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Universitätsspitze für Alternativmedizin

Epoch Times8. November 2010

Eine effiziente und gleichzeitig tolerierbare Chemotherapie muss nicht durch immer stärkere Präparate erfolgen. Mehr und mehr Krankenhäuser lassen sich von den Vorteilen einer ergänzenden Alternativmedizin überzeugen. Dr. Ingrid Gerhard, Professorin der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe der Universitätsklinik Heidelberg zeigt sich aufgrund ihrer bisherigen Erfahrungen zuversichtlich:

“Die Komplementärmedizin stärkt die Selbstheilungskräfte der Patientinnen, setzt auf Prävention und Selbstverantwortung und arbeitet mit Methoden, die keine nennenswerten Nebenwirkungen haben“, erklärt Prof. Gerhard. Sie leitete als auf Naturheilkunde und Umweltmedizin spezialisierte Fachärztin viele Jahre die Naturheilkunde-Ambulanz der Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg. Wie sie berichtete, wurde die „Alternativmedizin“ über Jahrzehnte aus den Hochschulen verbannt. In den letzten Jahren scheint die „Komplementärmedizin“ jedoch zunehmend auf Akzeptanz zu stoßen. Insbesondere bei Zyklusstörungen, Endometriose und Tumorerkrankungen bietet die „Komplementärmedizin” zusätzliche Therapieformen, die ergänzend zur Schulmedizin Schmerzen lindern, die Wundheilung verbessern, den Zyklus regulieren und psychisch stabilisieren können.

Für gesundheitsbewusste Patienten

Während bestimmte Therapien wie die im Ausland bekannte anthroposophische Misteltherapie bei uns noch weitestgehend unbekannt sind, gehört der Patientenwunsch nach einer sanften Therapie, insbesondere in der Kindermedizin und in der Gynäkologie, bereits zum Alltag. Zahlreiche Krankenhäuser haben etwa mit dem Einsatz von
Akupunktur in der Geburtsmedizin sehr gute Erfahrungen gemacht. Schmerzen der Patientinnen konnten gelindert werden, ohne ein Risiko für das ungeborene Leben eingehen zu müssen.

Selbst innerhalb der Schulmedizin ist ein erweitertes Bewusstsein am Beispiel des weißen Blutkrebses bei Kindern entstanden. Bei vielen der nun erwachsenen Patienten, die man als Kinder „großzügig“ und aggressiv gegen den weißen Blutkrebs behandelte, hat sich nun Jahrzehnte später eine weitere Krebserkrankung herausgebildet. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass sich die nachfolgenden Krebserkrankungen sehr wahrscheinlich aufgrund der aggressiven Krebstherapien im Kindesalter entwickelt haben. Die Fachgesellschaften für Krebstherapie empfehlen aus diesem Grund deutlich weniger aggressive Krebstherapien bei Kindern, um folgende Krebserkrankungen möglichst zu vermeiden. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass in einem Teil der Fälle die Krebserkrankungen unter der weniger aggressiven Therapie weiter voranschreiten können.

Mehr Lebensqualität durch Komplementärmedizin

Vor allem die Homöopathie hält Einzug in die Ambulanzen zahlreicher Krankenhäuser. Durch die Homöopathie sollen Nebenwirkungen von Medikamenten – insbesondere innerhalb der Krebstherapie wie Übelkeit, Magen- oder Darmbeschwerden – gelindert
werden. Dies gilt vor allem für Fälle, in denen die Grenzen der schulmedizinischen Präparate erschöpft sind. Selbst bei Tumoren reduzieren verschiedene Methoden Nebenwirkungen von Chemo- oder Strahlentherapien und verbessern langfristig die Lebensqualität. Gerhard zählt dazu Selen- und Vitamin C- Infusionen, Misteltherapie, mikrobiologische Therapie, homöopathische Komplex- und Einzelmittel sowie auch die Traditionelle Chinesische Medizin. Einzug in die konventionelle Medizin haben vielerorts auch bestimmte Formen der Wärmebehandlung und Sauerstofftherapie gehalten, sowie Vakzinationen und zellbezogene Therapien.

Im Kommen sind auch Therapien, die das Immunsystem beeinflussen und stärken, wie etwa medizinische Pilze, Tees und spezielle Pflanzenextrakte. „Hier hat die Grundlagenforschung inzwischen die Wirkmechanismen erkundet. Es lässt sich daher absehen, dass auch sie in Zukunft besser akzeptiert werden“, berichtet Gerhard.

Eine nebenwirkungsarme Medizin

Ihre Stärken zeigen die alternativen Ansätze besonders dort, wo übliche Therapien ungünstige Nebenwirkungen zeigen. Das ist in der Frauenheilkunde besonders bei Zyklusstörungen, bei Erkrankungen der Gebärmutterschleimhaut oder bei unerfülltem Kinderwunsch der Fall. Hierbei muss bei der kaum überschaubaren Vielfalt an alternativen Heilmethoden ein Kompromiss zwischen Wirksamkeit und Therapieaufwand gefunden werden. „Sowohl Phytopharmaka als auch Akupunktur und Homöopathie können Zyklen regulieren und gute Empfängnisraten erzielen. Sie lindern Schmerzen, verbessern die Wundheilung, regulieren den Zyklus und stabilisieren auch psychisch. Nebenwirkungen wie bei hormonellen Therapien treten dabei nicht auf“, so Gerhard. Während Endometriose (Gebärmuttererkrankung) und Tumorerkrankungen primär schulmedizinisch behandelt werden müssen, können bereits perioperativ komplementäre Methoden eingesetzt werden. Postoperativ können sie dabei helfen, eine neue Lebensordnung wiederherzustellen (Mind/Body Medizin) und Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Auch könnten, so Gerhard, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine und Magnesium bei Endometriose Schmerzen lindern und in die hormonelle Regulation eingreifen.

In der Tumortherapie haben sich verschiedene Methoden bewährt, die die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie reduzieren und die Lebensqualität langfristig verbessern: Selen- und Vitamin C- Infusionen, Misteltherapie, die mikrobiologische Therapie, homöopathische Komplex- und Einzelmittel sowie die Traditionelle Chinesische Medizin. Verschiedene Formen der Hyperthermie (künstliche Temperaturerhöhung) und Sauerstofftherapie ebenso wie Vakzinationen (Aktivimpfungen) und zellbezogene Therapien (zum Beispiel dendritische Zellen) haben vielerorts Einzug in die konventionelle Medizin gehalten. Auch für häufig eingesetzte immunmodulierende Therapien wie mit Hilfe „medizinischer“ Pilze, Tees und spezieller Pflanzenextrakte liegen inzwischen aus der Grundlagenforschung Wirkmechanismen vor, sodass mit zunehmender Akzeptanz zu rechnen ist.

Unterstützende Maßnahmen

In ihrer Publikation kommen die Autoren Henß und Münstedt bei ihrer Analyse der Alternativmedizin in der Krebstherapie zu dem Schluss, dass die alternativen Heilmethoden insbesondere in der Linderung der Beschwerden eine wichtige Rolle spielen. Die Patienten würden so mehr die Gelegenheit bekommen, „selbst aktiv zu werden und so zu einem auch subjektiv besseren Befinden beizutragen”. Dabei würde sich die Wirkung dieser Präparate durchaus an den etablierten Therapien der Schulmedizin messen lassen. Beispielsweise die Probleme mit dem Appetit bei einer Krebserkrankung würden sich nur schwer durch die Behandlungskonzepte der Schulmedizin behandeln lassen. Die Behandlung durch Omega-3-Fettsäuren kombiniert mit mit appetitanregenden Bittermitteln wie der Enzianwurzel erscheint auch nach der zusammenführenden Arbeit basierend auf 17 verschiedenen klinischen Studien als wirksam und empfehlenswert. In den Studien zeigten die Patienten unter Omega-3-Fettsäuren sowohl eine Gewichtszunahme und eine Steigerung des Appetits als auch ein verbessertes Lebensgefühl und eine verminderte Sterblichkeit nach einer Operation.



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