Ökobarometer 2017 des BMEL zeigt: Kauf von Biolebensmitteln für viele Verbraucher selbstverständlich geworden

Epoch Times26. April 2017 Aktualisiert: 26. April 2017 11:47
Das Ökobarometer 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft BMEL liefert aktuelle Daten zum Biokonsum der Verbraucherinnen und Verbraucher. Fast ein Viertel (22 %) kaufen häufig oder sogar ausschließlich Produkte aus dem Ökolandbau. Immerhin die Hälfte (49 %) aller Kundinnen und Kunden greifen gelegentlich zu Bioware. Das Interesse an Bio in Kantinen und Mensas ist besonders groß.

Das Ökobarometer 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft BMEL liefert aktuelle Daten zum Biokonsum der Verbraucherinnen und Verbraucher und zeigt: Der Kauf von Biolebensmitteln ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher selbstverständlich geworden. Fast ein Viertel (22 %) kaufen häufig oder sogar ausschließlich Produkte aus dem Ökolandbau. Immerhin die Hälfte (49 %) aller Kundinnen und Kunden greifen gelegentlich zu Bioware.

Hierzu Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt:

„Der ökologische Landbau ist neben dem konventionellen Landbau eine wichtige Säule der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft. Die Befragung zum Ökobarometer 2017 zeigt uns, dass das Interesse an Bio in Kantinen und Mensas groß ist. Und nicht nur das: Die Befragten sind auch bereit, für Bioprodukte einen nicht unerheblichen Aufpreis zu zahlen. Die Wertigkeit von Bioprodukten ist demnach in der Bevölkerung angekommen. Hier setzen wir gezielt mit Maßnahmen aus der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau an, um das hiesige Angebot zu stärken.“

Ein Schwerpunktthema des diesjährigen Ökobarometers war der Bio-Lebensmittelverzehr in der Gemeinschaftsverpflegung – also in Kantinen oder Mensas. Die Befragung der Kantinennutzer zeigt, dass das Angebot an Biogerichten dort ausbaufähig ist. Im Hinblick auf Kauforte für Biolebensmittel bietet die Handelslandschaft mittlerweile vielfältige Möglichkeiten. Spitzenreiter sind die Supermärkte, die von 86 % der Befragten als Einkaufsort für Biolebensmittel genannt wurden.Oekobarometer2017-Bio-Mittagessen

Politik muss Weichen für Landwirtschaft und Ernährung entschlossen auf Bio stellen

Peter Röhrig, Geschäftsführer des „Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft BOELW“ kommentiert:

„Die große Nachfrage und das Vertrauen der Menschen in Bio ist eine Aufforderung an die Politik, die Weichen für Landwirtschaft und Ernährung entschlossen auf Bio zu stellen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ist gefordert, die Ansätze seiner Zukunftsstrategie Ökolandbau umzusetzen.

Besonders wichtig ist dabei, dass die Spielräume zur Finanzierung des notwendigen Umbaus der Landwirtschaft gezielt genutzt werden. Es ist daher unverständlich, warum sich Schmidt gegen die von den Bundesländern mehrheitlich geforderte Umschichtung von EU-Agrargeldern stellt, die dem Umweltschutz und artgerechter Tierhaltung zu Gute kommen würde.

Ebenso entscheidend ist, dass Schmidt die von ihm geplante Tierhaltungskennzeichnung an der erfolgreichen Eierkennzeichnung ausrichtet und dabei Bio als Premiumniveau verankert.

Auch dass bei Schulobst und -milch 20 % Bio angestrebt werden, wäre wegweisend, ebenso in der Gemeinschaftsverpflegung in Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern. Wie erfolgreich Bio in Kantinen sein kann, mit gesünderen Speiseplänen und ohne dass es teurer wird, zeigt Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt hat ohne Mehrkosten bereits fast 90 % Bio in öffentlichen Kantinen erreicht.“

Hintergründe zur Studie sowie Ergebnisse:

Ökobarometer 2017: Biolebensmittel sind beliebt, mehr Bio in Kantinen gefragt

(BMEL/BOELW/mh)

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