Stickoxide greifen Atemwege und Augen an

Epoch Times29. Januar 2018 Aktualisiert: 29. Januar 2018 17:38
Stickoxide sind problematisch für Asthmatiker und Ältere, sie wirkend reizend auf die Schleimhäute der Atemwege.

Sie reizen Augen und Atemwege und gefährden vor allem Menschen in Ballungsgebieten: Stickstoffoxide – kurz NOx – sorgen in vielen deutschen Städten für schlechte Luft. Zwar gibt es für die gasförmigen Verbindungen, zu denen auch das nun wegen umstrittener Abgas-Versuche mit Affen und Menschen in die Schlagzeilen geratene Stickstoffdioxid NO2 gehört, unter anderem natürliche Quellen.

Bundesweit ging der Stickoxid-Ausstoß zwischen 1990 und 2015 um fast 60 Prozent zurück. Grund zur Entwarnung ist das laut Umweltbundesamt aber nicht. Die zulässigen EU-Grenzwerte werden an vielen Stellen weiter verfehlt. 2016 wurden sie der Behörde zufolge an mehr als jeder zweiten verkehrsnahen Messstation im Jahresmittel überschritten.

Problematisch sind die Gase vor allem für empfindliche oder vorgeschädigte Menschen wie Asthmatiker und Ältere. Stickoxide wirken reizend auf Schleimhäute in den Atemwegen und der Lunge. Die Europäische Umweltagentur macht die Luftschadstoffe für rund 13.000 vorzeitige Todesfälle allein in Deutschland im Jahr 2014 verantwortlich.

Laut den EU-Grenzwerten für die allgemeine Belastung der Umgebungsluft darf ein Stundenwert von 200 Mikrogramm NOx je Kubikmeter höchstens 18 Mal im Jahr erreicht werden. Der Jahresdurchschnittsgrenzwert für NOx liegt bei 40 Mikrogramm.

Viel höhere Grenzwerte gelten in Deutschland am Arbeitsplatz, wo bis zu 950 Mikrogramm erlaubt sind. Dieser Wert zielt aber auf eine zeitliche begrenzte Belastung gesunder Arbeitnehmer – die Werte der Umgebungsluft beziehen hingegen alle Menschen mit ein. (afp)

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