Tägliche Portion Vollkorn und Vermeidung von verarbeiteten Fleischprodukten senkt Risiko für Darmkrebs

Epoch Times8. Januar 2018 Aktualisiert: 8. Januar 2018 15:30
Der tägliche Verzehr von Vollkornprodukten verringert das Risiko einer Darmkrebserkrankung, so ein Bericht des American Institute for Cancer Research (AICR). Dieser Bericht verdeutlicht das erste Mal, das alle Getreidesorten helfen können, das Krebsrisiko zu senken. Der Bericht fand ebenfalls heraus, dass das regelmäßige Essen von Hot Dogs, Speck und anderem verarbeitetem Fleisch das Risiko von Darmkrebs erhöht.

Wie einfach ist es eigentlich, über eine Vollkornernährung, die z. B. aus Beigaben von Haferflocken und Quinoa besteht, das Risiko von Darmkrebs erheblich zu reduzieren? Laut einem aktuellen Bericht haben der Verzehr von Vollkornprodukten und die Vermeidung von verarbeiteten Fleischprodukten einen viel größeren Einfluss auf das Krebsrisiko, als bisher angenommen.

Alle Getreidesorten helfen, das Krebsrisiko zu senken

Der tägliche Verzehr von Vollkornprodukten verringert das Risiko einer Darmkrebserkrankung, so ein Bericht des American Institute for Cancer Research (AICR) und des World Cancer Research Fund (WCRF). Dieser Bericht verdeutlicht vielleicht das erste Mal in einer sehr konsequenten Weise, das alle Getreidesorten helfen können, das Krebsrisiko zu senken – ungeachtet des Alters des Menschen und des Geschlechts. Das konnte die Forschung der Organisationen anhand diverser Untersuchungen belegen. Die Forscher analysierten anhand von 99 Studien und den Daten von über 29 Millionen Menschen, und erzielten dabei erstaunliche Ergebnisse. Bei einem Viertel von ihnen wurde bereits ein Kolorektalkarzinom diagnostiziert, eine Vorstufe des Darmkrebses.

Aßen die Probanden etwa drei Portionen (90 Gramm) Vollkornprodukte pro Tag, reduzierte sich das Risiko für Darmkrebs um 17 Prozent, so der Bericht. Die Ärzte des wissenschaftlichen Teams kamen auch zu dem Schluss, dass der Verzehr von Vollkornprodukten, Milch und Molkereiprodukten „wahrscheinlich vor Kolorektalkrebs schützt“. Der Bericht verbindet auch den Konsum von Fisch und Lebensmitteln mit Vitamin C in ihrer Expertise mit ein. Auch diese Lebensmittel schützen mit ihren Antioxidantien die Darmflora. Denn nur eine intakte Darmflora ist in der Lage, gefährliche Keime, Bakterien anzugreifen, um dann vor weiteren Krankheiten zu schützen. Nicht umsonst bezeichnen die Japaner den Darm als „Sitz der Gesundheit“.

Regelmäßiges Essen von Dingen wie Hot Dogs, Speck und anderem verarbeitetem Fleisch, erhöht das Risiko von Darmkrebs

Der Bericht fand ebenfalls heraus, dass das regelmäßige Essen von Dingen wie Hot Dogs, Speck und anderem verarbeitetem Fleisch das Risiko von Darmkrebs erhöht. Der Verzehr von mehr als 500 Gramm rotem Fleisch pro Woche, erhöht das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Natürlich zählen Übergewicht und Fettleibigkeit zu den großen Risikofaktoren, an Darmkrebs zu erkranken. Ebenso zwei oder mehr alkoholische Getränke pro Tag (30 Gramm Alkohol) gefährden das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Das Team fand auch heraus, dass regelmäßige körperliche Aktivität gegen Dickdarmkrebs schützt. „Die Ergebnisse aus diesem umfassenden Bericht weisen ganz klar darauf hin, dass Ernährung und Lebensstil eine wichtige Rolle bei Darmkrebs spielen“, sagte Edward Giovannucci, Hauptautor des Berichts und Professor für Ernährung und Epidemiologie an der Harvard T.H. Chan School of Public Health, in einer Erklärung.

Alice Bender, Direktorin für Ernährungsprogramme bei AICR, sagte: „Wenn es um Krebs geht, gibt es keine Garantien, aber es ist jetzt klar, dass es Entscheidungen gibt, die Sie für sich treffen können und die Sie tatsächlich auch umsetzen können, um das Risiko von Kolorektalkrebs aber auch von anderen Krebsarten zu senken.“

Gesunde Entscheidungen im Lebensstil treffen

Darmkrebs ist besonders in Nordamerika weit verbreitet. Es ist die dritthäufigste Krebserkrankung in den Vereinigten Staaten und die zweithäufigste in Kanada. In beiden Ländern ist es die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen und die zweithäufigste Ursache bei Männern. Im Durchschnitt wird bei 73 Kanadiern täglich Darmkrebs diagnostiziert und 26 werden jeden Tag daran sterben. Es wird geschätzt, dass 371 Fälle jeden Tag in den Vereinigten Staaten diagnostiziert werden, und 47 Prozent von ihnen könnten jährlich verhindert werden, indem sie gesunde Entscheidungen im Lebensstil treffen, entsprechend der AICR.

Im Laufe ihres Lebens erkranken in Deutschland 6 von 100 Menschen an Darmkrebs; das ist jeder Siebzehnte von uns. Frauen wie Männern sind dabei gleichermaßen betroffen. In der Häufigkeit rangiert Darmkrebs bei beiden Geschlechtern an zweiter Stelle. Zusammengenommen ist Darmkrebs die häufigste Krebsform in Deutschland! Auch hier spielen insbesondere die Ernährung und der Lebensstil eine große Rolle.

Eine gesunde Lebensweise hilft maßgeblich, sich vor schweren Krankheiten zu schützen.

(Übersetzt und bearbeitet von Jacqueline Roussety)

Quellen:

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