Was kann ich bei Pilzen im Darm unternehmen?

Epoch Times16. Juli 2015 Aktualisiert: 16. Juli 2015 11:35
Diese Pilze sind natürlich Speisepilze, aber Verwandte von ihnen gehören zur normalen Darmflora. Was aber wenn die zu dominant sind und überhandnehmen? Wie kann mit der richtigen Ernährung die Darmflora wieder normalisiert werden?

Pilze sind von Natur aus ganz natürliche Mitbewohner unseres Körpers. Zu Milliarden tummeln sich Pilze in unserem Darm, von denen die meisten für die Verdauung gut und hilfreich sind. Eine gute Verdauung ist die Voraussetzung für einen gesunden Körper.

Doch sobald Pilze wie zum Beispiel der Candida albicans mit industriell verarbeiteten Zucker und Nahrung gefüttert und gemästet werden, vermehren sich diese Pilze so, dass sie auf Dauer den Darm regelrecht vergiften und damit Ursachen vieler Krankheiten sein können, bis hin zu Schlaganfall und Krebs. Selbst Babys sind schon nicht mehr gefeit davor – hier nennt man das dann den „Windelpilz“.

Weil die Candidahefe so schnell wächst, werden gerne und viel zu häufig Antibiotika verschrieben, die nicht nur die schlechten Pilze abtötet, sondern auch gleich die meisten nützlichen Bakterien im Darm vernichtet. Diese sind jedoch dafür verantwortlich, dass Vitamine, Mineralien und gute Nährstoffe durch die Darmwände in den Blutkreislauf aufgenommen werden können. Geschieht dies nicht, herrscht permanenter Mangel an all diesen wichtigen und guten Stoffen vor.

Da diese gefährlichen Pilze es gerne warm und mollig haben, sind sie häufig in den Schleimhäuten von Mund und Rachen, im Genitalbereich sowie im Verdauungstrakt zu finden. Hier finden sie die optimalen Bedingungen: Feuchtigkeit und Wärme und mittlerweile sind 75 Prozent aller Menschen mit zu hohem Pilzbefall im Darm belastet. Der Candidapilz ist auch zwischen Fingern und Zehen zu finden, so wie auf den Fingern und Fußnägeln. Durchbricht man nicht diesen Kreislauf, indem man seine Ernährung radikal ändert und sich einer Entgiftungsprozedur unterzieht, werden diese Pilze tagtäglich durch die Ernährung weiter gefüttert. Der Heißhunger nach Süßem wird immer stärker, da sich die Pilze rasant vermehren wollen und nach ihrem Futter lechzen.

Nicht umsonst steht der Darm bei den Asiaten im Zentrum der Gesundheit. Denn nur ein gesunder Darm ist ein Garant für einen gesunden Körper.

Ein gesunder Darm behält seinen Charme

Kräuter, eine gesunde probiotische Ernährungsweise verbunden mit einer Entgiftungskur tötet Pilze und andere Hefeinfektionen im Darm ab. Ohne die Ernährung grundlegend zu ändern, werden alle Medikamente der Welt nicht helfen, die Pilze im Körper abzutöten. Es müssen vor allen Dingen die guten Bakterien im Darm gestärkt und gefördert werden. In erster Linie sollte 80 % frisches und rohes Gemüse und Obst verzehrt werden. Das Gemüse sollte naturbelassen und möglichst ökologisch sein. Wählt man dann noch Obst und Gemüse aus der Region, kann man davon ausgehen, dass dieses Obst und Gemüse tatsächlich reif zu seiner Zeit geerntet wurde.

Viele Produkte aus Übersee sind noch nicht einmal reif, haben also gewisse wichtige natürliche Reifungsprozesse nicht durchgemacht und können Vitamine, Enzyme und Mineralien nicht richtig produziert haben. Dieses unreife Obst und Gemüse weist längst nicht all die guten Nährstoffe auf, wie das natürlich gereifte Obst und Gemüse.

Zu einer Entgiftungskur soll Obst nur sehr sparsam eingesetzt werden. Denn auch der Fruchtzucker ist ein guter Nährboden für die Pilze im Darm.

Kann auf Fleisch nicht verzichtet werden, sollte unbedingt auf Neuland- oder biologisches Fleisch geachtet werden – Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren. Im konventionellen Fleisch sind Rückstände von Antibiotika, manchmal Wachstumshormone und eine Menge an Medikamenten nachweisbar. All diese Stoffe fördern den Prozess der Pilze im Darm.

Bei einer Entgiftungskur und probiotischen Ernährungsweise sollte zudem unbedingt komplett auf industriell verarbeitetes Essen verzichtet werden, wie zum Beispiel Fertigprodukte, Konserven und Saucen. Auch sollten keine Geschmacksverstärker, Glutamat und Konservierungsstoffe in der Nahrung vorhanden sein.

Die Probiotische Diät

Probiotische Lebensmittel enthalten keine Bakterien, sind aber reich an Nahrung worauf gesunde Bakterien überleben und wachsen können. Von daher unterstützt eine Probiotische Diät die Entgiftung und kann dazu beitragen ein wenig schneller den Gleichgewicht im Darm wiederherzustellen. Eine Probiotische Diät ist deswegen wirksam, weil sie den Darm wieder mit den guten Bakterien bevölkert. Diese Bakterien helfen die Candidapilze zu verdrängen. Je mehr gesunde Bakterien wie Lactobacillus Acidophilus und Bifido Bifidum aufgenommen werden, desto geringer sind die Chancen, dass Candidahefe den Darm weiter dominieren wird.

Eine Probiotische Diät stärkt den Verdauungstrakt und damit das Immunsystem. In einem gesunden Darm wird es für die Krankheitserregern schwieriger einzudringen.

Die Aufnahme von essentiellen Nährstoffen wie Vitamine und Mineralien ist nicht mehr blockiert und Mangelkrankheiten werden vermieden. Nützlichen Bakterien in Probiotischen Lebensmitteln enthalten kleine Mengen von Milchsäure und Essigsäure. Milchsäure und Essigsäure kommen auf natürliche Weise im Mage-Darm-Trakt vor und helfen bei der Regulierung des Säuregehalts im Magen.

Rohes Obst, besonders aber Gemüse, besitzt einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Diese Ballaststoffe sind wichtig für eine gesunde und intakte Darmflora. Die Ballaststoffe schieben nicht nur die Gifte durch den Darmtrakt, sie bereiten auch eine wunderbare Umgebung für die gesunden Bakterien vor, die sich hier gut entwickeln können.

Fermentierte Nahrungsprodukte

Immer wieder entfacht die Diskussion über das Thema „fermentierte Nahrungsprodukten“ aufs neue.

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Forschungen haben ergeben, dass der Verzehr von fermentierten Produkten die gesunden Bakterien fördern und damit die Pilze im Darm bekämpfen kann. Wie zum Beispiel:

– Sauerkraut

– Brottrunk

– Joghurt

– Kefir

Probiotische Zusatzpräparate

Ergänzend zur der Ernährung, kann man auch probiotische Zusatzpräparate zu sich nehmen, die ebenfalls die Pilze im Darm bekämpfen. Die meisten probiotischen Zusatzpräparate sind nur in Apotheken erhältlich. Im Gegensatz zu den Nahrungsmitteln enthalten diese stets mehrere Millionen bis Billionen lebensfähige Bakterien in Pulverform. Diese dringen bis in die Darmflora vor und können hier ihre Wirkung besonders gut entfalten. Sie sind im Gegensatz zu manchen Nahrungsprodukten nicht gefährdet von der Magensäure zerstört zu werden.

Die meisten Präparate enthalten Bifidobakterien und Laktobakterien mit teilweise wissenschaftlich belegten Wirkungen. Die Zusammensetzung und das Mischverhältnis werden durch den Hersteller gewählt, und so haben die Produkte je nach Bakterienart und -stamm eine unterschiedliche Wirkung. Als sehr populär gilt der L. acidophilus, über dessen Wirksamkeit sehr viele Studien existieren. Deshalb ist es wichtig, ein Produkt aus höchster Qualität zu wählen und ohne Allergene. Das Produkt muss auch eine gute Haltbarkeit haben, damit Sie sicher sein können, dass die Bakterien noch am Leben und aktiv sind.

Verzichten Sie auf folgende Produkte:

Verzichten Sie auf Säfte jeglicher Art, Glutenhaltige Lebensmittel, genmanipulierte Nahrung, da diese alle Gifte enthalten, die den Prozess der Gesundung beeinflussen. Ebenfalls soll auf Zucker, Ketchup, Pilze und industriell verarbeitete Nahrung verzichtet werden. 

– Glutenhaltige Lebensmittel

– Genmanipulierte Nahrung

– Säfte jeglicher Art

– Zucker

– Ketschup

– Pilze 

– industriell verarbeitete Nahrung

Auch Impfstoffe und Alkohol sollten während dieser Diät vermieden werden. Auch die Aufnahme von Weizen sollte absolut reduziert werden. Rote Kartoffeln und Süßkartoffeln sind gute Alternativen, kann man nicht auf Kohlenhydrate generell verzichten.

Nahrungsmittel die den Pilzbefall zusätzlich senken

Vor allen Dingen ist für die Bekämpfung des Pilzbefalls der hohe Anteil an Gemüse bei der Ernährung entscheidend. Auch andere Probiotische Nahrungsmittel können helfen, den Pilzbefall im Darm zu senken. Diese sind zum Beispiel:

– Grüne Äpfel

– Granatapfel

– Knoblauch

– Oregano

– Zwiebeln

– Lauch

– Kokosnuss

– Steckrüben

– Olivenöl

– Limonen

– Zitronen

– Kürbiskerne

– Brokkoli

– Rosenkohl

– Rukolasalat

– alle Kohlsorten

All diese Lebensmittel enthalten pilzbekämpfende Stoffe und unterstützen die Entgiftungskur. All diese Lebensmittel sollten einen großen Anteil der Ernährung ausmachen. Auch Gewürze können Teil der Ernährung sein. Als unterstützend bei der Pilzbekämpfung sind hier Hier sind zum Beispiel zu:

– Thymian

– Gewürznelke

– Pfeffer

– Zimt

All diese Einschränkungen sind nur temporär. Sobald der Pilzbefall bekämpft und die guten Bakterien im Darm wieder ein gesundes Gleichgewicht aufweisen, kann man wieder ein wenig mehr Flexibilität bei seiner Ernährung zulassen. Sollten diese Pilze jedoch wiederkehren, sollte man wieder für einige Wochen auf die pilzabtötenden Produkte zurückgreifen. (dk) 

Übersetzt und überarbeitet von Jacqueline Roussety aus dem Englischen (Quelle: Naturell News )

Lesen Sie hier das Original auf Englisch: Herbs and diet to kill Candida and other fungal, yeast infections