TK-Chef fürchtet Dominanz von Tech-Konzernen im Gesundheitswesen

Epoch Times29. Dezember 2019 Aktualisiert: 29. Dezember 2019 9:37
Der Chef der größten gesetzlichen Krankenkasse warnt Deutschland davor, die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu verschlafen.

Der Chef der größten gesetzlichen Krankenkasse hat Deutschland eindringlich davor gewarnt, die Digitalisierung des Gesundheitswesens zu verschlafen. Sie sei längst überfällig, sagte Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse (TK), der „Welt am Sonntag“. „Wir müssen jetzt handeln, wenn wir uns nicht abhängen lassen wollen“, so der TK-Chef weiter.

Es sei „völlig überholt, Befunde auf Papier von einem Arzt zum nächsten zu tragen oder bei einer simplen Erkältung nur wegen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in einem Wartezimmer voller Viren und Keime zu sitzen“.

In anderen Ländern sei es längst selbstverständlich, mit dem Arzt per Videochat zu kommunizieren. „Das ist eine Verschwendung von Ressourcen, wenn das Praxispersonal stundenlang Befunden hinterherjagt, anstatt sich um Patienten zu kümmern“, kritisierte Baas.

Er fürchtet, dass sich der digitale Rückstand des deutschen Gesundheitswesens schon bald rächen könnte – insbesondere, da große Tech-Konzerne aus den USA das Feld längst entdeckt haben. „Bei denen steht der Gewinn an erster Stelle, und Kunden bezahlen die meist kostenlosen Apps mit ihren Daten“, so der TK-Chef weiter.

Gesundheitsdaten seien jedoch die sensibelsten Informationen eines Menschen. Deshalb sei es wichtig, dass Patienten von ihrer Krankenkasse sichere Alternativen geboten bekämen.

Ich sehe ansonsten die Gefahr, dass wir in Zukunft im Gesundheitswesen die gleiche Entwicklung erleben wie in anderen Bereichen auch – dass kommerzielle Algorithmen die Patienten leiten“, sagte Baas.

Dies könnte aus seiner Sicht weitreichende Folgen haben: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass diese Unternehmen die moralischen Prinzipien unseres Gesundheitssystems verändern werden“, so der TK-Chef.

Er begrüßte vor diesem Hintergrund die Bestrebungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), digitale Projekte wie die elektronische Patientenakte oder eine stärkere Zusammenarbeit von Krankenkassen und Start-ups voranzutreiben, kritisierte jedoch, dass er dabei ständig „ausgebremst“ werde.

Er beobachte „eine grundsätzliche Angst vor Veränderungen“ – egal, ob er mit Vertretern von Krankenkassen, Ärzten oder der Pharmaindustrie spreche. „Wenn ihnen bewusst wird, welche Chance in der Digitalisierung steckt und wie sie sie entlasten kann, werden alle Akteure im Gesundheitswesen an einem Strang ziehen“, sagte Baas der „Welt am Sonntag“. (dts)

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