist eine Situation, wenn während der Pandemie mit einem angeblich so gefährlichen Erreger die Kapazität an Intensivbetten in Deutschland von 28.000 oder 29.000 auf 20.000 abgebaut werden. Wenn man sieht, was für Unsummen im Moment ausgegeben werden für nur teilweise sinnvolle Maßnahmen, dann müsste doch leicht ausreichend Geld vorhanden sein, die Gesundheitsstruktur auf dem aktuellen Stand zu halten oder auszubauen, statt hier abzubauen. Das ist für mich ein Paradoxon, das mir bisher noch niemand wirklich erklären konnte.

Die Infektionszahlen und insbesondere die Todeszahlen werden seit März 2020 stetig aufsummiert. Ist das Ihrer Meinung nach korrekt oder sollten die Zahlen saisonal oder je Mutante betrachtet werden? 

Ich möchte mich ehrlich gesagt auf diese Zahlenspiele gar nicht einlassen. Schon von Anfang an wurde hier maximal intransparent gearbeitet. Wenn man den Eindruck hatte, man braucht mehr Infektionsfälle, dann wurde einfach mehr getestet. Und wenn ich mehr teste, dann finde ich mehr. Man hätte immer von Anfang an die Bezugszeit verwenden und einen Prozentsatz angeben müssen, der besagt, wie viel Prozent der Getesteten positiv sind.

In dieser Richtung hätte man sich das anschauen müssen, dann tut man sich auch leichter in der Interpretation aktueller Zahlen. Wir haben in Deutschland eines der weltbesten Gesundheitssysteme und wir haben – oder vielleicht sollte ich auch hatten sagen – mit dem Robert Koch-Institut, ein Institut von Weltruf. Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass es nicht möglich ist, diese Zahlenkonstellation so darzustellen, dass es transparent ist. Es ist nicht geschehen, also wird es einen Grund haben.

Kann man also sagen, es ist gar nicht mehr das Ursprungsvirus, von dem immer noch die ersten Todesfälle gezählt werden?

Absolut richtig. Wenn man diese Zahlen nimmt, sieht man, dass anfangs natürlich im Vergleich zu den Infektionsnachweisen wesentlich mehr Leute gestorben waren, als das heute der Fall ist. Es ist auch ein Unikum, dass hier sehr verwaschen jeder sogenannte Infektionsnachweis als Fall dargestellt wird. Also auch die Leute, die nicht erkranken, werden als Fall in der Statistik aufgeführt.

Die eingesetzten Tests zum Nachweis einer Infektion sind nachweislich dafür gar nicht zugelassen. Sowohl PCR- als auch Antigen-Nachweis dienen einer Diagnose-Absicherung bei erkrankten Personen. Das heißt, gesunde Personen damit zu untersuchen, liegt eigentlich außerhalb der Zulassung dieser Substanzen.

Wie wahrscheinlich halten Sie es aus epidemiologischer Sicht, dass im nächsten Herbst und Winter wieder eine gefährlichere Mutation auftritt?

Ich kenne kein einziges natürliches Virus, das durch Mutationen bösartiger geworden wäre. Ich lege auf „kein einziges natürliches Virus“ deswegen so viel Wert, weil schon vorher über eine sehr lange Zeit künstliche Viren eingesetzt wurden, und zwar zum Impfen von Menschen.

Typisch ist dafür die Schluck-Impfung gegen Kinderlähmung, Poliomyelitis. Das ist eine Lebendimpfung, bei der das Virus künstlich entschärft wurde. Dort gab es Remutationen, also Rückentwicklungen des Virus wieder in Richtung einer bösartigeren Variante. Deswegen gibt es auch durch Schluck-Impfung ausgelöste Fälle von Kinderlähmung. Das ist zwar sehr selten, aber bei einem natürlichen Virus ist mir das bisher noch nicht untergekommen.

Wir können nicht ausschließen, dass vielleicht etwas mehr Leute daran erkranken werden, vielleicht auch etwas mehr Leute daran sterben werden, weil sich vielleicht viel mehr Leute infizieren werden. Aber die sogenannte Tödlichkeit des Virus wird mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit weiter abnehmen. Ich habe schon gesagt, sollte wieder eine höher pathogene Variante von SARS-CoV-2 auftauchen, wäre in der Richtung zu untersuchen, ob nicht wieder der Mensch Hand angelegt hat und erneut ein Virus künstlich scharf geschaltet hat.

Das RKI hat die Beschreibung zur Wirksamkeit der Impfstoffe auf seiner Homepage mehrfach geändert. Nun gibt es folgende Beschreibung: „COVID-19-Impfstoffe sind indiziert zur aktiven Immunisierung zur Vorbeugung der durch SARS-CoV-2-Virus verursachten COVID-19-Erkrankung.“ Was bedeutet das?

Ich denke, es ist wichtig, dass ich an dieser Stelle sage, dass das, was als Impfstoffe bezeichnet wird, aus meiner Sicht keine Impfstoffe sind. Ich erlaube mir, sie Spike-Stoffe zu nennen. Es gibt verschiedene Terminologien dazu, doch überall, wo Therapie oder Gentherapie enthalten ist, ist die Bezeichnung Impfung aus meiner Sicht falsch, weil eine Therapie setze ich zu einer Behandlung einer Krankheit ein und hier sprechen wir von Vorbeugung. Daher gestatten Sie mir einfach, dass ich das als Spike-Stoffe bezeichne.

Die hier verwendeten Substanzen wurden mit einem enormen sozialen Druck versehen, um möglichst viele Leute dazu zu bringen, sich spiken zu lassen. Unter anderem solle man nicht nur an sich selber denken, sondern auch an die Umgebung. Also die sogenannte Impfung schütze vor Übertragung auf andere und solle vor Infektionen schützen.

Beides ist nicht aufgegangen. Wenn man jetzt auf die Verhinderung der schweren Krankheit zurückkommt, muss man sagen, dass die aktuellen Daten darauf hindeuten, dass auch das nicht funktioniert. Von der Seite gibt es bei den aktuell verfügbaren Substanzen eigentlich keinen Grund, diese zu promoten.

Spiken als Risikofaktor bei Omikron

In unserer Wochenzeitung vom 12. März haben wir auf Seite 3 eine aktuelle Grafik vom RKI abgedruckt. Für die Gruppe der 18- bis 59-Jährigen sowie der über 60-Jährigen ist erkennbar, dass mehr symptomatische COVID-Erkrankungen bei der Gruppe der Grundimmunisierten und der Geboosterten auftreten als bei den Ungeimpften. Wie bewerten Sie das? 

Es ist wieder einmal ein Zeichen dafür, dass nicht sauber gearbeitet wird. Man müsste auch noch dazu schreiben, in welcher Kohorte wie viele Leute geimpft worden sind. Es fehlt wieder die Bezugsgröße. Außerhalb des RKI gibt es relativ gute Datensätze aus Ländern, in denen wesentlich früher begonnen wurde zu spiken. Dort, wo zumindest bestimmte Kollektive in einem wesentlich höheren Prozentsatz gespikt worden sind.

Wenn man jene Länder nimmt und wenn es nur um die Hospitalisierung und die Intensivpatienten geht, bekommen wir ein deutlicheres Bild. Und das ist ein deprimierendes Bild. Nehmen Sie als Beispiel Israel. Dort lassen sich die Palästinenser und die orthodoxen Juden nicht spiken, um es jetzt im Großen zu sagen. Sie haben in Israel eine Durchimpfungsrate der Bevölkerung von 65 bis 70 Prozent. Analysiert man jetzt, wer einen schweren Verlauf hat – und ein typisches Zeichen dafür ist die Behandlung im Spital und auf der Intensivstation –, dann stellt man fest, dass 80 Prozent dieser Leute zwei- oder dreimal gestochen worden sind.

Wir müssen jetzt langsam aufmerksam werden, ob Spiken nicht einen Risikofaktor darstellt. Also ob die gespikten Leute sogar das Risiko eingehen, gerade bei Omikron schwerer zu erkranken, wobei Omikron eigentlich einen sehr milden Verlauf im Großen und Ganzen bedeutet. Ich will das jetzt nicht als bereits solide Datenbasis darstellen, aber es gibt erhebliche Verdachtsmomente in die Richtung.

Zweitens haben gespikte Leute eine höhere Viruslast in der Nase. Dazu gibt es eine Publikation in Großbritannien. Das heißt, diese wären dann auch infektiöser als Ungespikte, weil eine höhere Menge am ehesten ins Aerosol einfließen kann. Eine Begründung ist zumindest in dieser Publikation, dass die Leute eventuell erst später symptomatisch werden, sozusagen als Virusschleudern unterwegs sind, bevor sie sich dann selber isolieren, wenn Krankheitszeichen auftreten. Das wäre durchaus denkbar.

Es gibt ja auch Nebenwirkungen, die kürzlich in den geleakten Pfizer-Unterlagen aufgelistet sind. 

Wir müssen die mit den Spike-Stoffen assoziierten möglichen Komplikationen aufdröseln. Vielleicht nur in Schlagworten. Das eine ist: Was passiert, wenn ich mit SARS-CoV-2 in Kontakt komme? Es bestehen Verdachtsmomente, dass man häufiger erkrankt, dass man vielleicht auch schwerer erkrankt und vielleicht länger krank ist.

Der zweite Punkt ist, was können die Stoffe theoretisch anrichten, wenn sie in den Körper gelangen? Die neuen möglichen Impfstoffe nehme ich jetzt mal aus und beziehe mich nur auf die mRNA- und Vektor-Substanzen. Da haben wir drei nennenswerte Entitäten. Das eine ist, wir wissen noch nicht genau, wann welche Zellen diese Substanzen aufnehmen. Wann beginnen sie mit der Produktion des Spike-Proteins und in welchem Ausmaß wird produziert? Wie lange und welche Menge bleibt innerhalb der Zelle, was bleibt sozusagen halb in der Membran hängen? Wie viel wird von der Zelle nach außen freigesetzt und ist damit sozusagen immunologisch aktive Substanz? Diese Substanz wird vom Immunsystem als fremd erkannt, wo die zelluläre Immunität sozusagen in Gang gesetzt wird und woraus Gedächtniszellen resultieren können.

Das freigesetzte Spike-Protein, das also nach draußen kommt, ist Gift, wenn man es genau genommen betrachtet. Das ist in Tierversuchen erwiesen, in denen man reine Spike-Proteine ohne Virus nimmt und zum Beispiel Nagetieren in die Nase träufelt. Dann werden die entweder schwer krank oder sterben. Also ich brauche nicht das intakte Virus, es reicht das Spike-Protein für diese Reaktion. Die Hülle der mRNA besteht aus sogenannten kationischen Lipiden, also positiv geladenen Fettmolekülen. Von denen sagt man auch, dass sie potenziell toxisch wirken und bis zu 60 Tage im Blut zirkulieren können.

Das Spike-Protein, das in der Zelle bleibt, bleibt nicht nur im Zytoplasma, sondern kann auch in den Zellkern gelangen. Das Spike-Protein selbst wird im Zellkern zwar keine genetische Veränderung selbst machen, also es wird nicht eingebaut, das kann es nicht. Das Problem ist aber, und das hat die skandinavische Studie gezeigt, es blockiert zwei Reparaturenzyme der DNA, also unserer Erbsubstanz. Wenn unsere Erbsubstanz nicht mehr repariert wird, gibt es drei Möglichkeiten.

Entweder die Zelle stellt ihre Funktion ein und tut nicht mehr das, was sie tun soll. Zweitens, die Zelle stirbt ab und drittens, die Zelle entartet und es wird eine Krebszelle. Die eigentliche Aufgabe der Reparaturenzyme ist, genau das über unsere Lebensdauer so gut es geht zu verhindern. Wenn die jetzt blockiert werden, dann schaut es nicht mehr so gut aus. Bisher ist es nur im Zell-Versuch gemacht worden, also in der Petrischale. Aber es ist aus meiner Sicht bedenklich.

Mittlerweile wurde bei jemandem nach dem Spiken ein akutes Leberversagen festgestellt. Er bekam eine neue Leber transplantiert und seine entnommene Leber hat man untersucht. Hierin hat man gesehen, dass die RNA, die über den Stich verabreicht worden ist, durch die Umwandlung in DNA in die Leberzellen eingebaut worden ist. Ein Mechanismus, der bisher immer geleugnet wird, aber zumindest in diesem Fall ist es erwiesen. Wir wissen nicht, wie häufig das Ganze vorkommt, aber es zeigt, dass es grundsätzlich möglich ist.

Ähnliches gilt auch für den Vektor-Impfstoff. Es hat Anfang des Jahrtausends Testimpfstoffe zur Tumor-Bekämpfung gegeben. Dabei hat, glaube ich, eine japanische Forschungsgruppe festgestellt, dass 0,1 bis 0,001 Prozent der Adenovirus-DNA, was die Basis der Vektor-Impfstoffe darstellt, in die Erbsubstanz des Menschen eingebaut worden ist. Bei der Leber-Transplantation dürfte es schon eine Rolle gespielt haben, vielleicht ist es ansonsten unbedeutend. Aber man muss es zumindest beobachten.

Was häufig außer acht gelassen wird, ist, was das körpereigene Immunsystem macht, wenn es durch diese Substanzen zur Bildung von Antikörpern, von Killer-Zellen und Gedächtniszellen angeregt worden ist. Da spielt unter anderem die Autoimmunerkrankung hinein. Das heißt, wenn ich ein Immunsystem habe, das scharfgeschaltet ist, und ich habe zum Beispiel ein Spike-Protein, das in der Zellmembran steckt, also sichtbar ist und das Immunsystem fährt darauf ab. Dann wird nicht nur das Spike vernichtet, sondern auch die Zelle, in der das produziert wird. Das heißt, das körpereigene Immunsystem wendet sich gegen körpereigene Strukturen und zerstört die körpereigenen Zellen. Das ist eine Autoimmunerkrankung.

Das sogenannte Antibody-Dependent Enhancement ist eine dramatisch verstärkte Abwehrreaktion. Das ist manchen auch bekannt unter dem Begriff des Zytokinsturms. Dann werden plötzlich massiv Entzündungsproteine freigesetzt, wo der Trigger eventuell einfach ein neuerlicher Kontakt mit SARS-CoV-2, eventuell eine neue Injektion oder auch ein anderes Coronavirus sein kann oder ein Mechanismus, den wir bisher gar nicht kennen. Also das Immunsystem spielt sozusagen verrückt.

Die Myokarditis ist so ein Fall, wo diese Autoimmunmechanismen die Herzmuskelzellen angreift. Vielleicht nur am Rande: Herzmuskelzellen sind nicht regenerationsfähig, eine kaputte Herzmuskelzelle bleibt kaputt. Vor Corona gab es deutsche Studien, wo man sich Leute mit Myokarditis aufgrund einer Virusinfektion angeschaut hat. Diese Studien haben gezeigt, dass innerhalb der nächsten 10 Jahre 40 Prozent der Myokarditis-Patienten verstorben sind. Also eine Myokarditis, eine Entzündung des Herzmuskels ist kein Kindergeburtstag.

Und um auf die Thrombosen, die Gerinnselbildungen zu kommen. Diese sind ein Zeichen dafür, dass das Spike-Protein toxisch ist. Das Spike-Protein kann zum Beispiel die Gefäßwand von Endothelzellen schädigen. Dann setzt die Gerinnung ein und versucht das zu reparieren. Und je nachdem, wie groß die Schädigung ist, umso größer ist der Gerinnungsprozess, der sich anschließt.

„Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen“

Sie betreiben eine Impfstelle in Österreich. Wie sehen Sie das Verhältnis der Anzahl von Impfdurchbrüchen der neuen Corona-Impfstoffe und der von herkömmlichen Impfstoffen? 

Wir sprechen alleine bei den gemeldeten Daten von Komplikationen im Bereich der Europäischen Arzneimittelagentur von circa 40.000 Toten und 3,3 Millionen gemeldeten Nebenwirkungen. Die Meldedisziplin ist in den Niederlanden am besten. Das schlechteste Land will ich jetzt nicht sagen, weil das würde vielleicht irgendjemanden desavouieren. In Deutschland und Österreich liegt sie bei 5 bis 6 Prozent. Also es gibt auch noch Länder, wo die Meldedisziplin noch schlechter ist.

Wenn wir ganz, ganz großzügig sind und sagen, im Schnitt werden 10 Prozent gemeldet, heißt es im Umkehrschluss, dass die von mir genannte Zahl ohne schlechtes Gewissen mit dem Faktor 10 multipliziert werden kann, um ungefähr in die Gegend zu kommen, was sich tatsächlich abspielt. Das ist dann ein Restrisiko, das ich nicht mehr bereit bin zu tragen. Es mag einzelne handverlesene Leute geben, bei denen die Wirkung gegenüber den möglichen Nebenwirkungen überlegen ist. Doch das sind aus meiner Sicht wirklich wenige.

Wir sehen bei der Omikron-Variante, dass das Injizieren dieser Substanzen de facto keinen Effekt mehr hat. Wir sehen keinen Benefit. Zu dieser Aussage, „aber mit dem dritten Stich wird noch ein gewisser Schutz erzielt“, da würde ich gerne die Rohdaten sehen. Mittlerweile bin ich skeptischer geworden. Zudem muss der eventuell generierte Benefit dieser dritten Stiche fairerweise den unerwünschten Nebenwirkungen gegenübergestellt werden, was in dieser Art und Weise nicht passiert.

Bei herkömmlichen Impfstoffen sind manche hochwirksam. Beispielsweise die Impfung gegen Tollwut, Gelbfieber und Hepatitis A bei 100 Prozent Wirksamkeit. Die FSME-Impfung gegen Hirnhautentzündung nach einem Zeckenbiss liegt über 99 Prozent. Wir wissen aber beispielsweise, dass die Stichimpfung gegen Typhus im Sinne der Verhinderung der Erkrankung nur zu 50 bis 70 Prozent wirksam ist. Aber sie kann einen mildernden Faktor auf die Krankheitsintensität haben. Das ist ein Vorteil, den man Reisenden kommunizieren kann.

Eine deutlich eingeschränkte Wirksamkeit bietet die Influenza-Impfung. Mit 45 oder 50 Prozent Sicherheit kann ich grob gesagt jeden zweiten Fall durch die Impfung verhindern. Dann heißt es insbesondere auch in Risikogruppen jeden zweiten Todesfall zu verhindern. Das hat aus meiner Sicht einen Restwert und ich halte es für moralisch vertretbar, sich für diese Impfstoffe einzusetzen.

Kann man die Impfpflicht für Corona mit der von beispielsweise gegen Masern gleichsetzen?

Der Masern-Impfstoff ist ein Impfstoff. Die Substanzen gegen SARS-CoV-2 sind, wie ich versucht habe darzustellen, keine Impfstoffe. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Auch laut Analyse eines Wissenschaftsgremiums haben gleich 80 Leute an den Deutschen Bundestag geschrieben und illustriert, in welchen Bereichen überall diese Impfpflicht gegen verfassungsmäßig zugesicherte Grundrechte oder Menschenrechte verstoßen würde.

In Österreich wurde das Impfpflichtgesetz schon früher beschlossen und wird jetzt nicht exekutiert. Ich hatte ein bisschen den Eindruck, Österreich ist ein bisschen so der Test Ballon. Und Deutschland wird dann in irgendeiner Art und Weise das beobachten und vielleicht nachziehen. Aber auch da wäre die deutsche Politik gut beraten, sich ernsthaft zu überlegen, welches Fass damit aufgemacht wird. Eine Impfpflicht gegenüber einem Erreger, der jetzt in der aktuellen Variante einer durchschnittlichen, vielleicht sogar unterdurchschnittlichen Grippe entspricht, entbehrt also jeder Logik. Ein solches Gesetz auf Vorrat zu beschließen, ist eigentlich perfide.

Die neu auf den Markt gekommenen Substanzen befinden sich noch in Phase 3. Wenn man es genau betrachtet, wäre es eine Verpflichtung zur Teilnahme am Experiment. Wir wissen noch nicht, was dabei rauskommt. Normalerweise müssen für eine bedingte Zulassung binnen Jahresfrist fehlende Daten nachgeliefert werden. Diese Frist ist bereits verstrichen, die Verlängerung wurde, glaube ich, auf Mitte des Jahres 2022 gelegt. Pfizer hat jetzt schon angekündigt, dass es erst 2023 liefern wird. Ich bin zwar kein Jurist, aber aus medizinischer Sicht gesehen ist das Vertrauen in ein medizinrechtliches, intaktes System erschüttert.

Manche Politiker und auch die Impfkampagne des Bundes beschreibt, „die Impfstoffe sind sicher und wirksam“. Was sagen Sie dazu?

Das bin ich schon öfter gefragt worden. Meine Antwort darauf ist immer: Ich kenne keinen anderen Satz mit sechs Worten, in denen drei Fehler sind. Es sind keine Impfstoffe, es sind andere Substanzen. Wie hoffentlich jetzt dargelegt werden konnte, ist die pauschale Klassifizierung „sicher“ nicht zu erteilen. Wenn wir es nach der WHO-Kategorie nehmen, sehen wir zum Teil sogar häufig schwere Nebenwirkungen. Und die Wirksamkeit ist, wie wir gesehen haben, mittlerweile aufgehoben. Also der Satz ist mit drei Fehlern behaftet und insgesamt damit auch falsch.

Das Interview führte Alexander Zwieschowski.

Das Interview erschien zuerst in der Wochenzeitung der Epoch Times vom 19. März 2022.



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