Omikron-Variante des Coronavirus. Symbolbild.Foto: iStock

WHO-Chef: Corona-Pandemie „ist noch lange nicht vorbei“

Epoch Times18. Januar 2022 Aktualisiert: 18. Januar 2022 18:33
Die neuesten Entwicklungen im Überblick rund um die Corona-Maßnahmen, -Politik und -Impfung.

+++ Newsticker +++

18:30 Uhr: WHO-Chef: Corona-Pandemie „ist noch lange nicht vorbei“

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat eindringlich vor einer Verharmlosung der Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. Die Corona-Pandemie „ist noch lange nicht vorbei“.

„Omikron mag im Durchschnitt weniger schwerwiegend sein, aber die Erzählung, dass es sich um eine harmlose Krankheit handelt, ist irreführend (…) und kostet mehr Leben“, sagte der WHO-Chef. Wegen der starken Ausbreitung sei es außerdem wahrscheinlich, dass weitere Varianten entstehen.

Vergangene Woche hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erklärt, die Ausbreitung der Omikron-Variante könne Covid-19 in eine endemische Krankheit verwandeln, mit der die Menschheit lernen kann, zu leben. Auch der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset sagte, Omikron könnte „der Anfang vom Ende“ der Pandemie sein.

Auch der WHO-Experte Michael Ryan warnte davor, die Gesundheitsrisiken durch Covid-19 zu unterschätzen. „Die Leute stellen Pandemie und Endemie einander gegenüber, aber endemische Malaria tötet hunderttausende Menschen, HIV ist endemisch, Gewalt in unseren Städten endemisch“, sagte er bei einer Online-Veranstaltung des Weltwirtschaftsforum. „Endemisch heißt nicht gut, endemisch heißt nur, dass es für immer da ist.“

„Wir werden das Virus in diesem Jahr nicht loswerden“, sagte Ryan weiter. „Wir werden das Virus vielleicht nie ausrotten. Viren, die Pandemien auslösen, neigen dazu, Teil des Ökosystems zu werden.“

12:55 Uhr: Caritas-Präsidentin: „Das ‚Wir‘ leidet in der Pandemie erheblich“

Der gesellschaftliche Zusammenhalt hat in der Pandemie nach der Einschätzung vieler Deutscher mehr oder weniger stark gelitten. Wie aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Umfrage für den Caritas-Verband hervorgeht, sind insgesamt 72 Prozent der Befragten dieser Meinung. 37 Prozent vertreten die Auffassung, der Zusammenhalt habe sich in der Coronakrise deutlich abgeschwächt. Weitere 35 Prozent der Teilnehmer finden, er habe etwas abgenommen.

Demgegenüber sehen nur 25 Prozent eine Verbesserung. „Die Zahlen bestätigen, was unsere Kolleginnen und Kollegen in den Diensten und Einrichtungen erleben. Es gibt großartige Momente gelebter Solidarität und viele Beispiele für ein Zusammenrücken in der Pandemie. Insgesamt überwiegt aber das Gefühl, dass das ‚Wir‘ in der Pandemie erheblich leidet“, erklärte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. Die Pandemie habe „die Kräfte erschöpft“.

Das Umfrageinstitut Forsa befragte im Auftrag des Caritas-Verbands die Teilnehmer demnach in zwei Wellen im Rahmen einer größeren Untersuchung zum Thema ehrenamtliches Engagement und Zusammenhalt. Im Dezember und Januar nahmen daran jeweils tausend Menschen ab 14 Jahren teil.

12:45 Uhr: DKG-Chef gibt Entwarnung für Kliniken

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sieht trotz steigender Infektionszahlen eine deutliche und nachhaltige Entlastung in den Kliniken. „Wir haben nach wie vor sinkende Zahlen auf den Intensivstationen“, sagte er der „Bild“. Er sei zudem „verhalten zuversichtlich“, was die nächsten Tage und Wochen angehe.

„Wir können bestätigen, dass offensichtlich die schweren Verläufe mit dieser Virus-Variante abgenommen haben.“ Einzig in einigen, besonders betroffenen Regionen würden die Patientenzahlen auf den Normalstationen leicht steigen.

10:45 Uhr: Lauterbach: „Wir können die Impfpflicht auch monitorisieren ohne Impfregister“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach plädiert für eine allgemeine Impfpflicht ohne ein erst noch zu schaffendes Impfregister. „Wir können die Impfpflicht auch monitorisieren ohne Impfregister“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk.

Er warne davor, auf ein Register zu setzen. „Der Aufbau eines Impfregisters dauert lange und ist auch datenschutzrechtlich nicht unumstritten.“ Auf Details einer Impfstatus-Kontrolle ohne Register wollte er aber nicht eingehen, um noch zu formulierenden Anträgen im Bundestag nicht vorzugreifen.

Zur Begründung einer allgemeinen Impfpflicht wies er auf die seiner Ansicht nach „zu niedrige Impfquote“ hin. Das Virus könne sich auch noch einmal verändern, in dem es wie Omikron höchstansteckend bleibe, aber wieder tödlich wie Delta werde. „So etwas kann niemand ausschließen. Daher sind Werte von 80 Prozent deutlich zu niedrig.“

Lauterbach verteidigte, dass die PCR-Tests bei der Freitestung für ein vorzeitiges Quarantäne-Ende jetzt vorrangig für Gesundheits- und Pflegepersonal vorgehalten werden sollen. „Wir werden nicht genug PCR-Tests haben, da ist die Kapazität begrenzt“, sagte er. Für andere Gruppen wie in den Schulen sei ein Antigentest ausreichend. „Er funktioniert nicht ganz so gut am Anfang einer Infektion“, so Lauterbach, „er funktioniert aber sehr gut, wenn man zurückwill.“

6:34 Uhr: Guterres: Pandemie lässt sich nur durch gerechte Impfstoff-Verteilung beenden

UN-Generalsekretär António Guterres hat erneut eine gerechte Verteilung der Corona-Impfstoffe angemahnt. Nur eine Impfung aller Menschen weltweit werde die Pandemie beenden, sagte Guterres am Montag in einer Video-Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos. „Die vergangenen zwei Jahre haben uns eine einfache, aber brutale Wahrheit aufgezeigt: Wenn wir jemanden zurücklassen, lassen wir alle zurück“, sagte Gutertes.

„Wenn es uns nicht gelingt alle Menschen zu impfen, entstehen neue Varianten, die sich über Grenzen hinweg ausbreiten und das tägliche Leben und die Wirtschaft zum Erliegen bringen“, warnte der UN-Generalsekretär. Die internationale Gemeinschaft müsse beim Kampf gegen die Pandemie daher fair und gerecht vorgehen.

Guterres verwies auf das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), 40 Prozent der Weltbevölkerung bis Ende 2021 und 70 Prozent bis Mitte 2022 zu impfen. „Wir sind bei weitem nicht in der Nähe dieser Ziele“, kritisierte Guterres. Die Impfquoten in reichen Ländern seien sieben Mal höher als in afrikanischen Ländern, das sei „beschämend“.

Das Weltwirtschaftsforum findet das zweite Jahr in Folge wegen der Corona-Pandemie nicht in Davos selbst, sondern virtuell statt.

6:30 Uhr: Coronakrise trifft Deutsche finanziell hart

Die Corona-Pandemie trifft die Deutschen finanziell schwerer als bisher bekannt. So melden 43 Prozent aller Haushalte, dass sie Einkommen oder Ersparnisse verloren haben, wie es aus einer Befragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht, über die die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet (Dienstagsausgabe). Dabei zeigt sich auch: Jeder sechste Haushalt sagte in der Befragung, er habe keine staatliche Hilfe erhalten, obwohl er Bedarf gehabt hätte.

Die Bundesregierung stellte umfangreiche sozialen Leistungen von erhöhtem Kurzarbeitergeld bis zum Kinderbonus bereit. Doch viele Haushalte beantragten diese nicht, weil sie sich nicht für berechtigt hielten. Ihnen fehlten Informationen oder sie scheiterten an der Bürokratie. Einige schämten sich auch, Leistungen anzunehmen, so die gemeinsame Studie mit der Uni Mannheim und dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR). Generell erlitten durch die Coronakrise überdurchschnittlich oft jüngere Erwerbstätige zwischen 30 und 39 Jahren und Alleinerziehende finanzielle Einbußen. Auch Selbständige und Minijobber waren besonders häufig betroffen. Wer in den Branchen Gesundheit, Soziales, Unterhaltung und Kunst arbeitet, musste überdurchschnittlich oft soziale Leistungen in Anspruch nehmen.

6:25 Uhr: Kinderärzte gegen erneute Schulschließungen

Der Berufsverband für Kinder und Jugendärzte (BVKJ) hat sich deutlich gegen erneute Schulschließungen ausgesprochen. „Es wird sich bei sehr hohen Zahlen nicht vermeiden lassen. Das muss aber klar der letzte Schritt sein“, sagte der Bundespressesprecher und Kinderarzt Jakob Maske dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben).

Die Konsequenzen von geschlossen Schulen seien wesentlich schlimmer als die Folgen einer Infektion, die Kinder und Jugendliche zu erwarten hätten, erklärte Maske. „Schule ist nicht nur Lehrraum, sondern auch Sozialraum. Daher ist es für die Gesundheit der Kinder wichtig, dass sie offenbleiben.“ Maske begründete seine Forderung mit dem aktuellen Infektionsgeschehen. Der Verband sehe zwar eine deutliche Zunahme der Infektionen, aber Kinder und Jugendliche erkranken nur selten. Im Falle einer Erkrankung seien die Symptome eher mild.

Trotzdem steigt die Belastung in den Praxen. „Wir sehen jetzt einen deutlichen Anstieg, sodass viele an ihre Grenzen kommen“, sagte Maske. „In Einzelfällen kann es deswegen dazu kommen, dass Praxen Patientinnen und Patienten abweisen müssen.“ Dabei handele es sich aber um Infizierte, die beispielsweise einen PCR-Test machen müssen. Schwerkranke Kinder werden nicht abgewiesen, sagte Maske.

6:22 Uhr: Union wirft Bundesregierung in Impfdebatte „schlechten Stil“ vor

In der Debatte um die Einführung einer Impfpflicht fordert die Unionsfraktion die Bundesregierung auf, endlich den beim Kanzleramt eingereichten Fragenkatalog zu beantworten. „Dass die Regierung diese Informationen zurückhält, ist schlechter Stil“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Tino Sorge, der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Die Antworten könnten den Weg zur Entscheidung über eine Impfpflicht ebnen, so Sorge.

Es gehe um Fragen, die das ganze Land umtrieben. In den Reihen der Regierungskoalition reife zudem die Erkenntnis, „dass es mit der Impfpflicht nicht so trivial ist wie erhofft. Wir sprechen von einem tiefen Eingriff in das Leben der Bürger“, sagte Sorge. Die Omikron-Variante könne jetzt vieles verändern. Kurz vor Weihnachten hatte die Unionsfraktion 17 Fragen plus zahlreicher Unterfragen zur Impfpflicht beim Kanzleramt eingereicht. Unter anderem geht es um das primäre Ziel der Maßnahme, um Vollzug, Kontrolle und Sanktionen. Die Beantwortung steht noch aus.

4:46 Uhr: Quarantäne für Corona-Infizierte in Israel wird weiter verkürzt

Israel hat die Quarantäne für Corona-Infizierte weiter verkürzt. Wie die Regierung am Montag mitteilte, müssen sich Infizierte künftig nur noch fünf statt sieben Tage isolieren. „Diese Entscheidung wird es uns ermöglichen, einerseits die öffentliche Gesundheit zu schützen und andererseits die Stabilität der Wirtschaft zu gewährleisten, auch wenn das schwierig ist“, sagte Ministerpräsident Naftali Bennett in einem Video, das von seinem Büro verbreitet wurde.

In Israel steigen die Corona-Zahlen stark an, trotz massiver Impfkampagnen. Vor einigen Tagen hatte das Land daher bereits mit der Verabreichung einer nochmaligen Booster-Impfung begonnen.

Seit Pandemie-Beginn wurden in Israel mehr als 1,7 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen. 8318 Menschen starben in Zusammenhang mit der Impfung.

+++ 17. Januar +++

England: Corona-Regeln werden voraussichtlich Ende Januar abgeschafft

Alle derzeit im Rahmen von Plan B geltenden Corona-Maßnahmen würden – nach Angaben einer hochrangigen Regierungsquelle – noch vor Ende des Monats abgeschafft werden. Das berichten der „Sunday Express“ und andere britische Medien übereinstimmend.

Das obligatorische Tragen von Masken in Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen in Gebäuden, sowie die Corona-Pässe und die Homeoffice-Regelung soll demnach Ende Januar abgeschafft werden.

Berichten des „Sunday Express“zufolge wird lediglich eine fünftägige Isolationspflicht bei einem positiven Corona-Test und die Notwendigkeit des Testens für internationale Reisen bestehen bleiben.

Gesundheitsminister Sajid Javid soll sich „sicher“ sein, dass die Beschränkungen nach dem Stichtag im Januar nicht mehr benötigt werden. Den Berichten zufolge würde das in den nächsten Tagen offiziell bekannt gegeben.

8:44 Uhr: Neue RKI-Richtline – Genesenen-Status nur 3 Monate gültig

Statt 180 Tagen soll der Status als Genesener fortan nur noch 90 Tage gültig sein. Danach wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Ab dem 15. Januar 2022 gelten neue Richtlinien für den Genesenennachweis. Statt sechs Monate ist der Status nur noch drei Monate gültig. Danach wird eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Grundlage für einen Genesenenstatus ist weiterhin ein positives PCR-Testergebnis, das mindestens 28 Tage zurückliegt.

Das RKI veröffentlichte zudem neue Empfehlungen zu den Corona-Quarantäneregeln. Generell sollen sich die Quarantänezeiten für Kontaktpersonen von Infizierten und die Isolierung von Erkrankten künftig an einer „Sieben-Tage-Regel“ orientieren. Enden die sieben Tage ist es möglich sich mit einem negativen PCR- oder Schnelltest „freizutesten“. Allerdings müssen Erkankte zuvor 48 Stunden ohne Symptome sein. Ohne Test sollen Quarantäne und Isolierung jeweils zehn Tage dauern.

7.00 Uhr: Krankenhäuser kritisieren überflüssige Bürokratie in Pandemie

Die Kliniken appellieren an die Politik, sie in der Zeit der Corona-Pandemie von Bürokratie zu entlasten und eine dauerhafte Finanzierung sicherzustellen. „Wir brauchen in dieser Notfallsituation Entlastung durch weniger überflüssige Bürokratie, durch weniger Dokumentationsaufgaben, die nicht zwingend für die medizinische und pflegerische Versorgung notwendig sind“, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der „Rheinischen Post“ (Montag). „Wir haben nach wie vor Anfragen des medizinischen Diensts, Strukturprüfungen, Rechnungsprüfungen. Hier appellieren wir an die Politik, mal inne zu halten und die Krankenhausmitarbeiter zu entlasten – wir brauchen die Leute am Patientenbett und nicht im Stationszimmer“, so Gaß.

Zur Frage der Finanzen sagte Gaß: „Wir haben einen Rettungsschirm, der den wirtschaftlichen Nachteil ausgleichen soll – ein Teil der Kliniken wird aber davon nicht erfasst. Die Politik hat einen Selbstbehalt eingeplant, zwei Prozent der Verluste müssen von den Kliniken selbst getragen werden, wie schon 2021, was für viele Kliniken den Weg ins Defizit bedeutet.“ Die DKG habe vorgeschlagen, dass die Kliniken quasi einen Vorschuss in Höhe des Jahres 2019 erhielten und dann individuell pro Klinik abgerechnet werde. „Interessant ist, dass die Krankenkassen für Krankenhausbehandlungen in den zwei Pandemiejahren weniger Geld ausgegeben haben als vor der Pandemie. Das Geld, das die Kliniken aus dem Rettungsschirm bekommen, kommt vom Steuerzahler aus dem Bundeshaushalt. Das geht in der Diskussion gerne unter“, sagte Gaß.

+++ 16. Januar +++

15:10 Uhr: Impfpflicht: Bundeswehr leitet Dutzende Disziplinarverfahren gegen Soldaten ein

Nach der Einführung einer Corona-Impfpflicht hat die Bundeswehr bereits Dutzende Disziplinarverfahren gegen Soldaten eingeleitet. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf interne Zahlen des Verteidigungsministeriums. Demnach laufen derzeit zwischen 50 und 60 Verfahren gegen Soldaten, die eine Impfung ablehnten.

Die bisher nicht bekannte Zahl der eingeleiteten Verfahren gegen Impfverweigerer nannte das Wehrressort in einer vertraulichen Sitzung des Verteidigungsausschusses. Für die rund 180.000 Soldaten gilt das Ablehnen der Impfung als Befehlsverweigerung. Zunächst drohen Disziplinarstrafen. Letztlich läuft die Verweigerung der Impfung auf eine Entfernung aus der Truppe hinaus.

14:25 Uhr: „Massive Überforderung“ – Handel fordert Lockerung der 2G-Regel für Geschäfte

Mit der Kontrolle der Maskenpflicht und von 2G übernehme der Handel derzeit staatliche Aufgaben. „Das darf nicht zum Dauerzustand werden, das ist eine massive Überforderung der Unternehmen,“ sagte Genth. Der Einzelhandel leiste seit Monaten seinen Beitrag bei der Bekämpfung der Pandemie. „Aber der Staat darf die Branche nicht dauerhaft mit hoheitlichen Kontrollaufgaben alleine lassen und die ungelösten gesellschaftlichen Konflikte auf die Handelsunternehmen und das Personal vor Ort abwälzen.“

Der HDE-Chef plädierte dafür, die 2G-Regel im Einzelhandel wieder abzuschaffen oder sie zumindest anzupassen. „Es ist nicht einzusehen, warum in der U-Bahn, in der man eng an eng steht, stichprobenartige Kontrolle ausreicht, während beim Einkauf, wo Abstände eingehalten werden und die Aufenthaltsdauer geringer ist, jeder einzelne Kunde kontrolliert werden muss“, sagte Genth. „Wir müssen zu Stichprobenkontrollen übergehen dürfen.“

7:48 Uhr: 46 Prozent mehr Montags-Demonstranten gegen Maßnahmen

Die Anzahl der Teilnehmer an Montagsdemos gegen Corona-Maßnahmen ist in den vergangenen Wochen um 46 Prozent gestiegen. Am 27. Dezember beteiligten sich laut Bundespolizei noch 179.200 Personen an insgesamt 967 Demos, am 3. Januar waren es schon 236.000 bei 1.090 Demos und am vergangenen Montag 261.400 Teilnehmer bei 1.309 Demos, berichtet die „Bild am Sonntag“. Vor der Infektionswelle im Herbst waren es nach Einschätzung der Behörden noch weniger als 10.000 Demonstranten.

Unter die friedlichen Demonstranten mischen sich immer häufiger Rechtsextremisten und Reichsbürger. Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) will das nicht tolerieren, sagte der „Bild am Sonntag“ dazu: „Meine ausdrückliche Warnung richtet sich auch an die extremistischen Brandstifter, die zunehmend die Proteste für ihre Zwecke ausnutzen wollen. Unser Verfassungsschutz hat hier insbesondere Rechtsextremisten im Visier.“ Man dürfe das Protestgeschehen aber nicht pauschal verteufeln, so Herrmann. Das könne die Fronten weiter aufheizen. Auch Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz haben die Extremisten verstärkt unter Beobachtung. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte der BamS, dort seien „extra interdisziplinäre Strukturen geschaffen worden, um gegen Straftäter und Extremisten in der Bewegung effektiv vorzugehen“. (dts/afp/dpa/red)



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